Preiswerte Alternative zum heimischen Großrechner
Asus A7M im Test: 17-Zoll-Notebook gegen PC-Phobie
Benjamin Schnitzler
Auf Widerstand stoßen wir auch beim Touchpad, doch leider nicht im positiven Sinne. Obwohl der Mausersatz aus Aluminium viel hermacht und sich gut anfühlt, schneidet er schlechter ab als seine Werkskollegen, wie beispielsweise im 15,4-Zoll-Notebook A6Jm. Besonders die rechte Taste reagiert schwammig und träge. Einen deutlich besseren Job erledigt dagegen das linke Pendant, diesem mangelt es zum linken Rand hin aber ebenfalls an Feingefühl. Letzteres stellt sich dafür bei der Bedienoberfläche ein, die zugleich leichtgängig und präzise anspricht.
Solange der Regler auf Anschlag steht, bietet das Display genügend Helligkeit fürs Auge. Ausreichend wäre jedoch die bessere Bezeichnung, denn für mehr als das reicht es beim besten Willen nicht. In puncto Leuchtkraft tendieren die Reserven gegen Null, was auf der anderen Seite wiederum mitverantwortlich für den ausgesprochen niedrigen Stromverbrauch des "kleinen" A7M sein dürfte. Die spiegelnde Hochglanzoberfläche macht das Bild zwar messerscharf, bei ungünstiger Lichteinstrahlung jedoch schlecht lesbar. Die eher mittelprächtige Blickwinkeltoleranz stellt immerhin die Person zufrieden, die gerade vor dem Bildschirm sitzt.
Für ein paar positive Eigenschaften sind die 17 Zoll im breiten 16:10-Format trotzdem gut: Allen voran der sehr gute, von der dunklen Darstellung begünstigte Schwarzwert. Auch die Farben wirken in etwa so wie der Zuschauer es erwartet, allerdings leuchtschwach und mit Grauschleiern in den Ecken sowie an den Kanten. Die Ausleuchtung lässt am oberen und unteren Rand leicht nach, aber in durchaus vertretbarem Maße. Klare Kontrastarmut offenbart der Graustufen-Test, dort schwächelt das Display sowohl bei sehr hellen als auch sehr dunklen Abstufungen.

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Hier ist zum Teil mehr drin, als der
günstige Preis vermuten lässt.
Überraschenderweise liefert das A7M-7S016C gerade bei stärker komprimierten Videos eine gelungene Vorstellung. Zwar lassen sich die Defizite bei der Leuchtkraft auch hier nicht leugnen, dafür wirkt das Bild wie weichgezeichnet und kaschiert gekonnt klötzchenförmige Darstellungsfehler. Dabei pendelt sich die Prozessorauslastung irgendwie zwischen zehn und zwanzig Prozent ein und lässt nebenher noch problemlos andere Anwendungen zu. Praktisch: Die vorderen Schalter für die gängigsten Wiedergabe-Funktionen sind selbst bei geschlossenem Deckel bequem erreichbar.
Ansehnlich ist zwar auch die Präsentation von hochauflösendem Filmmaterial, allerdings steigt dabei die Auslastung auf weit über 50 Prozent und schränkt die Möglichkeiten des Systems erheblich ein. Auch wenn die Wiedergabe weit von einer ruckelnden Diashow entfernt ist, erscheint sie doch subjektiv langsamer als auf schnelleren Rechnern. Beim Notebook-Kino können sich die klar klingenden Stereo-Lautsprecher selbst bei hoher Lautstärke noch hören lassen. Musik tönt bei mehr als halber Lautstärke hingegen ein wenig schrill und übersteuert, aber immer noch besser als bei vielen Konkurrenzmodellen.
Asus A7M im Test
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Zurückhaltende Umwelteinflüsse
In Sachen Geräuschentwicklung und Stromverbrauch übt sich das A7M in Zurückhaltung. Trotz des dauerlaufenden Lüfters bleibt der Betriebslärm auf einem völlig vertretbaren Niveau. Erst beim Abruf der letzten Reserven schwillt das leise Rauschen hörbar an und erhält einen unangenehm hochfrequenten Unterton, schwillt beim Wechsel auf weniger anspruchsvolle Office- oder Internet-Aufgaben aber schnell wieder ab.
Gedämpfte Erwartungen sind bei der Akkulaufzeit angebracht, denn selbst bei leichter Beanspruchung neigt sie sich bereits nach zwei Stunden und zwanzig Minuten dem sicheren Ende zu. Der maximale Stromverbrauch von gemessenen 66 Watt wird nur in den seltensten Fällen erreicht, im Normalfall beträgt er im Schnitt gerade mal 40 Watt. Ein nicht zu verachtender Vorteil gegenüber einem gewöhnlichen Standard-PC.
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