Sony Vaio AR im Test: PlayStation für Erwachsene
Versteckte Vielfalt
Auf den ersten Blick scheint der PC-Ersatz nicht sehr viel drauf zu haben, zumindest was die Anschlussmöglichkeiten angeht. Doch sie sind einfach nur hervorragend versteckt. Während die ausziehbare Blende für Netzwerk und Modem wegen entsprechender Symbole noch sehr einfach auszumachen ist, musste der Tester nach der Klappe für die Video-Schnittstellen erst noch suchen. Dafür sind die Entdeckungen dann umso ansehnlicher.
Außer dem üblichen Analog-Ausgang für externe Monitore bietet das Vaio AR sogar HDMI für "HD Ready"-Geräte. Links daneben kommen ein S-Video-Ein- und Ausgang, Line-In und i.Link respektive FireWire hinzu. Doch auch das Offensichtliche überzeugt: Direkt von außen zugänglich sind Anschlüsse für Kopfhörer, Mikrofon, optisches S/PDIF sowie SD-Karten und Memory Sticks. Mit gleich zwei Schächten für ExpressCard- und PCMCIA-Karten steht späteren Erweiterungen nichts im Wege, dafür sind insgesamt drei USB-Ports für ein Notebook dieser Größenordnung alles andere als üppig.
Trotz versuchten Understatements prahlt dasVaio AR mit seinem guten Aussehen geradezu.
Farbenprächtig
Im unteren Display-Rand stecken die beiden Stereo-Lautsprecher, im oberen eine kleine Webcam mit gerade mal 0,3 Megapixeln und eingebauten Mikrofon hinter verspiegeltem Kunstglas. Viel interessanter ist aber natürlich der Bereich dazwischen, und der hat es wirklich in sich. Eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln tut selbst der höchsten Blu-ray-Qualität Genüge, als Dreingabe gibt es eine schlichtweg bestechende Schärfe. Damit wirken die Desktop-Schriftarten in der üblichen Standardgröße von Windows XP schon eine Spur zu klein, was sich aber einfach korrigieren lässt.
Zweifellos zählen die kräftigen Farben zu den größten Stärken der 17-Zoll-Bildfläche. Sie strahlen regelrecht und gleichen mit ihrer angenehm warmen Darstellung einem Erholungsurlaub für die Augen. Weniger erholsam sind allerdings die starken Spiegelungen, die sich bei ungünstigen Lichtverhältnissen ungefragt einmischen. Ältere Geräte mit Sonys "X-Black"-Technologie reflektieren zwar sichtbar heftiger, doch auch die überarbeitete Fassung lässt noch viel Raum für Verbesserungen. In puncto Helligkeit bestehen zwar kaum Reserven nach oben, doch die Leuchtkraft überzeugt und verursacht auch auf Dauer keine Kopfschmerzen.
Sony Vaio AR im Test: PlayStation für Erwachsene
Parallelen zur Spielkonsole PlayStation 3 vermittelt es aber nicht nur äußerlich, sondern technisch ebenfalls - spieltauglicher Grafik und optionalem Blu-ray-Laufwerk sei Dank.
Leistung, Bildfläche und Ausstattung werden bei der PlayStation für Erwachsene besonders groß geschrieben.
Das Keyboard verfügt nicht nur über großzügig dimensionierte Tasten, sondern zählt mit seinem ausgesprochen sauberen und exakten Ansprechverhalten zu dem Besten, was der Notebook-Markt derzeit zu bieten hat. Von eher exotischer Natur ist das Touchpad des Vaio AR, besonders was den Links- und Rechtsklick angeht.
Beinahe schon unscheinbar wirken die Bedienelemente am linken Rand, die für den Laufwerksauswurf, die Lautstärkereglung und zwei frei wählbare Funktionen bereitstehen. Sie sind fast nahtlos ins Gehäuse integriert, zusätzlich geben winzige LED Aufschluss über den momentanen Tastatur-Status.
Im Gegensatz zur Lackierung vieler anderer Geräte wirkt der schwarze Glanz des Vaio AR erheblich hochwertiger und nicht wie von unzähligen feinen Kratzern durchsetzt. Wahre Augenweiden sind zudem der silberne Vaio-Schriftzug auf dem schönen Rücken und die verchromten, dunkel akzentuierten Seitenränder.
Das Vaio AR ist das derzeitige Vorzeige-Notebook aus dem Hause Sony. Mit edlem Klavierlack, gediegenem Anthrazit und dunkler Chromverzierung will es auch danach aussehen.
Durch die wuchtige Erscheinung erhält das eher minimalistisch gehaltene Design dennoch eine angeberische Note, dafür hält das Luxus-Notebook, was seine Optik verspricht - die Verarbeitung dürfte selbst verwöhnte Zeitgenossen zufriedenstellen.
Im unteren Display-Rand stecken die beiden Stereo-Lautsprecher, im oberen eine kleine Webcam mit gerade mal 0,3 Megapixeln und eingebauten Mikrofon hinter verspiegeltem Kunstglas. Viel interessanter ist aber natürlich der Bereich dazwischen, und der hat es wirklich in sich.
Allerdings will die Rechnung mit dem gewollten Understatement nicht so recht aufgehen.
echts neben der Tastatur sitzt ein runder, verspiegelter Einschalter, ein Stück weiter oben befinden sich acht Chrom-Knöpfe zum Steuern der eingebauten Unterhaltungselektronik.
Rein subjektiv wirkt Sonys Top-Modell viel größer, als es mit seinem 17-Zoll-Display wirklich ist. Dazu tragen vor allem weitläufigen Anthrazit-Flächen des schnörkellos-eleganten Interieurs bei.
Schwarz wird, bis auf einen helleren Streifen am unteren Rand, gut, Weiß leicht angegraut dargestellt. Darüber hinaus schwankt die Ausleuchtung der Farben besonders am unteren und rechten Rand und lässt die Kolorierung dort etwas dunkler erscheinen. Außerhalb der Testbilder ist dies dem Display aber nur selten anzumerken. Von grauenhaft kann bei der Differenzierung zwischen Graustufen keine Rede sein: Einerseits treten bei großflächigen Verläufen zwar deutliche Querstreifen auf, andererseits bleiben sogar sehr helle und dunkle Grautöne noch sichtbar. Bei der Blickwinkelabhängigkeit schneidet das Display jedoch nur mittelmäßig ab.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Sony Vaio hier.
