Sony Vaio AR im Test: PlayStation für Erwachsene
Standard-Keyboard mit Exoten-Touchpad
Ganz den Musterschüler mimt das Keyboard des Vaio AR, welches in nahezu identischer Form auch im kleinen Vaio C2 zum Einsatz kommt. Es verfügt nicht nur über großzügig dimensionierte Tasten, sondern zählt mit seinem ausgesprochen sauberen und exakten Ansprechverhalten zu dem Besten, was der Notebook-Markt derzeit zu bieten hat. Der Perfektion ein gutes Stück näher wäre die Tastatur jedoch erst mit einem separaten Nummernblock. Wirklich komplette Klaviaturen bieten leider nur die wenigsten Mobil-PCs, darunter zum Beispiel das HP Pavilion dv9200, Alienware Aurora m9700 und Toshiba Satellite P100.
Von eher exotischer Natur ist das Touchpad des Vaio AR, besonders was den Links- und Rechtsklick angeht. Die beiden "Maustasten" bilden eine Einheit mit der verchromten Seitenverzierung und liegen nicht innen, sondern unmittelbar im vorderen Gehäuserand. Was ungewöhnlich aussieht, funktioniert praktisch prächtig: Die Tasten klicken laut, liefern dafür eine knackig-prägnante Rückmeldung. Das Navigationsfeld für den Mauszeiger liegt in einer leichten Vertiefung und sticht lediglich durch seine dunklere Farbgebung hervor. Langsame, punktgenaue Manöver liegen diesem jedoch besser als schnelle Bewegungen.
Tastatur: Fast perfekt, aber ohne Nummernblock
Vorteil Windows XP
Dass die PlayStation 3 im Vergleich zum Vaio AR die flottere Spielgrafik liefert, steht außer Frage, schließlich wurde sie in erster Linie zu diesem Zweck gebaut. Zusammen mit einem schnellen Intel Core 2 Duo erzielt Nvidias Notebook-Grafik GeForce Go 7600 bei guter Qualität dennoch eine überaus ordentliche Spielebeschleunigung. Weiterhin schiebt das reaktionsschnelle Display unliebsamen Schlieren einen wirksamen Riegel vor. Obwohl das Gamer-Notebook Asus G1 mit Windows Vista bei vergleichbarer Ausstattung über leistungsfähigere Grafik verfügt, gerät es bei sämtlichen Spiele-Benchmarks weit in den Rückstand. Ein klarer Wink mit dem Zaunpfahl, dass Windows XP dem neuen Betriebssystem in Sachen Geschwindigkeit immer noch einiges voraus hat.
In Kombination mit dem doppelten Gigabyte Arbeitsspeicher und satten 200 Gigabyte Festplattenkapazität läuft der potente Prozessor jedoch erst bei aufwändiger Multimedia-Bearbeitung zur Höchstform auf. Von Letzterer ist der Lüfter im Normalbetrieb zum Glück weit entfernt und säuselt nur sanft vor sich hin. Das beherzte Aufdrehen bei voller Belastung wirkt zu keiner Zeit wirklich unangenehm, auch wenn das gleichmäßige Rauschen deutlich hörbar zu den Ohren durchdringt. Auffällig ist jedoch die hohe Wärmeentwicklung hinten rechts, wo der Kühler eine Menge heiße Luft an die Umgebung abgibt. Im Gegenzug werden die Auflageflächen für die Hände kaum mehr als lauwarm.
Sony Vaio AR im Test: PlayStation für Erwachsene
Parallelen zur Spielkonsole PlayStation 3 vermittelt es aber nicht nur äußerlich, sondern technisch ebenfalls - spieltauglicher Grafik und optionalem Blu-ray-Laufwerk sei Dank.
Leistung, Bildfläche und Ausstattung werden bei der PlayStation für Erwachsene besonders groß geschrieben.
Das Keyboard verfügt nicht nur über großzügig dimensionierte Tasten, sondern zählt mit seinem ausgesprochen sauberen und exakten Ansprechverhalten zu dem Besten, was der Notebook-Markt derzeit zu bieten hat. Von eher exotischer Natur ist das Touchpad des Vaio AR, besonders was den Links- und Rechtsklick angeht.
Beinahe schon unscheinbar wirken die Bedienelemente am linken Rand, die für den Laufwerksauswurf, die Lautstärkereglung und zwei frei wählbare Funktionen bereitstehen. Sie sind fast nahtlos ins Gehäuse integriert, zusätzlich geben winzige LED Aufschluss über den momentanen Tastatur-Status.
Im Gegensatz zur Lackierung vieler anderer Geräte wirkt der schwarze Glanz des Vaio AR erheblich hochwertiger und nicht wie von unzähligen feinen Kratzern durchsetzt. Wahre Augenweiden sind zudem der silberne Vaio-Schriftzug auf dem schönen Rücken und die verchromten, dunkel akzentuierten Seitenränder.
Das Vaio AR ist das derzeitige Vorzeige-Notebook aus dem Hause Sony. Mit edlem Klavierlack, gediegenem Anthrazit und dunkler Chromverzierung will es auch danach aussehen.
Durch die wuchtige Erscheinung erhält das eher minimalistisch gehaltene Design dennoch eine angeberische Note, dafür hält das Luxus-Notebook, was seine Optik verspricht - die Verarbeitung dürfte selbst verwöhnte Zeitgenossen zufriedenstellen.
Im unteren Display-Rand stecken die beiden Stereo-Lautsprecher, im oberen eine kleine Webcam mit gerade mal 0,3 Megapixeln und eingebauten Mikrofon hinter verspiegeltem Kunstglas. Viel interessanter ist aber natürlich der Bereich dazwischen, und der hat es wirklich in sich.
Allerdings will die Rechnung mit dem gewollten Understatement nicht so recht aufgehen.
echts neben der Tastatur sitzt ein runder, verspiegelter Einschalter, ein Stück weiter oben befinden sich acht Chrom-Knöpfe zum Steuern der eingebauten Unterhaltungselektronik.
Rein subjektiv wirkt Sonys Top-Modell viel größer, als es mit seinem 17-Zoll-Display wirklich ist. Dazu tragen vor allem weitläufigen Anthrazit-Flächen des schnörkellos-eleganten Interieurs bei.
Das Display des Vaio AR mag nicht perfekt sein, doch beim Abspielen von Videos scheint es sich wie in seinem Element zu fühlen. Hochauflösendes Filmmaterial macht dank der prächtigen Farben und dem hohen Pixel-Aufkommen besonders viel her. Bei ohnehin schon dunkleren Aufnahmen wirkt die Anzeige aber bisweilen zu leuchtschwach. Positiv fällt wiederum das verzeihende Verhalten gegenüber Bildfehlern ins Auge. Akustisch überzeugt das High-End-Notebook mit klaren, aber eher leisen Tönen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Sony Vaio hier.
