Dell Inspiron 1501 im Test: Preiswertes AMD-Notebook
Arbeitstier mit Klangqualitäten
Als digitaler Alleinunterhalter taugt das Inspiron 1501 allenfalls bedingt. Bei Videos schmälern die recht blassen Farben sowie die dunkle und grobkörnige Optik den Spaß am Zuschauen, weiterhin werden klötzchenförmige Bildfehler, so genannte Artefakte, nahezu ungefiltert wiedergegeben. Aktuelle 3D-Spiele überfordern die integrierte Ati-Grafik völlig. Wer das Zocken trotzdem nicht lassen kann, muss wohl oder übel auf ältere Titel oder Adventures zurückgreifen.
In seinen bevorzugten Einsatzrevieren, sprich Office-Software, Internetsurfen und Bildbearbeitung, lässt die Performance des AMD-Prozessors keine Wünsche offen und setzt jeden Befehl prompt in die Tat um. Selbst das ressourcenhungrige Windows Vista tut dem keinen Abbruch. Ein Energieverbrauch von höchstens 64 Watt verhindert böse Überraschungen auf der nächsten Stromrechnung. Ausgesprochen positiv macht sich der optionale Hochleistungsakku bemerkbar, der die Vier-Stunden-Marke mit Leichtigkeit knackt und sogar noch 16 Minuten drauflegt.
Dell Inspiron 1501 im Test: Preiswertes AMD-Notebook
Zwar besitzen die Tasten nur wenig Spiel und arbeiten größtenteils leise, doch manche Exemplare neigen bisweilen zu lauteren Klacker-Geräuschen. Wegen des ausgewachsenen Standard-Formats finden sich die Finger auf Anhieb zurecht und finden schnell zu ihrem normalen Arbeitstempo.
Netzwelt sieht sich das Inspiron 1501 mit flottem Dual-Core-Prozessor und Windows Vista näher an.
Mittlerweile muss ein Dell-Notebook nicht mehr zwangsläufig auf Intel-Technik setzen. Es geht auch mit AMD, und das schon ab gerade mal 499 Euro.
Gegenüber dem Intel-basierten Inspiron 6400 büßte es den mitunter wichtigen FireWire- und den S-Video-Anschluss ein. Beim AMD-Modell ebenfalls auf der Strecke blieben die sieben Knöpfe für Lautstärke- und Wiedergabereglung.
Schreibtischtäter können sich ruhigen Gewissens am Inspiron-Keyboard vergehen: Es spricht präzise an und überzeugt mit knackigen Druckpunkten.
Zumindest oberflächlich liefert das Touchpad eine gelungene Vorstellung, denn es gestattet sowohl schnelle als auch exakte Bewegungen. Außerdem helfen zwei ausgewiesene Bereiche beim waage- und senkrechten Scrollen. Leider lassen die schwammigen Tasten zu wünschen übrig.
Vollwertige Ausstattung, ein leises Betriebsgeräusch und eine Bildfläche von 15,4 Zoll machen es zur portablen Schreibmaschine mit einigen Reserven in petto.
In klanglicher Hinsicht ist es vielen anderen Konkurrenten gleich auf zweierlei Weise überlegen: Zum einen punkten die beiden Stereo-Lautsprecher mit einer angenehm sauberen, wenngleich völlig bassfreien Akustik, die mit steigender Lautstärke allerdings zunehmend schriller tönt und beim Abspielen einer Musik-CD ein gewisses Grundrauschen erzeugt. Zum anderen rauscht der Lüfter bloß leise vor sich hin und wird zu keiner Zeit wirklich aufdringlich.
Fazit
In seinem netzwelt-Debüt überzeugt das Inspiron 1501 als erstes Dell-Notebook mit AMD-Prozessor vor allem durch sein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dass angesichts der geringen Anschaffungskosten auch weniger positive Kritik angebracht ist, versteht sich bei einem potenziellen Schnäppchen beinahe von selbst. Das Display spiegelt zwar nicht, könnte aber etwas heller ausfallen. Zudem sollte unbedingt an den schwammigen Touchpad-Tasten gearbeitet werden, damit sie endlich zu den gelungenen restlichen Eingabegeräten passen. Durchaus beispielhaft sind dafür die geringe Geräuschkulisse und die lange Akkulaufzeit.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Dell Notebook hier.
