Haltbarkeit von Speichermedien: Wo Daten richtig liegen

CD und DVD: Empfindliche Rohlinge

Im Vergleich zum Flash-Speicher sind CD- oder DVD-Rohlinge bezogen auf den Preis pro Gigabyte deutlich erschwinglicher. Günstige, wiederbeschreibbare DVD-Rohlinge kosten pro Gigabyte mitunter sogar weniger als eine große PC-Festplatte. Für sich betrachtet steht ein Rohling den beiden anderen Speichermedien in puncto Durchhaltevermögen nicht unbedingt nach, fünf bis zehn Jahre sind durchaus denkbar. Dass die Realität meistens anders aussieht, wissen wohl die meisten PC-Besitzer aus eigener Erfahrung: Einmal in der Sonne liegen gelassen oder aus Versehen zerkratzt, schon ist die CD oder DVD nicht mehr lesbar oder wichtige Daten zerstört.

Heutzutage muss ein Rohling nicht nur schnell beschreibbar sein, sondern auch mit möglichst vielen Laufwerken harmonieren und eine hohe Beständigkeit gegen UV-Licht mitbringen. Hier kocht jeder Hersteller sein eigenes Farb-Süppchen, daraus resultieren wiederum die bunten Rückseiten von Rohlingen. Viele tragen ihre eigene Mixtur aus organischen Farbstoffen auf, um eine möglichst hohe Resistenz und Laufwerkskompatibilität zu erzeugen. Deshalb können verschiedene Farbtöne auch auf unterschiedliche physikalische Eigenschaften hindeuten.

Haltbarkeit von Speichermedien: Wo Daten richtig liegen
Im guten alten "Jewel Case" sind CD undDVD immer noch am besten aufgehoben.

Trotz vieler Rohling-Anbieter existieren weltweit nur ein paar große Medien-Hersteller. Der Großteil kommt aus dem asiatischen Raum, zum Beispiel von CMC, Moser-Baer und Ritek. Dennoch sind nicht alle Rohlinge gleich, da sie die Endanbieter zusätzlich nach eigenem Ermessen veredeln. Qualität und Haltbarkeit können zwischen teureren Marken- und billigen No-Name-Produkten mitunter stark schwanken.

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CD und DVD: Begrenzt haltbar

Zumindest theoretisch verkraften CD- und DVD-Rohlinge bis zu tausend Schreibvorgänge, was in Wirklichkeit aber nur selten erreicht wird. Denn allein das häufige Einlegen ins und Herausnehmen aus dem Laufwerk setzt den empfindlichen Medien oftmals derart zu, dass Daten weder gelesen geschweige denn geschrieben werden können. Leidet ein Rohling tatsächlich einmal an Altersschwäche, liegt es an Materialermüdung. Beim Brennen wird die spezielle Beschichtung auf der Rückseite von einem Laser erhitzt, wodurch sich die Lichtdurchlässigkeit für das ebenfalls per Laser stattfindende Auslesen verändert. Irgendwann fehlt dem Material die Fähigkeit, seinen Zustand weiterhin zu verändern und der Rohling wird unbrauchbar.

Bei richtiger Einlagerung spielt es keine Rolle, ob eine CD oder DVD horizontal oder vertikal aufbewahrt wird. Am besten eignet sich dafür eine gewöhnliche Standardhülle aus Kunststoff, das so genannte "Jewel Case". Das dünnere "Slim Case" ist zwar keine unbedingt schlechte Wahl, aber weniger stabil und anfälliger für mechanische Belastungen. Verbogene oder wellige Medien erkennt das Laufwerk nicht mehr und sie können aufgrund der hohen Drehzahl sogar schwere Schäden anrichten. In einem dunklen, trockenen Plätzchen mit Raumtemperatur und ohne übermäßigen Druck von schweren Gegenständen sind CD und DVD am besten aufgehoben.

Haltbarkeit von Speichermedien: Wo Daten richtig liegen
Rohlinge halten oftmals gar nicht langegenug, um an Altersschwäche zu sterben.

Datenrettung und Hersteller-Haftung

Oft hängt der sicherste Platz für wichtige Daten bereits am eigenen Schlüsselbund. Ein USB-Stick mit Flash-Speicher bietet die geringste Ausfallquote und das beste Durchhaltevermögen. Wegen ihrer anfälligen Mechanik bleibt die Festplatte nur zweite Wahl, auch wenn teurere Profi-Modelle eine höhere Lebensdauer als gewöhnliche offerieren. Eigentlich gebührt dem CD- oder DVD-Rohling der zweite Platz, doch den verspielt seine hohe Anfälligkeit für äußere Einflüsse. Außerdem muss für ein optimales Speicherergebnis die Kombination aus Rohling, Laufwerk und Brenn-Software perfekt zusammenpassen.

Vorsicht ist nicht nur die Mutter der Porzellankiste, sondern auch immer noch besser als Nachsicht. Denn eine Datenrettung ist je nach Zustand zwar bei jedem Speichermedium möglich, aber mit zum Teil unerschwinglichen Kosten verbunden, weiterhin ist es eher Glückssache, ob tatsächlich die entscheidenden Daten rekonstruiert werden können. Im Rahmen der Garantie haften die Hersteller zwar für ihre Produkte selbst, aber nicht für die darauf gespeicherten Daten - schon deshalb, weil keine Versicherung leichtsinnig genug wäre, für eventuelle Schadensersatzklagen aufzukommen. Die Vielfalt macht's: Wer sich nicht allein auf ein Speichermedium verlässt, geht das geringste Risiko ein.

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