Einfaches Digitalisieren von Visitenkarten und Notizen
Link-Wink: Die Digitalkamera als Scanner
Von wegen papierloses Büro: Visitenkarten sind noch immer ein fester Bestandteil unseres Arbeitslebens. Scanr.com will Büroarbeitern jetzt dabei helfen, die kleinen Infofetzen mit Hilfe von Digitalkameras und Mobiltelefonen zu archivieren.
Wer regelmäßig Kongresse oder Messen besucht, kennt das Problem. Den ganzen Tag tauscht man fleißig und pflichtbewusst Visitenkarten aus, die dann abends mit einem guten Gefühl im Gepäck verstaut werden. Daheim schaut man sich die Karten noch einmal kurz an und packt sie dann in eine Box, wo sie ganz einfach vergessen werden. Denn mal ehrlich: Wer macht sich schon die Mühe, die Karten in mühsamer Kleinarbeit abzutippen?
Einfacher geht es mit Scanr.com. Die Webseite bietet ihren Nutzern die Möglichkeit, Fotos von Visitenkarten, Briefen und Schreibtafeln in digitale Dokumente zu verwandeln. Einzige Voraussetzung: Eine Kamera mit einer Auflösung von mindestens zwei Megapixeln.
Scanr in der Praxis
Für einen Kurztest des Angebots gingen wir auf Nummer sicher und fotografierten mit einer Canon Powershot mit vier Megapixeln. Die fertigen Fotos je nach Dokumentenart an eine spezielle E-Mail-Adresse geschickt. Wenige Minuten später meldet sich Scanr.com mit einer Bestätigungs-Mail zurück.

Wer schnell ein paar Notizen eines Meetings digitalisieren und per Mail verschicken will, findet in scanr.com einen nützlichen Helfer (Klick vergrößert).
Nach einer Registrierung der Mail-Adresse lässt sich das Resultat anschließend online betrachten. Helligkeit und Kontrast der abfotografierten Dokumente werden dabei automatisch optimiert. Visitenkarten lassen sich als vCard-Dateien abrufen, Dokumente und Notizen als Grafikdateien oder PDFs.
Texterkennung wird nur für Visitenkarten angeboten. Bei halbwegs scharfen Fotos funktioniert dies auch erstaunlich gut. Standard-Visitenkarten kann Scanr praktisch fehlerfrei einlesen. Extravagante Formatierungen oder ungewöhnliche Angaben müssen dagegen per Hand nachgebessert werden. Auch mit deutschen Umlauten hat Scanr noch so seine Probleme. Das Angebot ist bisher nur für den englischen Sprachraum optimiert. Angenehm: Unscharfe Schnappschüsse quittiert Scanr nicht mit Fehlermeldungen, sondern mit Tipps zur Verbesserung der eigenen Fotos.
Fazit: Ein cleveres Tool
Zugegeben, einen ausgewachsenen Scanner kann Scanr.com nicht ersetzen. Doch wer schnell ein paar Notizen eines Meetings digitalisieren und per Mail verschicken will, findet in der Plattform einen nützlichen Helfer. Auch die Digitalisierung von Visitenkarten ist ausgesprochen praktisch - jedenfalls, wenn es nur um die ein oder andere Karte geht. Wer Hunderte von Visitenkarten in sein digitales Adressbuch importieren will, sollte vielleicht doch lieber über die Anschaffung eines Kartenscanners nachdenken.

Auch Hightech-Hersteller haben ihre Prestigeprojekte. So zeigt Samsung ein Business-Handy, das vom Modehaus Armani optisch verfeinert wurde. Sony Ericsson dagegen setzt auf die Zusammenarbeit mit Dolce & Gabbana und veröffentlicht ein Handy für Frauen.
Zur Digitalisierung von Visitenkarten: Der Kensington PocketScan passt in jede Hosentasche und dank USB auch an fast jeden Computer. Allerdings ist die Menüführung der Software stark gewöhnungsbedürftig.
Wer ein modernes Smartphone mit einer Megapixel-Kamera besitzt, kann seinen regulären Fotoapparat fast schon einmotten. Für die Digitalisierung kleiner Dokumente, zum Beispiel Kassenbelegen, eignet sich das Handy dank sinnvoller Apps auch bedingt als Ersatz des Scanners. Netzwelt zeigt, wie welche Apps nützlich sind.
Google Goggles für Android wurde aktualisiert. Der Suchverlauf, den Nutzer optional aktivieren können, enthält jetzt neue Funktionen. So können zum Beispiel Notizen zum Bild hinzugefügt werden.
Manchmal muss es schnell gehen und da will man keinen Scanner aufklappen oder die Digitalkamera bemühen. In diesen Fällen sind kleine Zettel, Visitenkarten oder Ausweise schnell mit der Scanner-Maus LSM-100 von LG digitalisiert.
Mit der kostenlosen Software "Visitenkarten in 2 Minuten" ist es auch für Menschen mit geringen Computerkenntnissen mit wenig Aufwand möglich, eigene Visitenkarten zu entwerfen. Ein Assistent hilft dabei.




