So gelingen Aufnahmen gegen die Sonne

Fototipp: Aufhellblitzen

Die Sonne ist die universelle Lichtquelle unter freiem Himmel - auch für Fotografen. Sie lässt sich aber nicht beliebig positionieren. Die Mär: "Gegen die Sonne zu fotografieren funktioniert nicht" ist weit verbreitet. Mit Hilfe von Überbelichtung oder einem gezieltem Einsatz von Blitzgeräten können Digitalfotografen aber sehr wohl gegen die Sonne fotografieren. Netzwelt sagt Ihnen, worauf es ankommt!

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Fototipp - Aufhellblitzen - Ohne den Einsatz von Reflektoren und eines Aufhellblitzes ist beim gleichen Motiv aus anderer Perspektive zwar das Gemüse durch das Sonnenlicht gut zu erkennen, die Person im Hintergrund verschwindet aber im Schatten.
Ohne den Einsatz von Reflektoren und eines Aufhellblitzes ist beim gleichen Motiv aus anderer Perspektive zwar das Gemüse durch das Sonnenlicht gut zu erkennen, die Person im Hintergrund verschwindet aber im Schatten.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Automatik der Kamera abschalten
  2. 2Warum blitzen, wenn die Sonne scheint?
  3. 3Wie funktioniert's?

Automatik der Kamera abschalten

Häufig reicht es bei Aufnahmen gegen das Sonnenlicht auch schon, die Kamera-Automatik abzuschalten und stattdessen die Belichtung - so die Digitalkamera dies erlaubt - manuell einzustellen. Beim manuellen Überbelichten verlängert der Fotograf die Belichtungszeit, um das Hauptmotiv nicht als Silhouette wiederzugeben. Der Hintergrund wird dann überstrahlt wiedergegeben und der Fotograf geht einen Kompromiss ein, der sich aber zu Gunsten des Hauptmotivs auswirkt.

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Warum blitzen, wenn die Sonne scheint?

Um Schatten abzumildern und das Motiv in gewünschter Richtung auszuleuchten, können schon Reflektoren beispielsweise aus einer speziell beschichteten Folie wichtige Dienste leisten. Sie mildern das Sonnenlicht ab und nehmen ihm zusätzlich etwas von seiner Intensität. Das Licht wird diffuser und damit weicher auf das Motiv zurück geworfen.

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Wenn aber gezielt gegen die Sonne fotografiert werden soll, reicht ein Reflektor häufig nicht aus. Hier kommt dann bei kompakten Digitalkameras der interne Blitz zum Einsatz. Bei digitalen Spiegelreflexkameras sind als Zubehör erhältliche Blitzgeräte, die auf die Kamera aufgesteckt werden, noch wirksamer. Durch das Aufhellblitzen können Hinter- und Vordergrund gut durchzeichnet abgebildet werden, das Motiv im Vordergrund ist also ebenso gut zu erkennen wie beispielsweise die Landschaft im Hintergrund. Der Fotograf setzt der Sonne mit seinem Blitz eine punktuelle Lichtquelle entgegen, die lediglich den Vordergrund - ein paar Meter vor dem Objektiv - beeinflusst.

Wie funktioniert's?

Es gibt keine feststehenden Werte zur Blitzstärke beim Verwenden als Aufheller, da die Lichtverhältnisse der Umgebung je nach Situation unterschiedlich sind. Im Allgemeinen reicht es, mit einem Bruchteil der Leistung des Gerätes zu arbeiten, wenn lediglich Bildpartien aufgehellt werden sollen. Empfehlenswert sind Blitzbelichtungsreihen, wenn die Kamera oder der Blitz diese Funktion anbieten. Externe Blitzgeräte lassen sich in der Regel manuell drosseln. Alternativ kann man im Zubehörhandel Vorsätze zum Abmildern der Lichtleistung erwerben.

Fototipp Aufhellblitzen

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Verwendet man den eingebauten Blitz einer kompakten Digitalkamera oder den so genannte Pop-Up-Blitz, den viele digitale Spiegelreflexkameras bieten, sollte man die Sonnenblende vom Objektiv abnehmen, um dunkle Schatten auf den Fotos zu vermeiden. Das gilt auch wenn ein externes Blitzgerät nur eine geringe Bauhöhe hat und kaum über das Objektiv hinausragt.

Blitze haben die gleiche Farbtemperatur wie Tageslicht, daher muss der Weißabgleich beim Aufhellblitzen nicht unbedingt angepasst werden. Allerdings ist die Farbtemperatur je nach Bewölkungsgrad unterschiedlich. Deshalb sollte der Weißabgleich generell je nach Situation, wenn möglich manuell, angepasst oder aber das RAW-Format verwendet werden.

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