Unerkannt Torrents im I2P-Netz herunterladen
Tutorial: Anonymes Filesharing mit I2PSnark
Vielen ist es nicht bewusst, wieder andere nehmen es notgedrungen in Kauf: Wer in Tauschbörsen Filesharing betreibt, ist kein Unbekannter. Mit jedem Datenpaket wandert auch die eigene Identität in Form der IP-Adresse mit durch das Netz. Wirklich anonymer Datentausch hingegen ist dank I2P möglich: Das Tool I2PSnark lädt Torrents herunter und lässt die Tauschwilligen dabei im Hintergrund.
Inhaltsverzeichnis
- 1Internet mit Tarnkappe
- 2I2PSnark: Webbasierte Sammelstelle
- 3Vom Säen und Ernten
- 4Unsichtbares Netz, sichtbare Erfolge
Internet mit Tarnkappe
I2P steht für das Invisible Internet Project und strebt ein komplett anonymes Netz an. Realisiert wird das, indem jegliche Kommunikation verschlüsselt und über mehrere zufällige Stationen umgeleitet wird. Sowohl Sender als auch Empfänger agieren immer hinter einer Schutzwand von Knotenpunkten, sodass weder ihre Identität noch die versendeten und angeforderten Daten öffentlich werden. Für das Verständnis der Vorgänge im I2P-Netz und die daraus resultierende Sicherheit ist ein Hintergrund-Artikel zu I2P empfehlenswert.
Auf jeden Fall sollte der Browser für die I2P-Nutzung angepasst werden. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Freunde des Firefox können die Erweiterung SwitchProxy installieren und dort einen eigenen Proxy für das anonyme Netz einrichten. Die andere Möglichkeit ist, einfach einen zweiten Browser aufzuspielen und für I2P anzupassen. Die Proxy-Einstellungen müssen auf "manuell" stehen, beim HTTP-Proxy wird localhost eingetragen, der zugehörige Port ist 4444.
I2PSnark: Webbasierte Sammelstelle
Nach der Installation des Software-Routers muss I2P aufgerufen werden. Nach einem kurzen Moment startet jetzt die Router Console im Browser. Diese Seite ist die Schaltzentrale für alle erforderlichen Einstellungen. Auf einen Blick ist hier zu sehen, mit wie vielen Knotenpunkten der eigene PC aktuell verbunden ist, auch erste Anlaufstellen im I2P-Netz sind hier aufgelistet. Ein Klick auf I2PSnark im oberen Bereich öffnet jetzt den P2P-Client.

Die Router Console dient als Zentrale von I2P (Klick vergrößert).
Die Oberfläche ist schlicht aufgebaut: Die Statusbox oben gibt aktuelle Meldungen der zu startenden oder abgeschlossenen Downloads an und informiert über Fehler. Darunter werden die aktiven Downloads angezeigt, inklusive Übertragungsrate und verbleibender Zeit. In der Zeile Add Torrent wird der Link zum entsprechenden Tracker hineinkopiert, wichtig ist dabei die Endung .torrent. Und die zu finden, ist die große Herausforderung beim Filesharing per I2PSnark - normale Tracker der gängigen BitTorrent-Netzwerke funktionieren unter I2P nämlich nicht.

Abmahn- und Klagewellen der Unterhaltungsindustrie überziehen nach einem Rundumschlag in den USA auch Europa. Doch P2P-Nutzer haben durchaus Möglichkeiten, gegenzusteuern: Beim anonymen Filesharing kann die eigene Identität in Tauschbörsen so weit verschleiert werden, dass die eigene IP-Adresse nicht ins Visier genommen werden kann.
Abmahnwellen im Internet, Klagen gegen Tauschbörsennutzer, der Begriff Vorratsdatenspeicherung schwebt unheilvoll über der gesamten Computerwelt. Daher ist es Zeit, auch die zweite, virtuelle Identität nicht jedem unter die Nase zu binden. Anonymität im Netz liegt im Trend, auch I2P ist auf dem Vormarsch. Denn das Projekt strebt ein eigenes Internet im Internet an.
Wer per P2P seine Daten tauscht, verteilt automatisch seine eigene Identität unter die Leute. Doch es geht auch anders: Die Freeware I2Phex erlaubt unerkanntes Filesharing über das Gnutella-Netzwerk. Möglich wird das durch I2P, das anonyme Netz im Netz.
Filesharing ist trotz Peer-Netzwerk ein einsames Hobby; die Freunde bleiben außen vor und auch die Kollegen im P2P-Kreis sind bis auf ihre Nicknames Unbekannte. Die Freeware Torrent Swapper gibt dem Torrent-Tausch einen persönlichen Anstrich: Benutzer können Download-Empfehlungen einholen und die Bandbreite von Bekannten mitnutzen.
Datentausch über das BitTorrent-Protokoll lohnt sich speziell bei großen Dateien. Nicht selten lassen Nutzer die Programme daher stundenlang im Hintergrund laufen. Hier besitzt µTorrent einen ausgezeichneten Ruf: Schlank, ressourcenschonend und trotzdem mit allen nötigen Funktionen ausgestattet.
Wer Dateien über das BitTorrent-Netz herunterladen möchte, bentötigt dafür Programme wie uTorrent oder Azureus. Doch es geht auch einfacher: Die Firefox-Erweiterung FireTorrent bettet sich in den Browser ein und sorgt dafür, dass P2P-Downloads automatisch starten.




