Test: Microsoft Wireless Entertainment Desktop 7000
Sofa-Souffleur
Keinen unnötigen Bluthochdruck verursachen dafür die zahlreichen Zusatzschalter an den Rändern. Besonders gut gelungen sind die griffigen Bedienelemente zur Wiedergabe- und Lautstärkereglung, die sich stets mit einem satten Klicken zurückmelden. Lediglich ihr etwas lockerer Sitz lässt Raum für Verbesserungen. Ganz links und rechts außen zeigt ein genauerer Blick zum Teil leider unregelmäßige sowie zu breite Spaltmaße. Da es an der Funktionsweise jedoch kaum etwas auszusetzen gibt, geht die Verarbeitungsqualität insgesamt dennoch als ordentlich durch.
Um dem Rechner bequem vom Sofa aus zu flüstern, wie man unterhalten werden will, genügt dem Wireless Entertainment Keyboard 7000 ein winziger Bluetooth-Empfänger. Ein klarer Vorzug gegenüber dem älteren Remote Keyboard, dessen empfindlicher Infrarot-Empfang nicht einmal zum Lieferumfang gehört. Was den Unterhaltungswert anbelangt, geht das neue Modell keine Kompromisse ein. Die unscheinbaren Griffe liegen optimal in der Hand, die Bedienelemente dort, wo die Finger sie erwarten - egal, ob die Tastatur stehend in der Luft oder sitzend auf den Oberschenkeln zum Einsatz kommt.
Microsoft Wireless Entertainment Desktop 7000 im Test
Die Wireless Laser 8000 ist derzeit Microsofts Vorzeige-Maus schlechthin. Sie besitzt ein edles Heck aus silbernem Aluminium, eine schnurlose Bluetooth-Verbindung mit üppiger Reichweite sowie eine Ergonomie, die es Rechts- und Linkshändern gleichermaßen Recht macht.
Zum Glück ist das Wireless Entertainment Keyboard 7000 selbst weit weniger sperrig als seine Bezeichnung. Am höchsten Punkt misst es nicht einmal zwei Zentimeter, außerdem bringt es trotz vier Standard-Batterien nur 770 Gramm auf die Waage.
Würde es nicht in großen Lettern draufstehen, würde hinter dem flachgelegten Funker wohl kaum jemand die Handschrift Microsofts vermuten.
Wer seinen PC als digitalen Alleinunterhalter verwendet, dem bringt eine schwere und klobige Funk-Tastatur oder ein reichweitenschwaches Kabel-Keyboard herzlich wenig. Genau dort setzt das neue Wireless Entertainment Desktop 7000 an.
Dank Bluetooth wird die Reichweite lediglich vom eigenen Sehvermögen begrenzt. Denn ein Bildschirm müsste nunmal sehr groß ausfallen, um auf eine Distanz von zehn Metern noch lesbar zu bleiben.
Angesichts der filigranen Bauweise wirkt es umso erstaunlicher, wie viele Zusatztasten sich auf dem multimedial veranlagten Eingabegerät tummeln. Selbst an eine Alternative zur Maus wurde gedacht.
Statt zwei gewöhnlichen Windows-Tasten neben der Leertaste besitzt das schnurlose Keyboard nur einen dem Startknopf von Windows Vista nachempfundenen, blau unterlegten Schalter in der unteren Mitte. Ein kleinerer, ähnlich aussehender Knopf auf grünem Grund startet hingegen das Media Center.
Endlich entfällt der lästige Batteriewechsel der Maus, denn diesmal liefert Microsoft sogar eine praktische Ladestation mit.
Dabei verwundert es wiederum nicht weiter, dass in puncto Alltags- und Spieletauglichkeit mehr Zugeständnisse gemacht werden müssen. Dazu tragen vor allem der fehlende Nummernblock sowie die sehr schmalen und eng beieinander liegenden Pfeiltasten bei. Andererseits sorgt das sanft gebogene Tastenfeld für eine hervorragende Ergonomie und stellt selbst langjährige Standard-Schreiber vor keine allzu großen Umstellungsprobleme.
Vista-Veranlagung
Rein äußerlich ist das Couch-Keyboard eindeutig auf Windows Vista getrimmt, doch unter dem Vorgänger-Betriebssytem Windows XP funktioniert es mindestens genauso gut. Über den runden Knopf mit der Aufschrift "Minianwendungen" erscheint darunter anstelle der "Sidebar" jedoch die Website von Windows Live auf dem Schirm. Immerhin 14 Zusatztasten können individuell mit gängigen Windows- oder Microsoft-Office-Befehlen hinterlegt und im Bedarfsfall auch einfach abgestellt werden. Die restlichen zwölf bieten zumindest grundlegende Optionen.
Nicht schön, aber funktional: die Konfigurations-
Software der Tastatur (Klick vergrößert)
Mut zur Hässlichkeit beweist die Bedienoberfläche der Konfigurations-Software IntelliType Pro, welche gänzlich ungeniert an das altbackene Design der XP-Vorzeit erinnert. Auf die Schönheit kommt es hier zwar nicht unbedingt an und die Bedienbarkeit gestaltet sich denkbar simpel, doch Konkurrent Logitech liefert mit SetPoint das zweifellos gelungenere Werkzeug.
Links zum Thema
- Microsoft
- Logitech MX 3200 im Test: Schnurloses Desktop-Duo
- Funk-Tastaturen: Cherry eVolution Stingray und Barracuda im Test
- Test: Microsoft Remote Keyboard - Zuchtmaschine für Couch Potatoes
- Microsoft Wireless Laser Mouse 8000 im Test
