Richtiges Licht für schwierige Situationen

Fototipp: Ring- und Zangenblitze

Wozu ein Blitzgerät beim Fotografieren benötigt wird, wie es arbeitet und wie Sie es am besten nutzen können, haben wir bereits in den vorangegangenen Fototipps gezeigt. Aber es gibt Foto-Situationen, in denen ein eingebauter Blitz oder auch ein Aufsteckblitzgerät nicht ausreichen, um ein Motiv richtig auszuleuchten. Hier helfen Ring- und Zangenblitzgeräte weiter.

Nikon mit Zangenblitz

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ringblitzgeräte
  2. 2Ringblitzgeräte werden direkt am Objektiv angebracht und umschließen es mit einer oder mehreren ringförmig angeordneten Leuchten.
  3. 3Zangenblitzgeräte
  4. 4Sorgen für eine gute Ausleuchtung in der Makrofotografie: Zangenblitze.

Ringblitzgeräte

Ringblitzgeräte werden direkt am Objektiv angebracht und umschließen es mit einer oder mehreren ringförmig angeordneten Leuchten. Die Lichtverteilung ist so sehr gleichmäßig und macht Ringblitze zu einer geeigneten Lichtquelle, um Aufnahmen im Makrobereich nahezu schattenfrei zu fotografieren. Teurere Geräte bieten die Möglichkeit, die einzelnen Leuchten des Leuchtzirkels separat anzusteuern und so die Ausleuchtung des Motivs kreativer und mit räumlicher Tiefenwirkung zu gestalten.

Olympus-Kamera mit Ringblitz
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Ringblitzgeräte werden direkt am Objektiv angebracht und umschließen es mit einer oder mehreren ringförmig angeordneten Leuchten.

Anwendungsgebiete von Ringblitzen sind meist die Produkt- und Pflanzenfotografie. Im Studio spielt der Ringblitz seine Stärken vor allem durch die gut kontrollierbare Lichtsteuerung aus. Beim Fotografieren von Pflanzen oder Insekten - ob kontrolliert im Terrarium oder unter freiem Himmel - kann ein Ringblitz sehr nützlich sein, um bei geschlossener Blende gut ausgeleuchtete Aufnahmen mit ausreichender Schärfentiefe zu erhalten und sich nicht über Bewegungsunschärfen ärgern zu müssen, die etwa durch einen Windstoß verursacht wurden.

Zangenblitzgeräte

Einen noch flexibleren Einsatz von Blitzgeräten im Makrobereich bieten die so genannten Zangenblitze dem Fotografen an. Hier sind an einer meist ringförmigen Konstruktion um das Objektiv mehrere kleinere Blitzreflektoren angebracht, die aus verschiedenen Richtungen und Entfernungen das Motiv aufhellen können. Je nach Hersteller ist es dabei möglich, dem Blitzsystem weitere Leuchten hinzuzufügen und die Lichtstärke der einzelnen Blitze im Verhältnis zueinander zu steuern.

Sorgen für eine gute Ausleuchtung in der Makrofotografie: Zangenblitze.

So kann die Ausleuchtung nahezu grenzenlos variiert werden. Spannend sind auch Effekte in der Porträtfotografie, wenn ein Modell von so einer Blitzkonstruktion "in die Zange genommen wird". Wie auch reguläre Elektronenblitzgeräte kann der Fotograf die Richtung des Schattenwurfs und die erforderliche Lichtmenge durch Übung meistern.

Die Kommunikation mit der Kamera erfolgt bei beiden Systemen über eine Steuerungseinheit, die am Blitzschuh oder X-Kontakt angeschlossen wird. Die einzelnen Reflektoren sind dann meist über flexible Spiralkabel mit der Steuerungseinheit verbunden.

Auch eine drahtlose Verbindung zwischen der Steuerungseinheit und den Blitzen ist möglich. Diese kabellose Lösung empfiehlt sich vor allem bei "selbst gemachten" Makroblitzen. Hierfür werden mindestens zwei Aufsteck-Blitzgeräte und ein so genannter Transmitter benötigt. Der Transmitter wird auf den Blitzschuh der Kamera gesteckt und sendet den Befehl zum Auslösen der Blitze meist per Infrarot an die Blitzgeräte. Vorteil bei dieser Lösung ist, dass die Blitzgeräte unabhängig vom Objektiv genutzt werden können. Mit Hilfe einer Blitzschiene und eines Stativs lassen sich die Blitze so sehr flexibel einsetzen.

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