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19.04.2007
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Extravaganter Mittelklasse-Sportler

Asus G1 im Test: Notebook für Gelegenheits-Gamer

Benjamin Schnitzler

Dem eingesetzten Exemplar von Touchpad macht kaum ein anderes etwas vor. Mit seinen knackigen, satt klickenden Tasten und der sowohl feinfühligen als auch schnellen Oberfläche setzt es die Messlatte für viele andere Hersteller ein gutes Stück höher. Allerdings heizt es sich nach mehrstündigem Notebook-Betrieb spürbar auf, ebenso wie die rechts danebenliegende Sektion. Nicht minder lobenswert arbeitet die Tastatur, die der eher weichen und komfortablen Fraktion angehört, aber dennoch mit präziser Rückmeldung punktet.

Mit der eingebauten GeForce Go 7700 können zumindest Gelegenheits-Gamer durchaus glücklich werden. Mit den grafischen Höchstleistungen eines erheblich teureren Alienware Aurora m9700 oder Dell XPS M1710 kann diese verständlicherweise nicht mithalten, auch das Toshiba Satellite P100 mit GeForce Go 7900 GS geht bedeutend schneller zur Sache. Dennoch: Auf dem netzwelt-Prüfstand liefert das Asus G1 in der Riege der Mittelklasse-Notebooks die bisher beste Spiele-Performance. Größere Vorsprünge gegenüber einem Modell mit älterer GeForce Go 7600 sind jedoch nicht zu erwarten.

Asus G1 im Test

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Eine Silhouette wie aus dem Star Trek-Universum

Ganz schön helle

Ein außergewöhnliches Verhalten legt das G1 beim Booten von Windows Vista an den Tag. Hier sehen wir das Auge des Touchpads auf dem Bildschirm wieder, gepaart mit einer hübschen Flammen-Animation und synthetischem Donnergrollen. Knapp 40 Sekunden später erscheint die mit Transparenzeffekten angereicherte Aero Glass-Oberfläche von Microsofts aktuellem Betriebssystem. Beim Anblick des Displays fühlen sich die Tester-Augen zwar nicht gleich wie vom Blitz getroffen, dafür kann es sich mit einer angenehm hohen Helligkeit sehen lassen - besonders in düsteren Spielewelten ein nicht zu verachtender Vorteil.

Hinter der spiegelnden Bildfläche wirken die Farben zwar weitgehend "echt" und im Zentrum gleichmäßig, könnten jedoch noch ein wenig mehr Kraft vertragen. Die leichten "Schleierwölkchen" an den Ecken und Kanten trüben die gute Darstellungsqualität dagegen kaum. Mit sehr dunklen Grautönen kommt das Display sichtbar besser zurecht als mit sehr hellen, Letztere gleiten mitunter gänzlich ins Weiße ab. Gegen die ordentliche Ausleuchtung und das satte Schwarz gibt es lediglich zwei hellere Streifen einzuwenden, eine schmaler am oberen und ein breiterer am unteren Rand.

Asus G1 im Test: Gamer-Notebook mal anders

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Bauartbedingt leidet der Kontrast bei einem Flachbildschirm, wie er auch in Notebooks verbaut wird, bei Abweichungen vom optimalen Blickwinkel. Im konkreten Beispiel reicht die entsprechende Toleranzgrenze fürs menschliche Auge, bei der das Bild noch ansehnlich bleibt, für zwei Zuschauer nebeneinander. Von weiter unten oder oben betrachtet erscheint die Anzeige jedoch recht schnell dunkler beziehungsweise heller.

Audiovisuelles

Über die für das Mini-Display zuständige Software lässt sich auch das so genannte Direct Flash aktivieren. Eine Option, deren Nutzen sich manchem Buntlicht-Liebhaber erschließen mag, uns aber nicht: Sobald ein Spiel gestartet wird, nehmen die beiden grellgrünen Blinker links und rechts im Deckel ihre Ablenkungsarbeit auf. Im schummrigen Ambiente einer LAN-Party dürfte diese Warnblinkanlage zwar Aufsehen erregen, aber auch den Unmut des gerade aktiven Gamers. Zudem trat die eher fragwürdige Visualisierung auch bei der Wiedergabe eines mit "Xvid" komprimierten Videos mit dem Windows Media Player in Aktion.

Asus G1 im Test: Gamer-Notebook mal anders

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Wer gerade keine Hi-Fi-Anlage zur Hand hat, kann das Gamer-Notebook auch als überteuerten CD-Player missbrauchen. Über eine Taste am vorderen Rand startet der "Audio DJ", der sich aber ausschließlich Audio-CDs genehmigt und bei MP3-Dateien stumm bleibt. Windows wird dafür zwar gar nicht erst bemüht, dennoch entspricht der Stromverbrauch mit 30 Watt dem eines komplett hochgefahrenen Notebooks im Leerlauf. Eher nach Low-Fi klingen die blechernen, übersteuernden Stereo-Lautsprecher, doch für soetwas wurden schließlich Kopfhörer erfunden. Videos präsentiert das G1 trotz seiner etwas grobkörnigen Wiedergabe in ansehnlicher Qualität.

Bei voller Auslastung entwickelt es ein gut hörbares Gebläsegeräusch mit einem leichten, unangenehm hochfrequenten Unterton, ist damit aber ein immer noch angenehmer Zeitgenosse. Im Normalbetrieb sind bedeutend ruhigere Töne angesagt, hier bleibt es bei einem leisen Rauschen ohne nervendes An- und Abschwellen der Lüfterdrehzahl. Sehr lange kann dem allerdings nicht gelauscht werden, denn schon nach knapp zweieinhalb Stunden lechzt der Akku nach der nächsten Steckdose. Beim Spielen sinkt die Laufzeit auf eine magere Stunde und elf Minuten.


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