Drucken und Scannen im Netzwerk
Printserver im Test: Zyxels NPS-520
Christian Grohmann
Multifunktionsdrucker mit USB-Anschluss erfreuen sich gerade in Heimbüros und kleinen Betrieben großer Beliebtheit: Sie vereinen Drucker, Scanner, Kopierer und nicht selten auch Fax in einem Gerät. Damit andere Netzwerkteilnehmer drucken können, muss für gewöhnlich der an den Drucker angeschlossene PC laufen; die übrigen Funktionen lassen sich von anderen Rechnern gar nicht nutzen. Nun schafft Zyxel Abhilfe.
Das kleine Gerät trägt den Namen MFP Print Server NPS-520. Es ist weder größer noch schwerer als eine Zigarettenschachtel, aber wesentlich teurer: 96 Euro beträgt die Preisempfehlung des Herstellers. Anders als Tabak und Nikotin löst sich der NPS-520 aber nicht einfach in Rauch auf, sondern bietet einen langfristigen Mehrwert: Er bindet verschiedenste USB-Multifunktionsdrucker in das Firmennetzwerk ein und macht den Kauf eines netzwerkfähigen Druckers unnötig.
Inhalt
- Kleines Gerät, große Wirkung
- Statische Adressen und feurige Stolpersteine
- Über den PC ins Netzwerk
- Problemlos im Druckbetrieb
- Fazit: Aufrüsten vs. Neukauf
Äußerlich hüllt sich der NPS-520 in ein nett gestaltetes Gehäuse, auch wenn der Adapter wohl in den meisten Fällen weniger repräsentativ hinter Schrank oder Schreibtisch verschwinden wird. Der weiße Kunststoff glitzert im Sonnenlicht, auf der Vorderseite befinden sich hinter einer schwarzen, silbern eingerahmten Blende die drei blauen Status-LEDs für Netzwerkaktivität, Auftragsstatus und Betriebsbereitschaft. Seitlich sind die Anschlüsse für Strom, Netzwerk und USB-Drucker sowie der Reset-Schalter untergebracht, die beiden übrigen Seiten sind mit Lüftungsschlitzen versehen.
USB 2.0, Reset, Strom und RJ45 (LAN): Die Anschlüsse
des NPS-520 auf einen Blick (Klick vergrößert).
Zum Lieferumfang gehören ein Netzwerkkabel von etwa einem Meter Länge, ein Netzteil mit einer maximalen Stromaufnahme von 3,5 Watt sowie Software und Dokumentation. Letztere besteht aus einer gedruckten, siebensprachigen Schnellinstallationsanleitung und einem 86 elektronische Seiten starken Handbuch - allerdings nur auf Englisch. Von der Hardware-Installation bis hin zur Einrichtung eines Druckers unter den Windows-Systemen 98SE bis XP bietet das PDF umfangreiche Hilfestellung. Die war während der über einstündigen Installation auch nötig.
Statische Adressen und feurige Stolpersteine
Das Anschließen der Hardware erklärt sich nahezu von selbst. Die Installation der beiliegenden Software ist anders als bei vielen Netzwerkgeräten ein Muss: Sie wacht nicht nur über den Status des NPS-520, sondern nimmt bei der Installation Konfigurationen vor und verwaltet später sämtliche Anfragen an den Multifunktionsdrucker. Mit knapp drei Megabyte auf der Festplatte ist sie nicht sonderlich groß - nimmt im Arbeitsspeicher aber später etwa 16 Megabyte in Anspruch.
Da hilft nur der Task-Manager: Wer bei der Installation
zu lange mit der Eingabe wartet, wird mit
unendlichen IP-Suchroutinen bestraft (Klick vergrößert).
Wenn die Software mit Namen Zyxel Utility installiert ist, fragt sie gleich um Erlaubnis, das Netzwerk nach angeschlossenen NPS-520-Adaptern zu durchsuchen. Wenn keine Firewall aktiviert ist, wird sie auch direkt fündig. Dann gilt es, Passwort und IP-Adresse des Printservers einzustellen. Zur Auswahl stehen sowohl statische Adressen als auch die dynamische IP-Adressvergabe via DHCP. Von Letzterem rät Zyxel ab, da bei jedem IP-Wechsel die Software neu installiert werden muss. Und zwar auf allen Rechnern, die den NPS-520 nutzen.
Ein weiterer Stolperstein ist die Desktop-Firewall. Diese muss den Zugriff der beiden assoziierten Dateien servoap.exe und mfpagent.exe mindestens auf das lokale Netzwerk erlauben. Das im Test verwendete Zone Alarm erkannte die Aktivität der Programme jedoch nicht automatisch - sie mussten der Firewall-Zugriffsliste manuell hinzugefügt werden. Wird die Firewall nicht entsprechend konfiguriert, kann Zyxel Utility keine Verbindung mit dem angeschlossenen NPS-520 aufbauen.
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