Zum Schießen

Angespielt: Code of Honor - Die Fremdenlegion

Zehn kleine Negerlein trommeln in Afrika hundert weitere zusammen, zetteln eine Revolte an und rufen dadurch die Fremdenlegion auf den Plan. Die hat natürlich keine Angst vorm schwarzem Mann und mäht den Aufstand mit geballter Feuerkraft nieder. Die militärische Intervention kostet viele virtuelle Leben, den Spieler aber gerade mal zehn Euro.

Angespielt: Code of Honor - Die Fremdenlegion
Lebensretter Maschendraht: Gitter und Zäune können nicht durchschossen werden.

Die Schießfiguren der "Terrorist Takedown"-Reihe haben das Laufen gelernt. Statt nur aus Panzern, Jeeps und Flugzeugen zu ballern, nehmen sie neuerdings die Beine in die Hand - und wie üblich eine Menge Bleispritzen. Elf realistische Waffen sorgen für eine - selbst auf Drittweltniveau - außerordentliche Sterberate. Die Falschen trifft es nicht: Terroristen haben die Elfenbeinküste unter ihre Kontrolle gebracht und mit dem Bau einer schmutzigen Bombe begonnen. Für die Fremdenlegion Grund genug, die Schändlichen acht Missionen lang durch Dörfer, Wüsten und Militärbasen zu jagen.

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Schüsse im Shooter-Schlauch

Ihre frisch gewonnene "Beinfreiheit" können Terror-Tadler nur begrenzt auskosten. Jeder Spielabschnitt ist so konzipiert, dass Zäune und Barrikaden den Weg schlauchförmig vorgeben. An einigen Stellen sichern Sprengladungen den Vormarsch, dem sich Feindscharen mit mehr Mut als Verstand zu Fuß oder auf vier Rädern entgegenstellen. Mit Handgranaten und Panzerfäusten lassen sich aber auch Schützenpanzer aus dem Weg räumen. Gestützt auf Script-Ereignisse überfliegen auch (verbündete) Hubschrauber das Krisengebiet, bombardieren Fahrzeuge, werfen Ausrüstung ab.

Getrieben wird das Geballer unter der Sonne Afrikas von der betagten Chrome-Engine. Für ein Billigspiel schlägt sich "Code of Honor - Die Fremdenlegion" in puncto Grafik und Sound trotzdem wacker. Der Spielcharakter, ein gewisser Claude Boulet, lässt sich sogar zu gelegentlichen Kommentaren hinreißen, für Zwischensequenzen hat das Budget nicht gereicht.

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Die polnischen Entwickler bleiben ihrer Linie treu und liefern einfachstes Ego-Ballern ohne taktische Verrenkungen. Aufgrund der Örtlichkeiten und des häufigen Gebrauchs von Zielfernrohren erinnert "Code of Honor" an ein kastriertes "Delta Force". Von amerikanischen Militärs handelt übrigens auch City Interactives nächstes Tontaubenschießen. Der Titel: "The Hell in Vietnam".

Fazit: Ballern nonstop - tausendmal gesehen, meist besser. Enttäuscht wird, wer mehr erwartet als der Schleuderpreis erahnen lässt.

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