Praxistest: Navigation per Handy

Weitere Navi-Handys von Nokia

Im Sommer soll auch das Nokia-Handy "6110 Navigator" auf den Markt kommen. Es übernimmt die Typennummer des traditionsreichen Nokia-Business-Handys - die Finnen erwarten auch von diesem Handy, dass es einen ganzen neuen Markt begründet. Wie das bereits lieferbare N95 nutzt der 6110 Navigator das Nokia-Betriebssystem "Series 60". Im Vergleich zum bereits lieferbaren Flaggschiff soll das neue Navi-Handy günstiger sein - im Gespräch ist eine Preisempfehlung von 530 Euro ohne Kartenvertrag. Mit Kartenvertrag dürfte es anfangs zu Preisen ab 99 Euro aufwärts erhältlich sein. Dafür bietet es mit HSDPA, EDGE und umfangreichen Multimedia-Funktionen neben der serienmäßigen GPS-Navigation eine Menge Features fürs Geld.

Nokia 6110 Navigator

Ab Sommer erhältlich: Nokia 6110 Navigator

Als Dritter im Bunde ist auch der heiß erwartete Communicator-Nachfolger E90 mit einem eingebauten GPS-Empfänger bestückt.

Grundsätzlich funktioniert die Smart2Go-Software auf allen Symbian/Serie-60-Modellen. Diese verfügen dann zwar nicht über einen eingebauten GPS-Empfänger, doch dieser lässt sich bei Bedarf als Zubehör (ab etwa 60 Euro) erwerben und je nach Modell per Kabel oder Bluetooth an das Mobiltelefon anschließen.

Bluetooth GPS
Bluetooth-GPS-Empfänger sind als Zubehör im Fachhandel erhältlich
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Wer ein entsprechendes Handy besitzt, kann das Navi-Programm auf der Herstellerseite herunterladen. Wie bei den ab Werk vorinstallierten Programmversionen lädt die Software dann kostenlos die benötigten "Nokia Maps" via Mobilfunknetz - oder auch über ein entsprechendes Hilfsprogramm am heimischen PC. Die Routenführungs-Funktion lässt sich wie beim Nokia N95 beschrieben gegen Gebühr (6,50 Euro für eine Woche bis 70 Euro für drei Jahre) freischalten.

Navi-Handys von weiteren Anbietern

Die neuen Nokias N95, 6110 Navigator und E90 sind jedoch nicht die einzigen Handys beziehungsweise Smartphones mit eingebautem GPS. So findet sich etwa im Angebot von Vodafone der Taschencomputer "VPA compact GPS" (je nach Mobilfunktarif ab 299 Euro). Auf dem UMTS-Gerät, das unter dem Betriebssystem Windows Mobile 5.0 läuft, ist eine Navigationssoftware installiert, die für fünf Euro pro Monat mit Hilfe eines Vodafone-Servers beliebig viele Routen durch Deutschland, Österreich und/oder die Schweiz plant und per UMTS oder GPRS auf das Mobiltelefon überträgt. Bauähnlich ist das Gerät auch als XDA Orbit bei O2 oder MDA Compact III bei T-Mobile erhältlich.

VPA compact GPS
Das VPA compact GPS kostet je nach Vertrag ab 299 Euro.

Alternativ können Vodafone-Kunden, die den VPA compact GPS besitzen, auch von einschlägigen Anbietern wie Tomtom, Navigon, Route 66, Falk oder Navicore eine Onboard-Navigations-Software kaufen und sich so die Datenübertragungskosten für die Offboard-Navigation sparen. Für manche Geräte funktioniert allerdings nur die Offboard-Variante. Dies gilt zum Beispiel für den ebenfalls von Vodafone angebotenen E-Mail-Spezialisten Blackberry 8800, der ebenfalls über einen eingebauten GPS-Empfänger verfügt. Seine begrenzte Rechenleistung reicht allerdings für Onboard-Navigation nicht aus.

Blackberry 8800

Auch das Blackberry 8800 verfügt über einen integrierten GPS-Empfänger.

Wer kostengünstig in die Handy-Navigation hineinschnuppern möchte, kann dies allerdings auch mit Mobiltelefonen, die noch kein eingebautes GPS-Modul bieten. Dazu schließt man wie beschrieben einen externen GPS-Empfänger per Bluetooth oder Kabel an seinem Handy an. Eine kostenlose Navigations-Software für Java-Handys bietet Navigon zum Download auf seiner Website.

Ebenfalls kostenlos zum Download bietet T-Mobile sein Offboard-Programm "Navigate" an. Eine Liste kompatibler Handymodelle finden Sie dort auf der Website. Bezahlt werden muss beim T-Mobile-Angebot allerdings die Nutzung: 99 Cent pro Route.

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