Tutorial: E-Mail auf dem Handy

Welche E-Mail-Adressen geeignet sind

Vom Einrichten Ihrer E-Mail-Software auf dem stationären Computer oder Notebook kennen Sie vielleicht schon die E-Mail-Standards POP3 und IMAP4. Praktisch alle E-Mail-Dienste für Privat- wie auch Geschäftskunden basieren auf diesen beiden Protokollen. Der Unterschied: IMAP4 (Internet Message Access Protocol) speichert die Nachrichten grundsätzlich auf dem Mail-Server. POP3 (Post Office Protocol) ist dagegen dafür ausgelegt, dass die Nachrichten vom Server heruntergeladen und lokal auf der Festplatte oder im Flash-Speicher des Mail-Endgeräts aufbewahrt werden.

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Gerade für den Einsatz auf mobilen Geräten bietet IMAP4 Vorteile. Denn weil die Mails zentral gespeichert sind, können Sie mit unterschiedlichen Geräten auf denselben Posteingang und -ausgang zugreifen - etwa wenn Sie nach dem Mail-Abruf auf dem Handy Ihre elektronische Post später auch noch am PC lesen wollen.

Schwierigkeiten durch Authentifizierung

IMAP4 und POP3 sind für den Abruf von Mails ausgelegt. Fürs Versenden gibt es ein eigenes Protokoll namens SMTP (Simple Mail Transfer Protocol). Dieses an sich sehr einfach aufgebaute Kommunikationsverfahren erlaubte früher jedermann, über jeden Mail-Server Nachrichten zu verschicken. Leider haben das die Versender von lästigen Spam-Mails extrem ausgenutzt. Praktisch alle E-Mail-Anbieter verlangen deshalb heute von ihren Kunden, dass sich diese nicht nur beim Empfangen, sondern auch beim Verschicken von E-Mails zu erkennen geben. Diese Funktion heißt "SMTP-Authentifizierung" - doch nicht alle Handys kommen mit dieser Variante zurecht. Neuere Mobiltelefone sind auf diese bei Mail-Providern sehr verbreitete Funktion jedoch in der Regel vorbereitet.

Zugangsdaten des Mail-Servers

Um die E-Mail-Funktion auf Ihrem Mobiltelefon zu konfigurieren, brauchen Sie die Zugangsdaten Ihres E-Mail-Kontos - genau so, wie Sie es vermutlich auch von stationären Computern oder Notebooks kennen. Viele der benötigten Einstellungen können Sie bei Bedarf einfach aus Ihrem PC-Mail-Programm wie "Outlook" beziehungsweise "Outlook Express" unter Windows oder "Mail" unter Mac OS X abschreiben. Das Kennwort Ihres Postfachs wird in den Einstellungs-Dialogen dieser Programme allerdings grundsätzlich verdeckt angezeigt. Sie haben dieses Kennwort aber von Ihrem Mail-Provider zugeschickt bekommen oder es selbst beim Einrichten des Postfachs verändert.

Zugangsdaten unter Microsoft Outlook
Zugangsdaten unter Microsoft Outlook (Klick vergrößert)

Unterstützung durch Online-Konfiguratoren

Um ihren Kunden die vergleichweise komplizierte Einrichtung der E-Mail-Funktion zu erleichtern, bieten T-Mobile, Vodafone und O2 auf ihren Webseiten so genannte Online-Konfiguratoren. Diese Assistenten fragen Schritt für Schritt die benötigten Angaben ab und nehmen automatisch die entsprechenden Einstellungen vor. Die daraus resultierende Konfiguration schickt Ihnen der Mobilfunk-Anbieter dann als spezielle Konfigurations-SMS auf Ihr Mobiltelefon. Wenn Sie diese Einstellungs-SMS empfangen haben, müssen Sie sie nur noch bestätigen - und schon ist das neue E-Mail-Konto auf Ihrem Handy angelegt.

Online-Konfiguratoren im Überblick

T-Mobile: t-mobile.de/email

Vodafone: vodafone.de/hilfe-support/handykonfiguration/96986.html

  • mit Handynummer und Kennwort anmelden
  • Handy-Hersteller und -Typ auswählen
  • gewünschten Dienst (hier: E-Mail) auswählen

Die Online-Konfiguration richtet allerdings nur ein Vodafone-E-Mail-Konto ein - weitere E-Mail-Konten müssen Sie dann gegebenenfalls von Hand ergänzen. Anleitungen dafür finden sich unter vodafone.de/hilfe-support/handykonfiguration/106656.html.

Konfigurationsanleitungen von Vodafone
Konfigurationsanleitungen von Vodafone

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