Gamepad im Test: Thrustmaster Run'N'Drive für PC, PS2 und PS3
Fazit
Vor allem die analogen Steuergeräte, bei denen es auf möglichst feinfühlige Fingerarbeit ankommt, vermitteln durch ihre rauhe Beschichtung mit Gummi-Haptik angenehm festen Halt. Besonders exakt und sensibel verläuft das Zusammenspiel mit dem optischen Drehrad am linken Rand, welches sich zum Beispiel für das Beschleunigen und Bremsen bei Rennspielen anbietet, ohne dass die virtuelle Bereifung gleich schwarze Streifen auf dem Asphalt zeichnet.
Thrustmaster Run N Drive 3 in 1 Rumble Force im Test
Um alle Knöpfe, Schalter und Hebel des Run\'n\'Drive auf einmal zu benutzen, wären gleich drei Hände und dieselbe Anzahl Extra-Finger nötig.
Praktischerweise kann jede Funktion selbst mitten im Spiel in Sekundenschnelle mit einer anderen belegt werden, dank des eigenen Speichers bleibt die Programmierung auch nach dem Ausstecken erhalten. Leider lassen sich keine Tastatur-Befehle programmieren.
Wer die Force-Feedback-Effekte bis zum Anschlag aufdreht, fühlt sich später wie ein Bauarbeiter nach mehreren Überstunden mit dem Presslufthammer.
Ein Gamepad das mehr drauf hat als das Run\'n\'Drive von Thrustmaster, dürfte derzeit schwer zu finden sein. Denn es besitzt gleich fünf analoge Möglichkeiten für feinfühliges Einlenken, Beschleunigen, Bremsen oder Zielen.
Augenfälligstes Merkmal ist das große Rädchen am Acht-Wege-Steuerkreuz, das wie eine moderne Maus mit optischer Abtastung arbeitet. Für sensibles Gaming bieten sich außerdem die beiden analogen Schultertasten sowie die zwei Mini-Sticks an.
Interessant sind die Anschlussmöglichkeiten für PC, PlayStation 2 und 3 sowie das starke Force Feedback und der günstige Preis.
Mit seinen langen Griffstücken liegt das Pad selbst in großen Händen gut und bietet komfortablen Halt, allerdings müssen sich die Finger für die beiden unteren Tasten etwas verkrampft verbiegen.
Wer dachte, dass es auf dem Gebiet der Gamepads keine brauchbaren Innovationen mehr geben würde, den dürfte das Thrustmaster Run'N'Drive vom Gegenteil überzeugen können. Mehr analogen Spielspaß bietet derzeit kein anderes Gamepad auf dem Markt. Außerdem stimmen neben der Ergonomie auch Ausstattung, Force Feedback und Preis. Letzterer liegt mit etwa 30 Euro auf einem völlig vertretbaren Niveau. Obwohl nicht gerade von schlechten Eltern, könnte die Verarbeitung an einigen Stellen jedoch ruhig ein wenig besser sein.
Alle Daten auf einen Blick
| Thrustmaster Run'N'Drive Rumble Force | ||||
|---|---|---|---|---|
| Anschluss | USB (Windows 98 SE / ME / 2000 / XP / Vista), PlayStation 2, Playstation 3 (ohne Force Feedback und Bewegungssensor) | |||
| Verbindung | Kabel, Länge 2,2 m | |||
| Gewicht | 190 g | |||
| Ausstattung | ||||
| Tasten | 14 (6 oben, 4 hinten, 2 unten, 2 in Analog-Sticks) | |||
| Sonstiges | 2 Analogsticks, 8-Wege-Kreuz, 2 Analogtrigger | |||
| Besonderheiten | Analoges Drehrad mit optischer Abtastung, Vibration | |||
| Bewertung | ||||
| Vorteile | Preiswert, feinfühlige Analog-Steuerung, starkes Force Feedback, umfangreiche Ausstattung, gute Ergonomie | |||
| Nachteile | Rückwärtige Knöpfe schwer erreichbar, wacklige Digital-Tasten, keine Tastatur-Befehle programmierbar | |||
