Qual der Wahl in Frankreich
Internet & Netzwelt: Warteschlangen am Wahlcomputer
Statt den französischen Bürgern die Stimmabgabe zu erleichtern, bewirken die zur Präsidentschaftswahl eingesetzten Wahlmaschinen mitunter das genaue Gegenteil. Aufgrund langer Warteschlangen behielten manche ihre Stimme sogar lieber gleich für sich. Denn wegen Problemen mit dem technischen Umgang sowie dem Aufbau nahm der Urnengang bis zu eine Stunde Zeit in Anspruch.
Zuvor waren die Gegner der elektronischen Wahlmaschinen vor Gericht gescheitert; sie fürchteten die Manipulierbarkeit der ursprünglich aufgestellten Geräte und Fehler bei der Stimmabgabe. Mittlerweile wurden diese jedoch durch amtlich zugelassene Maschinen ersetzt. Nach Angaben von AFP waren vornehmlich ältere Leute mit der Bedienung überfordert, was wiederum für erhebliche Verspätungen sorgte. Außerdem wurde der Wahlgang in Reims durch Probleme mit der Verkabelung hinausgezögert.
Besonders angesichts der regen Beteiligung unter den 44,5 Millionen Wahlberechtigten, von denen rund 1,5 Millionen elektronisch wählen mussten, dürfte die aktuelle "Qual der Wahl" neuen Diskussions-Zündstoff für die Kritiker liefern. In fast jedem Ort mit einer Wahlmaschine bildeten sich auch Protestbewegungen. Auch hierzulande wird der Einsatz von Wahlcomputern von Datenschützern angeprangert.

Der Chaos Computer Club zeigt sich nach der Landtagswahl in Hessen besorgt um die Sicherheit der verwendeten Wahlcomputer. Die Geräte seien über Nacht bei Parteimitgliedern untergebracht gewesen und hätten teilweise nicht auf Anhieb funktioniert. Der CCC kämpft gegen die elektronischen Wahlmaschinen.
Sechs Millionen Dollar Strafe muss ein Mann zahlen, der massenhaft Werbe-Mails innerhalb des sozialen Netzwerks Myspace versendet hat. Zuvor hatte er sich mit geklauten Passwörtern Zugang zu Nutzerprofilen verschafft.
Wenn im Herbst die Bäume ihre Blätter abwerfen, sind Wege, Straßen und Fahrbahnmarkierungen kaum noch zu erkennen. Die Stadtreinigung kämpft Jahr für Jahr gegen das Laub an und setzt dabei gerne auch auf die lautstarken Laubbläser. Nerven Sie die Maschinen? Stimmen Sie ab und diskutieren Sie in unserem Forum.
Faszinierend und zugleich beängstigend waren Computer in den 1970er Jahren. Ein Buch, das sich 1971 dem komplexen Thema "Computer" widmet, können Interessierte jetzt als Scan im Internet durchblättern.
Für 1,3 Millionen Euro hat die Stadt Dortmund einst ihre 290 Wahlcomputer erworben. Durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgericht von 2009 mussten die Geräte nun jedoch endgültig verschrottet werden.




