Kleines Gerät fürs Grobe
Dell Latitude D620 ATG im Test: Naturburschen-Notebook
Benjamin Schnitzler
Dieses Notebook ist soetwas wie ein Masochist unter den tragbaren PCs. Dells Latitude D620 ATG widersteht nicht nur harten Arbeitsbedingungen, sondern auch tollpatschigen Zeitgenossen mit zwei linken Händen, denen die Schwerkraft erhöhte Aufmerksamkeit schenkt. Wo andere Notebooks klein beigeben, soll der robuste Kampfzwerg noch fröhlich weiterschuften. Weitere Besonderheit: ein extrem leuchtstarkes Display.
Ein absolutes Novum ist das potenzielle Outdoor-Notebook zwar nicht, denn Panasonic bietet mit den so genannten Toughbooks bereits seit Jahren entsprechende Mobilrechner an. Dells Gerät fürs Grobe ist allerdings schon ab einem deutlich günstigeren Preis von derzeit 1.299 Euro erhältlich. Dass die Leistung trotzdem nicht sparsam ausfällt, dafür sorgt ein Core 2 Duo-Prozessor von Intel.
Inhalt
Wenig zweifelhaft
Held der Helligkeit
Eingabe-Vielfalt mit Fingerabdruck
Akku mal zwei
Systemleistung satt
Fazit
Alle Daten auf einen Blick
Optisch erinnert das Latitude D620 ATG (All Terrain Grade) an einen muskelbepackten, aber etwas klein gewachsenen Bodybuilder. Im Gegensatz zu anderen Subnotebooks mit 14-Zoll-Display trägt es in jeder Hinsicht etwas dicker auf, was auch am Gewicht nicht spurlos vorübergeht. Mit knapp drei Kilogramm entspricht es dem eines gängigen Mittelklasse-Modells, doch diese sind normalerweise deutlich weniger hart im Nehmen. Es fängt bei den rau lackierten Kanten des Deckels an, die gegen Kratzer und Abnutzungserscheinungen schützen, hört bei der staub- und feuchtigkeitserprobten Tastatur aber längst nicht auf.

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Selbst ein kräftiger Schluck Wasser macht
dem Outdoor-Notebook nichts aus.
Zusätzlich stecken Bildschirm und Festplatte in einem stoßgedämpften Rahmen, um Erschütterungen und Vibrationen Paroli zu bieten. Obwohl Dell das ATG-Notebook im Geschäftskundenbereich ansiedelt, kommt die erhöhte Stabilität auch Frischluft-Fanatikern, Extremsportlern oder ungeschickten Benutzern zugute. Nebenbei erfüllt es sogar den strengen Militärstandard MIL-STD 810F des "Developmental Test Command" der US-Armee (DLC).
Angesichts der hochfesten Verarbeitung bestehen in puncto Widerstandsfähigkeit keinerlei Zweifel. Beispielsweise ist der Deckel bloß wenig dünner als das Unterteil und derart steif geraten, dass er sich mit den Händen kaum verbiegen lässt. Außerdem muss man beim Schließen ernsthaft um seine Finger fürchten, so satt fällt das Display ins Schloss. Geöffnet wird über einen dicken, dunkel verchromten Schieber, der allerdings eine Spur zu locker sitzt. Trotz nur eines einzigen Halte-Hakens liegt der Deckel ohne größere Zwischenräume auf und wackelt lediglich minimal.
Dell Latitude D620 ATG im Test: Naturburschen-Notebook
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