Neue Heimat für Fans der Online-Jukebox
Pandora in Deutschland offline - drei Alternativen
Music Markt
Seit Freitag ist es deutschen Netznutzern nicht mehr möglich, auf die Radio-Plattform Pandora.com zuzugreifen. Zum Glück gibt es eine Reihe von Webseiten, die sich als vollwertiger Ersatz für Pandora anbieten.
Pandora beschränkt sein Angebot seit Freitag auf US-Nutzer. Wer mit einer deutschen IP-Nummer auf die Webseite zugreift, wird stattdessen mit einer Entschuldigung der Firma abgespeist. Pandoras Macher sahen sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem sie von Plattenfirmen Klagedrohungen bekommen hatten.
Die Firma hat angekündigt, die individuellen Stationen ihrer internationalen Nutzer nicht zu löschen. Wenn der Service dann Lizenzen im jeweiligen Land bekommt, können diese wieder auf ihre Musikprofile zugreifen. Für deutsche Nutzer dürfte dies jedoch auf absehbare Zeit nicht passieren. Einen offizieller deutscher Ableger wäre für die Firma einfach viel zu teuer.

Traurig aber wahr - die meisten Nutzer außerhalb der USA müssen leider draußen bleiben (Klick vergrößert).
Last.fm: Abstimmungen statt Expertenwissen
Zum Glück gibt es einige Anbieter, die liebend gerne Pandoras Lücke füllen. Zu den bekanntesten Angeboten gehört die britische Netzradio-Plattform Last.fm. Last.fm bietet wie Pandora individualisierbare Radiostationen, setzt dabei jedoch auf komplett auf den Geschmack seiner Nutzer.
Während bei Pandora Musik-Experten Songs klassifizieren, setzt Last.fm auf so genannte kollektive Filter. Die Plattform sucht dafür nach Nutzern mit ähnlichen Geschmacksvorlieben und lernt von ihren Bewertungen, um so ein persönliches Radioprogramm zusammenzustellen. Gerade bei ungewöhnlichen Musik-Vorlieben klappt dies oftmals sogar besser als die Pandora-Methode.
Musicovery: Das Musik-Mosaik
Individualisierte Musikprogramme bietet auch Musicovery.com an. Die Webseite setzt dazu auf ein experimentelles Interface, mit dem sich Musik nach Stimmung, Stil und Epoche suchen lassen. Anfangs ist diese Methode ein wenig gewöhnungsbedürftig, und manch ein Pandora-Nutzer mag wehmütig an die schlichte Oberfläche des US-Dienstes denken. Doch wer Spaß am Spielen hat, kann mit Musicovery einige unterhaltsame Stunden verbringen.
Finetune: Schick und neu
Finetune versucht ebenfalls, sich als Konkurrent zu Last.fm und Pandora zu etablieren. Die Webseite bietet dazu eine sehr schicke Oberfläche, die ein wenig an iTunes erinnert. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, eigene Playlists bei Myspace & Co. einzubinden.
Der Katalog der verfügbaren Titel ist allerdings noch deutlich kleiner als der von Last.fm, und einige Funktionen scheinen auch noch ein wenig zu komplex. Zum Glück gibt es für registrierte Nutzer einen "I'm lazy"-Button, der ganz einfach faules Zurücklehnen erlaubt.
Jetzt sind Sie dran.
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