Fototipp: Grundlagen zur Blitzfotografie

Blitzgeräte von Drittherstellern?

Da die Kamera die Funktionen des Blitzgerätes unterstützen muss, ist das Arbeiten mit Zubehör des Kameraherstellers am unkompliziertesten. Denn diese Geräte sind optimal auf die Kameras abgestimmt. Es gibt aber auch vollwertige Alternativen von Fremdherstellern, die zu den einzelnen Modellen so genannte SCA-Adapter ausliefern und so die Kommunikation zur Systemkamera ermöglichen.

Wie arbeiten Blitzgeräte?

Ein Blitz sendet zielgerichtetes Licht für einen sehr kurzen Zeitraum aus. Durch die gezielte Ausleuchtung eines festgelegten Bereiches und einer spezifisch eingestellten Entfernung werden alle Bereiche hinter der ausgeleuchteten Ebene im Vergleich dazu dunkler wiedergegeben, da das Licht mit dem Quadrat seiner Entfernung abnimmt. Der Kontrast im Bild erhöht sich. Wird die Blitzleistung zu hoch eingestellt und der vordere Teil des Bildes dadurch im Verhältnis zum Hintergrund zu stark aufgehellt, büßt das Foto an Dreidimensionalität ein. Daher wirken manche Blitzfotografien flächig.

Nikon D40x
Eingebaute Blitzlichter von digitalen Spiegelreflexkameras werden ausgeklappt und sind genau über dem Objektiv positioniert.

Wenn geblitzt wird, sollten daher alle bildwichtigen Elemente ungefähr die gleiche Entfernung zur Kamera haben. Die Lichtleistung wird bei den neueren Geräten automatisch korrekt abgegeben. Manuell ist nach wie vor darauf zu achten, die Lichtleistung nicht zu hoch einzustellen, beziehungsweise die Blende auf den korrekten Wert zu schließen, um befriedigende Ergebnisse zu erhalten.

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Lichtstimmung

Durch das Aussenden von Licht über eine bestimmt Distanz erhöht der Fotograf zwar die vorhandene Lichtmenge in dem Bereich, vergrößert aber den Kontrast zu dahinter liegenden Teilen des Bildes. Im Extremfall ist der Vordergrund sehr hell und der Hintergrund tiefschwarz. Dadurch flachen Blitze Fotos optisch ab und verändern die Lichtstimmung. Das sind die Argumente aus dem Lager der Blitzgegner, die durch die modernen Blitzgeräte immer weiter entkräftet werden können.

Manuelle Einstellungen am Blitzgerät

Der Fotograf kann die Lichtleistung selber regeln. Zunächst wird am Blitzgerät die eingestellte ISO-Empfindlichkeit der Kamera angegeben und dann die Arbeitsblende errechnet, die der Fotograf an der Kamera einstellen sollte. Dabei hilft die folgende Formel: die Leitzahl des Blitzgeräts (in der Bedienungsanleitung angegeben) wird durch die Entfernung zum Motiv (in Metern) dividiert. Das Ergebnis bezeichnet den Blendenwert bei ISO 100. Bei ISO 200 müsste der Fotograf die Blende um einen ganzen Wert mehr schließen.

Lichtrichtung und Schatten

Wo die Sonne scheint, wirft sie Schatten. Auch künstliche Sonnen unterliegen dieser Gesetzmäßigkeit. Das gerichtete Licht eines Blitzes erzeugt harte, dunkle, scharf abgegrenzte Schattenpartien im Bild. Diese Schlagschatten können durch indirektes Blitzen aber abgemildert und durch den Einsatz mehrer Lichtquellen fast ganz vermieden werden. Wird ein Motiv frontal und parallel zur optischen Achse angeblitzt, werden die härtesten Schatten erzeugt.

Diese liegen direkt hinter dem Motiv beziehungsweise hinter den vorstehenden Bildteilen. Hierzu können auch eine ausgeprägte Nase oder eine Brille zählen, die dann einen deutlichen und meist ungewollten Schatten im Gesicht erzeugen. Wird der Blitz aus der optischen Achse herausgerückt, kann der Fotograf die Richtung und Härte des Schattenwurfs beeinflussen. Bei vielen Blitzgeräten ist es zu diesem Zweck möglich, den Blitzreflektor zu drehen und dadurch indirekt zu blitzen, beispielsweise über eine Wand oder die Decke. Der weitere Lichtkegel des indirekten Blitzes über eine solche Reflektionsfläche sorgt dafür, dass die Schatten diffuser und weicher werden.

Auch besteht die Möglichkeit, per Kabel oder drahtlos den Blitz kamerafern zu nutzen. Profifotografen sprechen hier vom entfesselten Blitzen. Neben den Möglichkeiten des indirekten Blitzes kann der Fotograf so auch direkt, aber trotzdem außerhalb der optischen Achse blitzen. Der so genannte Rote-Augen-Effekt wird hierdurch vermieden und der Fotograf ist in der Lage, die Richtung der Schatten zu beeinflussen.

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