Skype ohne PC: Das Philips VOIP841 im Test

Typisch Skype: Nahezu einheitliche Bedienung

Menü mit Sprachfehlern

Während die jeweils achtsprachig vorhandene, gedruckte Schnellstartanleitung und die auf der beiligenden CD befindliche Dokumentation 58 Seiten je Sprache von perfekten Deutschkenntnissen der Schreiber zeugen, haben sich die Übersetzer der Skype-Firmware den ein oder anderen Fehler geleistet.

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Sätze wie "wollen sie Name und Passw speich für autom. Einbindung?" mögen zwar auf mangelnde Platzverhältnisse auf dem Display zurückzuführen sein, Softkey-Beschriftungen wie Akzept und Ablehn oder Ja und no stellen dagegen vermeidbare Fehlgriffe dar - einfache Symbole wie das grüne Häkchen und das rote X hätten es sicher auch getan. Wer sich an diversen Verstümmelungen und Vergewaltigungen deutscher Wörter nicht allzu sehr stört, sollte mit dem Menü ansonsten gut zurechtkommen.

Die Benutzeroberflächen sämtlicher PC-unabhängiger Skype-Produkte unterscheiden sich kaum voneinander. Wer das Philips VOIP841 bedienen kann, kommt ebenso mit dem Dualphone 3088 von RTX oder dem WSKP100 von SMC zurecht: Kontaktverwaltung, Online-Status und die Verwendung von Zusatzdiensten wie Skype-Voicemail entsprechen einander völlig. In der Standardansicht zeigt das Telefon neben den allseits bekannten Akku- und Antennensymbolen Online-Status, Benutzernamen und Guthaben an.

voip841 seite 1176382721 Klingelsignale und Speicherplätze für Kontakte und stehen zu genüge bereit: 20 Klingeltöne sowie Melodien sind auf dem Gerät gespeichert, die Kontaktdatenbank umfasst 500 Speicherplätze. Da diese sich auf einem Skype-Server befinden, können die Kontaktdaten auch bequem über die Tastatur eingegeben werden, soweit Skype auf dem dazugehörigen Rechner installiert ist. Wählt der Nutzer einen Kontakt aus der Liste, kann er entweder manuell zwischen den Leitungen für Festnetz oder Skype entscheiden oder eine davon vorab festlegen.

Unterschiede gibt es bei den Zusatzfunktionen: So kann das VOIP841 eine eigene Internetverbindung über ein DSL-Modem aufbauen. Die PPPoE-Verbindungsdaten werden einfach über das Mobilteil eingegeben, wenn kein Router vorhanden sein sollte. Das macht aber wenig Sinn, wenn ein Computer die gleichen Verbindungsdaten nutzen soll - der Anschluss an einen DSL-Router ist also vorzuziehen.

Obwohl das VOIP841 die Möglichkeit zur Texteingabe besitzt, ist die skype-interne Chat-Funktion genau wie bei den Konkurrenten nicht aktiviert. Am Mobilteil des VOIP841 wäre noch die nicht gerade selbsterklärende Tastensperre zu bemängeln: Während ein längeres Drücken auf die Rautetaste mit Schlüsselsymbol die Sperre aktiviert, muss für die erneute Freigabe erst die markierte Softkey-Taste, dann das Sternchen gedrückt werden. Die Meldung auf dem Display gibt den zweiten Teil dieser Information aber nicht preis - da hilft nur der Blick in die Dokumentation.

Auch bei der Eingabe von Texten bekommt der Nutzer es wieder mit der Sternchentaste zu tun. Diese steuert nebenbei den Wechsel von Groß- und Kleinschreibung. Wer das VOIP841 an einer Fritz!Box betreiben will, muss auf deren integriertes Kurzwahlverzeichnis verzichten: Die Eingabe von zwei Sternchen hintereinander macht das Skype-Telefon nicht mit - es interpretiert den zweiten Druck auf die Sternchentaste als den Willen, in Großbuchstaben weitertippen zu wollen. Umgehen lässt sich das Dilemma nur mit Hilfe der Sonderzeichentabelle.

Fazit: Warum nicht einzeln und günstig?

Das VOIP841 von Philips überzeugt als Festnetztelefon mit den typischen Leistungsmerkmalen als auch im Skype-Betrieb. Über die kleinen Auffälligkeiten kann der erfahrene Benutzer schnell hinwegsehen. Über den Preis nur schwerlich: Knapp 200 Euro gibt der Hersteller als unverbindliche Preisempfehlung an, in diversen Online-Shops ist es ab etwa 185 Euro zu haben. Skype selbst vertreibt das VOIP841 gemeinsam mit dem USB-Handset VOIP080 zu einem Paketpreis von 179 Euro. Das Handset würde sich mancher sicherlich gerne sparen, könnte er das VOIP841 dafür günstiger erwerben.

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