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GeForce 8600 GT im Test: Grafikkarten-Preiskracher
Topleistung und DirectX 10 für wenig Geld

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Nach der mächtigen Mittelklasse namens GeForce 8600 GTS testet netzwelt nun eine Grafikkarte mit dem deutlich günstigeren GeForce 8600 GT. Auf dem Papier hat Nvidias taufrischer DirectX-10-Chip genau so viel drauf wie sein größerer Bruder, unterscheidet sich bloß durch etwas niedrigere Takte. Wir sehen uns an, welches Potenzial wirklich in ihm steckt.

Nach der mächtigen Mittelklasse namens GeForce 8600 GTS testet netzwelt nun eine Grafikkarte mit dem deutlich günstigeren GeForce 8600 GT. Auf dem Papier hat Nvidias taufrischer DirectX-10-Chip genau so viel drauf wie sein größerer Bruder, unterscheidet sich bloß durch etwas niedrigere Takte. Wir sehen uns an, welches Potenzial wirklich in ihm steckt.

Als Protagonist dient die bereits ab Werk übertaktete GeForce 8600GT "XXX" aus dem Hause XFX. Statt mit den gängigen Standardfrequenzen von 540 und 1.400 Megahertz wartet sie mit satten 620 und 1.600 Megahertz auf. Obwohl in puncto Zubehör eher bescheiden, punktet sie immerhin mit einem reizvollen Design: Eine schwarze Platine mit einer schwarz-grünen Anschlussblende macht sie für die Fraktion der Casemodder beziehungsweise optischen PC-Tuner durchaus interessant.

Nvidia GeForce 8600 GT im TestInhalt

Sparsam gebaut

Cooler Störenfried

Megahertz-Märchen

Fazit

Daten und Messwerte im Vergleich

Sparsam gebaut

Im Gegensatz zu den schnelleren Kollegen GeForce 8800 GTX, GeForce 8800 GTS und GeForce 8600 GTS braucht die GeForce 8600 GT nicht etwa einen oder zwei Stromanschlüsse, sondern überhaupt keinen. Das spart nicht nur zusätzlichen Kabelsalat im Rechner, sondern auch Strom. Denn deshalb kann die Grafikkarte nur so viel Energie verbrauchen, wie der PCI-Express-Steckplatz hergibt, nämlich maximal 75 Watt.

Schon die GeForce 8600 GTS trug alles andere als dick auf, doch die GeForce 8600 GT unterbietet die Baulänge noch um etwa einen Zentimeter. Dank des flachen Kühlers beansprucht sie ebenfalls nur einen einzigen Steckplatz. Weiterhin fällt positiv auf, dass die XFX-Karte gleich zwei DVI-Anschlüsse zum digitalen Ansteuern von (Flach-)Bildschirmen bereithält.

In puncto Preis-Leistung-Verhältnis ist die GeForce8600 GT ihren Werkskollegen klar überlegen.

Cooler Störenfried

Anders als bei der kürzlich getesteten GeForce 8600 GTS hört sich der klein geratene Lüfter der GeForce 8600 GT tatsächlich so an, wie er aussieht. Seine geringere Kühlleistung gegenüber größeren Ventilatoren versucht er durch hohe Drehzahlen wieder wettzumachen. Was ihm auch ausgezeichnet gelingt, denn die Grafikkarte wird selbst bei höchster Belastung gerade einmal handwarm. Allerdings nervt der übermäßig hohe Lärmpegel. Selbst im unbelasteten Zustand läuft der Lüfter auf vollen Touren, ein manuelles Nachjustieren per Software ist leider nicht möglich.

Mit ihrem schwarz-grünen Design bietet die übertaktete XFXGeForce 8600GT XXX auch ausgebaut etwas fürs Auge.

Dadurch erhält der auf die Verpackung gedruckte XFX-Slogan "See it - hear it - feel it" eine zwar passende, aber recht ungünstige Bedeutung - überhören lässt sich diese Grafikkarte wohl kaum. Ähnlich laut geht auch Atis Radeon X1950 Pro zu Werke, dafür benötigt die GeForce 8600 GT entschieden weniger Platz und verbraucht etwas weniger Strom. Aber durch die werksseitige Übertaktung entspricht der Energiekonsum der GeForce 8600 GT beinahe exakt dem einer normalschnellen GeForce 8600 GTS.

Kaum eine Karte bietet derzeit so viel Übertaktungspotenzial.

Megahertz-Märchen

Beim Praxistest mit "Half-Life 2" degradiert die Ati Radeon X1950 Pro die GeForce 8600 GT mit klarem Vorsprung, doch in fast allen anderen Wertungsprüfungen behält der Nvidia-Beschleuniger die Oberhand. Mit dem Standardtakt dürfte Letzterer jedoch wieder einen Teil des Leistungsplusses einbüßen. An ihren Grenzen ist die GeForce 8600 GT aber noch längst nicht angelangt. Bereits dem Grafikprozessor (GPU) der GeForce 8600 GTS entlockten wir ohne größeren Aufwand eine Taktsteigerung von satten 100 Megahertz.

Nvidia GeForce 8600 GT im Test

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Auf dem Papier hat Nvidias taufrischer DirectX-10-Chip genau so viel drauf wie sein größerer GTS-Bruder, unterscheidet sich bloß durch etwas niedrigere Takte. Wir sehen uns an, welches Potenzial wirklich in ihm steckt.

