ViewSonic V212 im Test: Surfbrett fürs Wohnzimmer
Mailen, Surfen und mehr
Die Alternative zu Stift und Maus klingt nicht bloß wie ein liebloser Gummipfropfen, sondern fühlt sich auch so an - selbst mit den eigenen zehn Finger fällt das Eingeben weitaus leichter. Daneben vermittelt die Dockingstation eine ausgesprochen ansehnliche Wertigkeit, nicht zuletzt wegen der dicken Halte-Strebe aus Metall. Das hohe Gewicht von über 770 Gramm und fünf Gummistopper unter dem Fuß sorgen für einen festen Stand.
Für die ein oder andere Notiz zwischendurch stellt das auf Windows CE basierende Gerät das gute alte Wordpad bereit. Allerdings ist das Verfassen längerer Texte mit der Bildschirmtastatur ein recht mühseliges Unterfangen. Kürzere E-Mails gehen dennoch leicht von der Hand, ebenso wie der Versand und Empfang elektronischer Nachrichten. Darüber hinaus steht für die Kommunikation per "Instant Message" der Windows Messenger bereit.
Navigiert wird per Stift, alternativ lassen sichauch Maus und Tastatur anschließen.
Mit seinem ausgesprochen gering bemessenen Arbeitsspeicher von verfügbaren 96 Megabyte ist das V212 vielleicht nicht das schnellste Surfbrett auf dem Markt, fürs Internetsurfen jedoch völlig ausreichend. Es dauert zwar ein paar Sekunden, bis die gewünschte Seite auf dem Schirm erscheint, dafür erscheint beispielsweise die netzwelt-Website in voller Breite. In vertikaler Hinsicht muss der Scroll-Balken des öfteren konsultiert werden, doch die angenehme Bild- und Schriftgröße macht das Lesen zu einer ausgesprochen leichten Übung.
Beim vorliegenden Testgerät verlor der Touchscreen aus ungeklärten Gründen mehrmals seine Kalibrierung und der Stift traf ins Leere oder auf die falsche Taste. Laut ViewSonic handele es sich dabei um einen Einzelfall. Wenn er gerade nicht gebraucht wird, parkt der Stift in einer Art "Garage". Schnurlose Mäuse mit Mini-Empfänger wie beispielsweise die Microsoft Wireless Laser Mouse 8000 verkraftet der schlanke PC ebenfalls problemlos.
ViewSonic V212 Wireless Display im Test
Wer statt des Stifts lieber auf die üblichen Eingabegeräte setzt, kann das digitale Tablett auch hochkant in der mitgelieferten Dockingstation aufstellen. Weiterhin steigert letztere die Kontaktfreude um zwei weitere USB-Ports sowie einen Netzwerk- und Stromanschluss.
Alle Knöpfe für Links- und Rechtsklick, Bildschirmtastatur und Internet-Startseite reagieren leise, kurz und knackig. Von dem kleinen Steuerkreuz am rechten Rand lässt sich das leider nicht behaupten.
Navigiert wird wie bei einem Tablet-PC per Stift und Touchscreen. Als bequeme Möglichkeit, um den heimischen Rechner fernzusteuern, eignet er sich außerdem.
Edel wirkt die schwarz-silberne Plastikwüste nicht gerade, doch die Verarbeitung stimmt und hinterlässt einen robusten Eindruck. Das Display lässt sich allenfalls mit Gewalt verbiegen und verursacht keine unschönen Knarzgeräusche.
Die Dockingstation vermittelt eine ausgesprochen ansehnliche Wertigkeit, nicht zuletzt wegen der dicken Halte-Strebe aus Metall. Das hohe Gewicht von über 770 Gramm und fünf Gummistopper unter dem Fuß sorgen für einen festen Stand.
Für adäquate Leistung sorgt ein besonders genügsamer ARM-Prozessor, der einen lüfterlosen und absolut lautlosen Betrieb gestattet.
Fernbedienung für Fortgeschrittene: ViewSonics Wireless Display V212 wiegt so viel wie ein superleichtes Subnotebook, kostet aber deutlich weniger. Dennoch beherrscht der übergroße PDA auch Büro-Aufgaben und mobiles Internetsurfen via Wireless LAN.
Je nach Bedarf kommt der Strom aus der Steckdose oder für sechs Stunden aus dem herausnehmbaren Akku. Bereits im Gerät inbegriffen sind WLAN-Anbindung, 256 Megabyte Flash-Speicher sowie ein Mini- und zwei ausgewachsene USB-Anschlüsse für MP3-Player, Maus oder Tastatur.
Schnellstart in sieben Sekunden
Gerade mal sieben Sekunden vergehen, bis das Display aus dem energiesparenden Schlafzustand erwacht. Gegenüber gewöhnlichen Notebook-Displays besitzt es den wichtigen Vorteil, dass eine bauartbedingt hohe Resistenz gegen Schmutz und Kratzer mitbringt. Staub und Fingerabdrücke haben es da schwer und verschwinden nach der Bekanntschaft mit dem Wischtuch schnell wieder von der Bildfläche. Letztere spiegelt je nach Einsatzort allerdings deutlich.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Tablet-PC hier.
