Von wegen HD ready
Ratgeber: Flatscreens für HDTV
Dirk Ellenbeck
Seit 2005 gibt es LCD- und Plasma-Fernseher mit dem HD-ready-Logo. Sie sind auf das hoch auflösende Fernsehen HDTV (High Definition Television) vorbereitet und damit eigentlich zukunftssicher. Allerdings schreitet die technische Entwicklung so schnell voran, dass jede neue Geräte-Generation in Bildqualität und Ausstattung zulegt. Das Kürzel "HD ready" reicht zur Unterscheidung schon lange nicht mehr aus. Begriffe wie "Full-HD", "1080p" oder "24p" sollen dem Käufer eine noch bessere Bildqualität signalisieren. Netzwelt erklärt auf den folgenden Seiten, worauf es beim Kauf eines HD-tauglichen Fernsehers ankommt.
Inhalt
- HD-ready - die Mindestvoraussetzung
- Full HD - schärfer als scharf
- 1080p - für Blu-ray und HD-DVD
- 24p - für alles gerüstet
HD-ready - die Mindestvoraussetzung
Flachbild-Fernseher, die vor 2005 hergestellt wurden, sind mit HDTV-Signalen fast immer überfordert. Sie können Programme wie "Premiere HD" nur darstellen, wenn eine Empfangsbox das Bild auf die normale PAL-Auflösung herunterrechnet - was allerdings wenig Sinn macht, denn umgerechnet ins PAL-Format ist ein HD-Programm keinen Deut schärfer als das bisherige Fernsehen. Wer Bilder wirklich in hoher Auflösung genießen möchte, braucht einen "HD ready"-Fernseher. Das Logo "HD ready" wurde vom europäischen Herstellerverband Eicta eingeführt und zeichnet TV-Geräte aus, die ein Display mit mindestens 720 Zeilen besitzen.
Außerdem müssen sie alle nötigen Anschlüsse für eine HDTV-Empfangsbox mitbringen und den Kopierschutz HDCP unterstützen. Über die Qualität des Geräts sagt das Logo freilich nichts aus. Es gibt Käufern allein die Sicherheit, dass der Bildschirm mit HDTV-Signalen nicht schwarz bleibt. Außerdem ist für den Empfang fast immer ein externer HD-Receiver nötig - eine so genannte Set-Top-Box. Nur wenige Fernseh-Geräte von Humax, Loewe oder Metz haben einen Empfänger für hoch auflösende TV-Signale gleich eingebaut.
Um "HD ready" zu sein, muss der Fernseher mindestens 720 Bildzeilen darstellen. Die HDTV-Programme in Europa senden aber mit 1920 x 1080 Pixeln. Sie übertragen also 1080 Bildzeilen und damit mehr als die meisten HD-ready-Displays zeigen. Die überwiegende Zahl der Flatscreens rechnet das Signal einfach auf seine geringere Auflösung um. Dabei geht natürlich Bildschärfe verloren. Nur Geräte, die 1920 x 1080 Pixel auf den Bildschirm bringen, zeigen die volle HDTV-Qualität. Sie sind im Laden an Begriffen wie "Full-HD" oder "1080" zu erkennen.
1080p - für Blu-ray und HD-DVD
Neben Fernsehkanälen in HD stehen den Zuschauern auch die Nachfolger der DVD ins Haus. Blu-ray-Disc und HD-DVD liefern ebenfalls Signale mit 1920 x 1080 Pixeln. Allerdings unterscheidet sich ihr Programm in einem wesentlichen Punkt vom hoch auflösenden Fernsehen: Es enthält Vollbilder. Die TV-Anbieter übertragen ihr Programm seit jeher im Halbbild-Verfahren. Dabei werden abwechselnd gerade und ungerade Bildzeilen über den Sender geschickt.
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Danke für die super Aufklärung.
Bis ich mir allerdings einen LCD- oder Plasma-Fernseher hole, werden noch 1 oder 2 Jahre vergehen.
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