Das Musik-Portal auch außerhalb der USA nutzen
Tutorial: Pandora mit Proxys in Deutschland empfangen
Moritz Zielenkewitz
Bei der Auswahl ist zum einen natürlich der Standpunkt des Proxys wichtig, der mit United States angegeben sein sollte. Zudem sollte aus Geschwindigkeitsgründen ein Transparent Proxy genommen werden. Anonyme Proxys verschleiern zwar zusätzlich die Umleitung, sind aber deutlich langsamer. Das kann sich vor allem dann störend bemerkbar machen, wenn neben dem Pandora-Stream noch Bandbreite für andere Dienste genutzt werden soll.
Für eine saubere Umleitung ist die IP-Adresse des Proxy-Servers notwendig, ebenso der Port, über den die Kommunikation stattfinden soll. Diese Proxy-Einstellungen müssen jetzt dem Browser schmackhaft gemacht werden. Je nach Software funktioniert das anders: Nutzer des Mozilla Firefox navigieren über Extras > Einstellungen > Erweitert > Verbindungen, wählen manuelle Konfiguration und tragen IP und Port in die Zeile für den HTTP-Proxy ein. Erweiterungen wie SwitchProxy oder FoxyProxy erleichtern zudem das Umschalten zum normalen Internetgebrauch.
Unter Opera führt der Weg zu Extras > Einstellungen > Erweitert > Proxyserver - auch hier müssen die Angaben beim HTTP-Proxy gemacht werden. Der Internet Explorer hört auf Extras > Internetoptionen > Verbindungen > Hinzufügen, dann arbeitet sich ein Assistent durch die Proxy-Konfiguration. Unter Umständen funktioniert nicht gleich der erste gewählte Proxy-Server, also nicht direkt aufgeben.
Zwiebeliges Amerika: Das TOR-Netzwerk
Eine weitere Methode für Pandora-Genuss ist das anonymisierende Proxy-Netzwerk TOR (The Onion Router). Hier werden die eigenen Anfragen über eine Reihe von zufällig gewählten Routern umgeleitet und innerhalb dieses Netzes verschleiert. Die kontaktierte Seite erhält dann nur die Informationen des Austritts-Servers. Wie genau TOR funktioniert und wie der Browser eingerichtet werden muss, damit das Proxy-Netzwerk einwandfrei läuft, steht in einer TOR-Anleitung für den Firefox.
Der Haken: Ist der Austritts-Server nicht in den USA stationiert, wurde die Anfrage zwar anonymisiert, wird aber von Pandora trotzdem verweigert. Zwar sind die meisten eingesetzten TOR-Router in amerikanischer Hand, dennoch solle hier auf Nummer sicher gegangen werden. Unter C: > Dokumente und Einstellungen > BENUTZERNAME > Lokale Einstellungen > Tor muss die Datei torrc.orig.1 mit einem Texteditor wie WordPad geöffnet werden. Ganz oben wird Folgendes eingetragen:
ExitNodes "Name eines Routers", "Weiterer Name",...
StrictExitNodes 1
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