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29.04.2007
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Nvidias günstige DirectX-10-Grafikkarte für Windows Vista

Test: GeForce 8600 GTS vs. Radeon X1950 Pro

Grafikkarten

Kein Freund der leisen Töne ist die Radeon X1950 Pro: Der Lüfter dreht bereits im Leerlauf derart vehement auf, als ob es der Grafikkarte um Leib und Leben ginge. Daran ändert auch die schiere Größe des Kühler-Corpus herzlich wenig. Immerhin bleibt eventuellen Misstönen wie ebenfalls pfeifenden Spannungswandlern somit keine Möglichkeit, sich akustisch durchzusetzen. Im Leerlauf rangiert die Temperatur sogar unter 8600-GTS-Niveau, dafür fällt sie bei voller Belastung um fast 20 Grad Celsius höher aus.

Overclockers Liebling

An der GeForce 8600 GTS dürften ambitionierte Overclocker ihre helle Freude haben. Ohne viel Feintuning erreicht die GPU eine um satte 100 Megahertz höhere Frequenz als vorher, was sich wiederum äußerst positiv auf die Leistung niederschlägt. Zudem ist kein lauteres Lüftergeräusch wahrnehmbar. Mit effektiven 2.000 Megahertz kratzt der Speichertakt aber bereits am Grenzbereich und lässt sich nicht mehr nennenswert steigern. Bei der vorliegenden Radeon X1950 Pro flackert der Bildschirm schon bei minimalen Korrekturen nach oben, was zwar Spielen möglich, aber keinen Spaß macht.

Test: GeForce 8600 GTS vs. Radeon X1950 Pro

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Die Kühlung der 8600 GTS arbeitet nicht
nur leise, sondern auch effektiv.

Temperatur und Übertaktung
Foxconn GeForce
8600GTS-256
Sapphire Radeon
X1950 Pro
GPU-Temperatur
Leerlauf 45 °C 41 °C
Volllast 45 °C 64 °C
Takt Standard
GPU 675 MHz 580 MHz
Speicher 2.000 MHz 1.400 MHz
3DMark06 5652 3DMarks 5196 3DMarks
SM2.0 Score 2400 1921
HDR/SM3.0 Score 2076 2144
Takt Overclocking
GPU 775 MHz entfällt
Speicher 2.000 MHz (Standard) entfällt
3DMark06 6090 3DMarks entfällt
SM2.0 Score 2634 entfällt
HDR/SM3.0 Score 2252 entfällt

Synthetischer Vorsprung, praktischer Rückstand

Aus den synthetischen Testläufen mit 3DMark und Aquamark geht die GeForce 8600 GTS als klarer Sieger hervor. Die hier ermittelten Werte liefern zwar nicht immer direkte Rückschlüsse auf die tatsächliche Spiele-Leistung, aber zumindest grobe Richtwerte für das zugrunde liegende Performance-Potenzial. Weniger eindeutig hingegen das Resultat bei den Praxis-Benchmarks mit "Half-Life 2" und "Prey". Bei Letzterem gewinnt die Radeon X1950 Pro sogar merklichen Vorsprung, dafür gerät sie bei "Half-Life 2" mit einigen Bildern pro Sekunde in den Rückstand.

Für Besitzer einer Radeon X1950 Pro bringt der Umstieg auf eine GeForce 8600 GTS also noch keine größeren Vorteile. Besonders das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis der Ati-Grafikkarte macht sie nach wie vor für anspruchsvolle Gamer attraktiv, die für gute Bildqualität nicht gleich ihr Sparschwein sezieren wollen. Finanziell gesehen ist die GeForce 8600 GTS aber mindestens ebenso interessant. Interessanter als eine gute DirectX-9-Grafikkarte wird sie allerdings erst dann, wenn endlich die ersten DirectX-10-Spiele in den Handel kommen. Momentan verpufft der technologische Vorteil einfach am fehlenden Einsatzgebiet.

GeForce 8600 GTS und Radeon X1950 Pro im Test

  • GeForce 8600 GTS und Radeon X1950 Pro im Test
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