Unerkannt im Gnutella-Netzwerk unterwegs
Tutorial: Anonymes Filesharing mit I2Phex
Moritz Zielenkewitz
Wer per P2P seine Daten tauscht, verteilt automatisch seine eigene Identität unter die Leute. Doch es geht auch anders: Die Freeware I2Phex erlaubt unerkanntes Filesharing über das Gnutella-Netzwerk. Möglich wird das durch I2P, das anonyme Netz im Netz.
Inhalt
- Reichst du mir mal das Gnutella?
- Anonymes P2P dank I2P
- Hex Phex: Daten auf den PC zaubern
- Mangelhaft: Mäßige Masse
Reichst du mir mal das Gnutella?
I2Phex, das ist ein modifizierter Ableger des Gnutella-Clients Phex. Die Freeware wurde speziell darauf angepasst, dass alle Teilnehmer des Tauschhandels unerkannt bleiben. Bei gewöhnlichen Filesharing-Clients werden per TCP/IP die Datenpakete verschickt - dadurch ist natürlich auch die IP-Adresse aller Peers bekannt und kann über den Internet Service Provider mit der tatsächlichen Identität verknüpft werden. Nicht immer müssen Klagen oder Abmahnungen der Grund sein, eine generelle Vorsicht bei der Weitergabe persönlicher Details im Netz ist angebracht.

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Anonymes Filesharing garantiert: I2Phex.
Anonymes Filesharing mit I2Phex funktioniert deshalb, weil in I2P keine IP-Adressen weitergegeben werden. Stattdessen verläuft die gesamte Kommunikation verschlüsselt über mehrere Knotenpunkte in einem virtuellen Tunnel. An ständig wechselnden Gateways treten die Daten aus und hinein in den aufgebauten Tunnel des Empfängers. Um diesen Eintrittspunkt aber fehlerfrei lokalisieren zu können oder auch anderen den Kontakt zu ermöglichen, werden so genannte Destination Keys (64-stellige Codes) in einer dezentralen Datenbank des I2P-Netzes hinterlegt.
Diese Destinations geben keinerlei Auskunft über die Identität eines Teilnehmers, sondern weisen nur den Weg zu einem Gateway, das für einen begrenzten Zeitraum die Anfragen entgegen nimmt. Über den Tunnel gelangen die Daten dann zum eigentlichen User, der anonym bleibt. In der Tauschbörse I2Phex ersetzen die Destination Keys aller Beteiligten die normalerweise benötigten IP-Adressen und realisieren den Austausch.
Die Destination der Nutzer, quasi der Schlüssel, bleibt dabei immer gleich, nur die passende Tür in Form des korrekten Tunnels zum Empfänger wechselt. So entsteht eine geschlossene Gruppe anonymer P2P-Nutzer, die sich gegenseitig ohne Preisgabe der Identität Daten anbieten können. Wie genau I2P funktioniert und mit welchen Verschlüsselungen und Finessen das Projekt arbeitet, steht in einem I2P-Hintergrundartikel. Anonymes Filesharing mit I2P klappt auch über BitTorrent.
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