Der Zoomriese unter den Kleinen
Digitalkamera: Casio Exilim V7 im Test
Am Spielfeldrand stehen und trotzdem ganz nah am Spielgeschehen? Nur in der vierten Konzertreihe gelandet, aber dennoch Auge in Auge mit der Lieblingsband? Mit viel Zoom ist genau das möglich, aber oft sind Kameras mit viel Brennweite auch unhandlich und groß. Casios Exilim V7 bringt ein Siebenfachzoom in einem schlanken, nur 25 Millimeter dicken Gehäuse unter und ist damit die weltweit flachste Digitalkamera mit dieser Zoomstärke. Der netzwelt-Test zeigt, wie weltmeisterlich die neue V7 tatsächlich ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1Erster Eindruck und Design
- 2Technik
- 3Einstellungen
- 4Fotografieren
- 5Fazit
- 6Testbilder
Erster Eindruck und Design
Rund 350 Euro muss der Kunde für das neue Zoomtalent von Casio auf den Tisch legen. Dafür gibt es dann eine kompakte Digitalkamera, die mit siebenfachem optischem Zoom Entferntes sehr gut vergrößern kann. Das Besondere an der Exilim V7 ist die Konstruktion, die über den gesamten Zoombereich die Kompaktheit der Kamera bewahrt, es fährt bei Betrieb kein Objektiv aus der Digitalkamera heraus. Dies wird durch ein vollständig im Metallgehäuse gelagertes Zoomobjektiv ermöglicht. Umgerechnet auf Kleinbildverhältnisse verlangen knappe 270 Millimeter Brennweite jedoch nach viel Platz in der Kamera, wo ist das gesamte Objektiv also versteckt?
Casio Exilim V7
Typisch Casio: Die Docking-Station sorgt auch bei der V7 für Verbindung zu Computer und TV und lädt den Akku.
Ein stabiles Moduswählrad und ein etwas wackeliger Vier-Wege-Controller, der ein wenig besser verarbeitet sein könnte.
Der Schieber vor dem Objektiv ist Schutz und Ein- und Ausschalter zugleich.
Ein langer flacher Lithium-Ionen-Akku sorgte im Test für knapp 200 Fotos Laufzeit und jede Menge Videoaufnahmen.
Die besondere Objektivkonstruktion bewahrt die Kompaktheit der V7, obwohl sie ein mächtiges Siebenfachzoom besitzt.
Wer auf der Vorderseite der V7 in die Objektivöffnung blickt, kann einen kleinen Spiegel erkennen, der den Strahlengang ins Kamerainnere weiterleitet. Dort ist dann das eigentliche Zoomobjektiv entlang der Längsachse der Exilim verbaut. Dadurch sind keine beweglichen Teile des Zooms nach außen hin konstruiert, was zusammen mit der insgesamt hochwertigen Kameraverarbeitung die Robustheit der Kamera bekräftigt. Die Bedienelemente der V7 sind intelligent angeordnet und angenehm mit dem Daumen zu bedienen. Der Schieber auf der Kameravorderseite ist Ein- und Ausschalter und Objektivschutz zugleich und rundet das Hosentaschen-Image der Kamera perfekt ab. Die mitgelieferte Docking-Station ist sowohl komfortable Ladestation als auch schicker Lagerplatz und ein echter Mehrwert.
Flach wie eine kleine, zoomstark wie eine große Digitalkamera - so präsentiert sich Casios neueste Exilim.
Technik
Als ständiger Begleiter ist bei Digitalkameras immer häufiger das Durchhaltevermögen ein wichtiges Kaufkriterium. Bei der EX-V7 liegt dieses mit rund 240 Fotos laut Hersteller im guten Mittelklassebereich und wird durch einen flachen Lithium-Ionen-Akku ermöglicht. Die 38 bis 266 Millimeter Brennweite bescheren siebenfache Vergrößerung, die zusätzlich um einen vierfachen Digitalzoom erweitert werden kann. Angesichts der hohen Auflösung von 7,4 Megapixel kann der Einsatz des Digitalzooms hin und wieder durchaus Sinn machen. Die Lichtstärke von 3,4 im Weitwinkel und 5,3 im Telebereich ist für ein Siebenfachzoom ein tragbarer Wert, der zusammen mit hohen ISO-Empfindlichkeiten das Fotografieren bei wenig Licht erfolgreich gestaltet.
ISO-Empfindlichkeiten werden dank der neuen Exilim Engine 2.0 von ISO 64 bis ISO 800 geboten. Die Kamera selbst hat Zugriff bis auf ISO 1600. Die Exilim Engine 2.0 ist Casios neuester Bildprozessor, der eine verbesserte Rauschunterdrückung und schnellere Reaktionszeiten beschert. In Zusammenarbeit mit der mechanischen Bildstabilsierung der V7 ermöglicht die Exilim Engine der neuen Generation durch Bewegungserkennung und automatische Anpassung der ISO-Empfindlichkeit eine wirksame Bekämpfung von verwackelten Fotos. Erstmals verbaut Casio eine mechanische Bildstabilisierung, die durch Ausgleichsbewegungen des Bildsensors realisiert wird.
