Dell Latitude D531 im Test: Notebook-Nutztier
Hell und spiegelfrei
Zum effizienten Büro-Einsatz passen auch die Eingabegeräte des D531. So hinterlassen die Touchpad-Tasten einen bedeutend kompetenteren Eindruck als bei der hauseigenen Inspiron-Konkurrenz, was allerdings kein großes Kunststück darstellt. Sie liegen gut in den Fingern und punkten mit einer knackigen Reaktion. Die Rückmeldung ist gut, aber nicht perfekt, denn dafür sind Anschlagsstrecken eine Spur zu lang geraten. Wenig Grund zum Meckern liefert die zugleich schnelle und präzise Fingerfläche, obwohl sie ein wenig an das Kratzen feinen Schmirgelpapiers erinnert.
Bei der Tastatur handelt es sich um Dells bewährtes Standard-Keyboard mit den typischen Vor- und Nachteilen. Der etwas höhere Widerstand und die exakten Druckpunkte überzeugen, auch wenn sich dabei ein leicht hölzernes Gefühl einschleicht. Die Tasten sitzen angenehm fest, dafür klappern die größeren Vertreter beim Tippen etwas auffälliger als bei manch anderem Notebook.
Mit der förmlich erschlagenden Leuchtkraft des "Taff-Books" ATG kann das D531-Display zwar nicht Schritt halten, dennoch stimmt die angenehme hohe Helligkeit. Allerdings geht sie mit recht geringen Blickwinkeln einher, die den Kontrast bei senkrechten Einsichten schnell schwinden lassen. Von den Seiten betrachtet entspricht die diesbezügliche Toleranz dem gängigen Mittelmaß. Durch die matte Oberfläche werden starke Lichtquellen zwar immer noch reflektiert, aber deutlich maßvoller als bei der hochglänzenden "Schminkspiegel"-Fraktion, die ebenfalls im Online-Konfigurator bereitsteht.
Dell Latitude D531 im Test
Mit seiner eher biederen Mischung aus dunklem Anthrazit und glitzerndem Grau wirkt es nicht unbedingt aufregender als das vergleichbare Inspiron 1501, aber immerhin anders. Doch bei einem potenziellen Arbeitsstier zählen schließlich andere Qualitäten.
Mit dem vorinstallierten Windows XP haben der AMD Turion 64 X2 mit zwei Prozessorkernen und ein Gigabyte Arbeitsspeicher geradezu spielerisch leichtes Spiel.
Rein subjektiv erscheint die Verarbeitung des kompakten 15,4-Zoll-Notebooks etwas wertiger als bei den Privatgeschwistern der Inspiron-Serie. Auf edel anmutende Alu-Applikationen oder schmutzanfällige Hochglanzlackierung verzichtet es gänzlich, dafür machen die verwendeten Materialien einen überaus robusten Eindruck.
Dank Dual-Core-Prozessor kommt die Leistung dabei trotzdem nicht zu kurz. Lesen Sie in einem der ersten Tests, wie sich das Latitude D531 in der Praxis schlägt.
Auch als Privatkunde kann es sich durchaus lohnen, einen Blick in die Business-Abteilung von Dell zu werfen. Dort steht ab heute das preiswerte Latitude D531, das bei gleicher Bildgröße erheblich leichter und weniger klobig ausfällt als die beliebten Inspiron-Modelle.
Wie das widerstandsfähige Outdoor-Notebook Latitude ATG besitzt das D531 einen eingebauten Sensor, der die Bildschirmhelligkeit abhängig von den Lichtverhältnissen regelt und Stromsparen hilft, seinen Dienst beim Testgerät aber leider verweigerte.
Geschwindigkeitsprobleme bei Office-Software, Internetsurfen und anderen Standardprogrammen sind dem AMD-Prozessor weitestgehend fremd, hier bleiben noch Reserven für anspruchsvollere Tätigkeiten.
Auf den ersten Blick gefällt vor allem die umfangreiche Ausstattung des vorliegenden Testkandidaten: Wireless LAN, FireWire, ein Monitor-Anschluss und vier USB-Ports gehören zwar zum üblichen Standard, dafür sind Gigabit-Netzwerk, Bluetooth, TV-Ausgang und der einfach einsteckbare Zweitakku alles andere als selbstverständlich.
Zum effizienten Büro-Einsatz passen auch die Eingabegeräte des D531. So hinterlassen die Touchpad-Tasten einen bedeutend kompetenteren Eindruck als bei der hauseigenen Inspiron-Konkurrenz, was allerdings kein großes Kunststück darstellt.
Die Farbdarstellung zählt nicht zu den Stärken, zumal Buntes von sichtbarer Mattheit geschlagen ist. Außerdem schwächelt die Homogenität in den Außenbereichen und lässt das Bild dort etwas dunkler erscheinen. Schwarz und Weiß wird akzeptabel bis gut dargestellt, doch bei Ersterem trübt ein heller ausgeleuchteter Streifen am unteren Rand die Vorstellung. Bei Grautönen stuft das Display nur unregelmäßig ab und lässt sehr dunkle Werte gerne ins Schwarze abdriften.
Ordentliche Laufzeit
Eine Laufzeit von glatten drei Stunden im unausgelasteten Normalbetrieb ist nicht gerade viel, aber auch nicht zu wenig. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, gegen einen vertretbaren Aufpreis einen leistungsstärkeren Akku zu ordern und/oder für etwas mehr den DVD-Brenner durch eine weitere Stromversorgung zu ersetzen. Allerdings muss dabei gleichzeitig eine spürbare Gewichtserhöhung in Kauf genommen werden.
Auffällig nach längerem Benchmark-Betrieb ist der übermäßig hohe Lärmpegel des Lüfters, der den Ohren empfindlich zusetzt. Dafür blieb die Geräuschentwicklung bei einem mehrstündigen Stresstest mit "Prime95", der beide Prozessorkerne konstant zur Hälfte auslastet, trotz hörbaren Rauschens auf einem durchaus vertretbaren Niveau. Im Leerlauf lässt sich der Lüfter hingegen meist gar nicht hören, dreht nach einigen Minuten Zurückhaltung aber immer wieder für ein paar Sekunden auf.
Dell Latitude D531
Das Dell Latitude D531 Notebook hat ein 15,4 Zoll Display mit einer Auflösung von 1440x900 Pixeln im 16:10 Format. Windows XP ist als Betriebssystem vorinstalliert. Der Arbeitsspeicher beträgt 2GB. Der Bildschirm stellt sich durch einen Sensor automatisch auf die Lichtverhältnisse ein. Die Akkulaufzeit beträgt etwa 3 Stunden. Der Latitude D531 hat ein Gewicht von 2,7kg.


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