Doch selbst das ist nichts im Vergleich zur GT-Variante. In Anbetracht dessen, dass die GPU des vorliegenden XFX-Modells schon bei Auslieferung 80 Megahertz schneller arbeitet, ist das Übertaktungspotenzial geradezu astronomisch. Mit nur grob ermittelten 730 Megahertz liegt die GeForce 8600 GT am Ende fast sage und schreibe 200 Megahertz über dem Standardwert. Damit rennt sie im 3DMark06 sogar einer gewöhnlichen GTS-Variante davon. Nachteil: Beim Spielen gehen die Temperaturen schnurstracks auf 80 Grad Celsius zu und zeigen die Grenzen des verbauten Kühlers.

Temperatur und Übertaktung
 XFX GeForce

8600GT XXX

Foxconn GeForce

8600GTS-256

GPU-Temperatur
Leerlauf48 °C45 °C
Volllast58 °C45 °C
Takt Standard
GPU620 MHz675 MHz
Speicher1.600 MHz2.000 MHz
3DMark065248 3DMarks5652 3DMarks
SM2.0 Score22212400
HDR/SM3.0 Score18882076
Takt Overclocking
GPU730 MHz775 MHz
Speicher1.600 MHz (Standard)2.000 MHz (Standard)
3DMark065761 3DMarks6090 3DMarks
SM2.0 Score24952634
HDR/SM3.0 Score20842252

Fazit

Dass sich das ohnehin schon hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis von Nvidias GeForce-8600er-Serie sogar noch verbessern lässt, stellt die GT-Version eindrucksvoll unter Beweis. Eine Ati Radeon X1950 Pro steht ihr in puncto Preiswert zwar kaum nach, braucht allerdings deutlich mehr Platz und unterstützt kein DirectX 10, wofür aber immer noch keine passenden Spiele erhältlich sind. Für die GeForce 8600 GT XXX von XFX spricht die sehr gute Performance, die den Kauf einer GeForce 8600 GTS fast schon überflüssig machen könnte. Wäre da nicht der laute und etwas leistungsschwache Kühler, der sich leider nur gegen Aufpreis und mit sofortigem Garantieverlust durch ein angenehmeres Exemplar ersetzen lässt.

Award: XFX GeForce 8600GT XXX im Test

Kommentare zu diesem Artikel

Nach der mächtigen Mittelklasse namens GeForce 8600 GTS testet netzwelt nun eine Grafikkarte mit dem deutlich günstigeren GeForce 8600 GT. Auf dem Papier hat Nvidias taufrischer DirectX-10-Chip genau so viel drauf wie sein größerer Bruder, unterscheidet sich bloß durch etwas niedrigere Takte. Wir sehen uns an, welches Potenzial wirklich in ihm steckt.

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  • Tawi schrieb Uhr
    AW: GeForce 8600 GT im Test: Grafikkarten-Preiskracher

    Ich hatte sie, aber sie ist nach 1em Jahr kaputt gegangen. Überhitzt zu schnell. Aber vielleicht liegt das ja an mangelnder Pflege. Aufjedenfall kann man sie nur weiterempfehlen. Chrisis konnte ich flüssig spielen und meine anderen Egos auch.
  • moi2709 schrieb Uhr
    AW: GeForce 8600 GT im Test: Grafikkarten-Preiskracher

    Hatte oder hab die Grafikkarte auch in meinem älteren Gamer PC. Um Spiele in mittlerer Detailraten zu spielen ist sie perfekt geeignet. Auch Crysis konnte ich Problemlos damit spielen. Was im Test nicht geschrieben worden ist, ist das die Geforce 8600GT von Asus Passive Gekühlt ist. Sie wird bei mir maximal 74°C heiss. Mit Gehäuse Lüfter nur 54°C. Daher hab ich sie jetzt in meinem Home Cinema PC.
  • matti865 schrieb Uhr
    AW: GeForce 8600 GT im Test: Grafikkarten-Preiskracher

    Ich hab lange nicht mehr so gelacht! Der Test liegt fast 2 Jahre zurück, irgendwie hast du wohl was verpennt ;-) Schau mal hier: Grafikkarten-Rangliste Leistungbersicht aktueller und lterer Desktop Grafikchips von 3DChip Gruß Matti
  • SgCarter schrieb Uhr
    AW: GeForce 8600 GT

    Also Ich hab Die Grafikkarte Selber und Würde Sie Jedem Empfehlen der Nicht Unbedingt Die neusten Spiele in höchster High End Grafik Spielen Will aber sonst haben Die Sich Von Nvidia richtig ins Zeug Gelegt :respect:

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GeForce 8600 GT im Test: Grafikkarten-Preiskracher
GeForce 8600 GT im Test: Grafikkarten-Preiskracher
Nach der mächtigen Mittelklasse namens GeForce 8600 GTS testet netzwelt nun eine Grafikkarte mit dem deutlich günstigeren GeForce 8600 GT. Auf dem Papier hat Nvidias taufrischer DirectX-10-Chip genau so viel drauf wie sein größerer Bruder, unterscheidet sich bloß durch etwas niedrigere Takte. Wir sehen uns an, welches Potenzial wirklich in ihm steckt.
http://www.netzwelt.de/news/75516-geforce-8600-gt-test-grafikkarten-preiskracher.html
2007-05-08 15:10:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/geforce_8600_gt_test_intext1_1178549104.jpg
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