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08.04.2007
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Von wegen HD ready

Ratgeber: Flatscreens für HDTV

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Das halbiert die Menge der zu übertragenden Daten und fällt beim Zuschauer kaum auf. Denn: Durch den schnellen Wechsel verschmelzen die Halbbilder zu einem Ganzen, sie werden quasi ineinander verwoben. Darum heißt das Verfahren auch "interlaced" (engl. "verwoben") - und der entsprechende HDTV-Standard nennt sich 1080i. Die Sparmaßnahme hat nur einen Nachteil: Weil halb so viele Daten übertragen werden wie theoretisch nötig, sehen schnelle Bewegungen in Interlaced-Signalen etwas unscharf aus. Ein so genanntes Progressive-Signal liefert mehr Qualität.

Der Name kommt ebenfalls aus dem Englischen; er beschreibt das Vollbild-Prinzip, bei dem alle Bildzeilen nacheinander (progressive = fortschreitend) auf den Schirm geschrieben werden, nicht abwechselnd mit Zeilensprung wie im Interlaced-Verfahren. Die höchste Bildqualität versprechen somit Vollbilder mit 1920 x 1080 Pixeln - im Fachjargon auch 1080p genannt.

Abspielgeräte für Blu-ray-Disc und HD-DVD sind in der Lage 1080p-Signale zu liefern, der Fernseher muss diese Menge an Informationen aber auch verarbeiten können. Viele ältere Modelle kommen nur mit 1080i klar, weil 1080p in den Spezifikationen des HD-ready-Logos nicht vorgesehen war. Wer die Anschaffung eines hoch auflösenden Disc-Players plant, sollte also auf das kleine "p" in den technischen Daten des Fernsehers achten.

24p - für alles gerüstet

Wer nun denkt, ein LCD und Plasma mit 1080p-Wiedergabe reicht schon aus, um Blu-ray-Discs oder HD-DVDs in maximaler Qualität zu genießen, der sieht sich getäuscht. Die Filmscheiben der nächsten Generation haben noch eine weitere Eigenart: Sie enthalten Videos mit 24 Vollbildern pro Sekunde. Das sorgt für einen Film-Look, wie man ihn aus dem Kino kennt, überfordert aber die meisten Flachbildschirme.

Denn Flatscreens sind ein Programm mit 50 oder 60 Bildwechseln gewohnt. An Videos in 24p hat bei Erfindung des HD-ready-Logos niemand gedacht. Heutige Blu-ray- und HD-DVD-Player rechnen die HD-Videos deshalb auf 60 Hertz um. Dabei entsteht ein leichtes Ruckeln in horizontalen Bildbewegungen. Je nach Betrachter wird dieser Pulldown-Effekt als mehr oder weniger störend empfunden.

Nur Fernseher mit 24p-Wiedergabe können das Problem vollständig lösen. Die sind allerdings noch selten. Pioneer-Plasmas der sechsten und siebten Generation gehören dazu, Sony und Toshiba bringen gerade entsprechende Modelle auf den Markt. Allerdings muss auch der Player mitspielen und unmanipulierte 24p-Signale liefern.

Blu-ray-Player von Sony

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Der Blu-ray-Player Sony BDP-S1E liefert Filme in höchster HD-Auflösung und mit 24 Vollbildern pro Sekunde (24p).


Erst dann holt das Display wirklich alles aus den neuen Laserscheiben heraus. So viel Aufwand lohnt sich freilich nur für Heimkino-Fans. Normale Zuschauer sind auch ohne 24p-Wiedergabe von der Bildqualität begeistert. Selbst auf einem preiswerten HD-ready-Gerät sieht HDTV deutlich besser aus als unser heutiges Fernsehen. So als hätte das "Fenster zur Welt" plötzlich ein paar frisch geputzte Scheiben.


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