Playstation 3 im Test: Klassenprimus oder Hinterbänkler?
Die Benutzeroberfläche XMB:
"Ridge Racer 7" kann hingegen weit weniger überzeugen. Obwohl ebenfalls als Arcaderennspiel konzipiert, bleibt der Spieler oft mit einem gedanklichen Fragezeichen vor dem Bildschirm. Völlig unrealistische Drifts und eine schlampig programmierte, ruckelige Kollisionsabfrage sorgen für eine Physik, die nicht von dieser Welt ist, und hinterlassen einen halbfertigen Eindruck. So werden höchstens die Fans japanischer Driftrennen zufriedengestellt, ansonsten kann die neueste Version des Rennspiels nicht punkten.
Ebenso urjapanisch ist "Genji: Days of the Blade". Das Actionadventure spielt im historischen Japan, wo man als Samurai gegen die Übermacht eines feindlichens Clans ankämpfen muss. Um Eintönigkeit zu vermeiden, trifft der Protagonist auf seinem Weg insgesamt drei Gefährten, die sich ihm anschließen. So kann man während des Spiels zwischen vier Kämpfern und deren individuellen Stärken umschalten.
Die Steuerung ist gut gelöst, die Grafik liebevoll gestaltet, lediglich die Perspektivenwechsel können gewaltig an den Nerven der Freunde fernöstlicher Kampfkunst zerren. Denn die Kamera schwenkt und rotiert mitunter in völlig sinnlose Perspektiven, sodass man den Helden beispielsweise kurzzeitig von vorne sieht, was eine gute Übersicht wirkungsvoll verhindert. Zudem ändert sich wärend der Rotation auch die Steuerungsrichtung, sodass man plötzlich unverhofft eine neue Richtung einschlägt.
PS3: Genji
Unser Gefährte teilt lieber mit einer massiven Säule aus, statt mit kümmerlichen Schwertern
Vervollständigt wird das Quintett vom Shooter "Restistance: Fall of Man". Das Ballergame spielt im Jahr 1951, allerdings unter ganz anderen Voraussetzungen als in der Realität. Den zweiten Weltkrieg hat es nicht gegeben, aber eine aggressive Rasse, die "Chimeras" schickt sich an, die Erde zu erobern. Die zur Verteidigung der Menschen eingesetzten Truppen werden vernichtend geschlagen, nur einer bleibt übrig. Genau - der Hauptdarsteller. Klingt nicht besonders innovativ und spielt sich auch nicht so.
"Cross Media Bar" nennt Sony die GUI der Playstation3. Vielen dürfte der Name bekannt vorkommen, denn die tragbare Playstation Portable verwendet annähernd die gleiche Oberfläche. Ähnlich wie beim Windows Media Center gibt es die horizontale und vertikale Menüführung. Sony setzt auf Multimedia und erlaubt der PS3 Fotos, Musik und Filme abzuspielen. So wird die PS3 ansatzweise zum Mediacenter. Zu den unterstützten Formaten zählen MPEG2 und MPEG4 AVC - also H.264.
XMB kann per Controller, der optionalen Fernbedienung oder USB-Tastatur bedient werden (Klick vergrößert).
Damit der schwarze Spielgefährte die Videos akzepiert, müssen sie jedoch in der richtigen Auflösung sein. PAL, also 720 x 576, scheint sie nicht zu mögen. Abhilfe schaffen da Tools, die Videos speziell für die Playstation transkodieren können. Damit ist es ein Leichtes, die PS3 mit Medien zu füttern. Dies ist per Speicherkarte, USB- oder optischem Medium möglich. DVDs und Blu-ray-Disks spielt sie ebenso wie Audio-CDs. Als nettes Bonbon hat die XMB-Oberfläche einen Webbrowser, um die Welt des Internets vom Sofa aus zu erkunden.
Damit beim Zocken keine Einsamkeit aufkommt, bietet Sony eine Onlineplattform für PS3-Besitzer. Das Playstation Network erlaubt Multiplayer-Sitzungen übers Internet, bietet Inhalte wie Strecken und Autos zum Download, um Spiele zu erweitern und soll in Zukunft zum virtuellen Treffpunkt werden. Denn mit "Sony Home" entsteht eine Onlinewelt wie Second Life. Im Gegensatz zur Konkurrenz von Microsofts "XBox Live" ist das Playstation Network bis auf die kompletten Downloadspiele kostenlos.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Sony Playstation und Sony Playstation 3.

