Printserver im Test: Zyxels NPS-520

Problemlos im Druckbetrieb

Über den PC ins Netzwerk

Die überdurchschnittlich lange Dauer der Installation während des Tests war nicht allein auf Experimente und Feineinstellungen mit Firewall und IP-Adressen zurückzuführen. Auch die Einrichtung des Druckers trug ihren Teil dazu bei. Wer jedoch den direkten Weg kennt und sich von vornherein Gedanken über die IP-Konfiguration macht, kann diesen Zeitrahmen deutlich einschränken.

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Besonders kniffelig ist die Installation, wenn der Multifunktionsdrucker ebenfalls eine Software benötigt. Dann steht für die Geräteeinrichtung keine Treiberdatei bereit, wie in der Anleitung des NPS-520 beschrieben. Im Testzeitraum markierte die vorherige Druckerinstallation den Weg zum Erfolg: Der verwendete PSC 1110 wurde noch vor dem NPS-520 komplett mit Software auf dem PC installiert, die Verbindungseinstellung des Druckers im Nachhinein auf die im Handbuch des NPS-520 angegebenen TCP/IP-Einstellungen geändert.

Nach der Installation verhält sich der Printserver völlig unproblematisch. Das Zyxel Utility kann entweder mit jedem Windows-Start im Hintergrund ausgeführt oder manuell vor einem Druckauftrag aufgerufen werden. Das Programm checkt dann, ob der Netzwerkdrucker frei ist und leitet den Auftrag weiter. Wird der Drucker gerade von einem anderen Rechner benutzt, bleibt das Dokument in der Windows-Druckerwarteschleife auf dem PC.

Die Zyxel-Utility-Software (Klick vergrößert)

Für diese Methode muss lediglich der Netzwerkdrucker auf Auto Connect geschaltet sein; nach abgeschlossenem Druckauftrag gibt die Software den Drucker innerhalb von 30 Sekunden wieder für andere Rechner frei. Alternativ kann der Drucker mit dem Connect-Button innerhalb des Zyxel Utility manuell verbunden werden. Für das Scannen von Dokumenten und Bildern war die manuelle Verbindung mit dem verwendeten PSC 1110 allerdings keine Alternative, sondern Pflichtprogramm. Ebenso manuell sollte die Verbindung dann wieder getrennt werden. Für den Fall, dass eine vergessene Verbindung den Printserver unnötig lange blockiert, wartet Zyxel Utility mit einer Option zum Erzwingen der Freigabe auf.

Kann in der letzten Ecke versteckt oder repräsentativ an die Wand gehängt werden: der NPS-520 (Klick vergrößert).

Damit es aber gar nicht erst zu Verzögerungen oder versehentlich abgebrochenen Druckaufträgen und den damit verbundenen Missverständnissen zwischen den Nutzern kommt, gibt es eine elegantere Methode: Der NPS-520 kann nämlich anhand einer optional eingegebenen Leerlaufzeit bestimmen, wann eine ungenutzte Verbindung gekappt werden soll; fünf Minuten beträgt der kleinstmögliche Intervall. Dieses so genannte Auto-Release-Feature steht allerdings nur den Betriebssystemen ab Windows 2000 mit dem Service Pack 4 zur Verfügung. Gleiches gilt für die automatische Verbindung mit dem Printserver.

Fazit: Aufrüsten vs. Neukauf

Die Netzwerkfähigkeiten eines vorhandenen USB-Multifunktionsdruckers kann der MFP Print Server NPS-520 sinnvoll erweitern. Soll eine bestehende Büro-Infrastruktur aufgerüstet werden, ist das Gerät eine lohnende Alternative gegenüber einer Drucker-Neuanschaffung. Für den Fall, dass dieser ebenfalls erst noch gekauft werden müsste, rechnet sich der Kauf von USB-Multifunktionsdrucker plus Printserver wenig - für die Summe beider Geräte gibt es bereits vernünftige Multifunktiondrucker, die ab Werk mit einem Netzwerkanschluss ausgerüstet sind.


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