Hintergrundwissen
Tutorial: Die wichtigsten DOS-Befehle
Fabian Parusel
Windows Vista ist da und lässt die Anfänge des Betriebssystems vergessen: Dateien kopieren, Programme starten und Texte schreiben - alles aus der Text-Oberfläche DOS. Wer diese Zeit noch erlebt hat, erinnert sich heute noch an die wichtigsten Befehle, für alle anderen ist dieses netzwelt-Tutorial zu empfehlen.
Basiswissen
Es gibt Befehle, die sollten zum Standardrepertoire eines jeden Windows-Benutzers zählen. Zunächst die Frage, wo die DOS-Kommandos überhaupt angewendet werden können. Zum einen, wenn Windows einmal den Start versagt und die Daten per Hand, ohne grafische Oberfläche, gesichert werden müssen. Zum anderen gibt es Programme, die sich ohne DOS-Grundkenntnisse gar nicht bedienen lassen.
Um in die so genannte Eingabeaufforderung zu gelangen sind nur wenige Klicks nötig. Der professionellste Weg führt über die Ausführen-Maske im Startmenü. Wird dort "cmd" eingegeben, startet ein Fenster mit der DOS-Maske. Vista-Anwender können diesen Befehl auch in die allgemeine Suchmaske im Startmenü eingeben.
Die einfache Eingabeaufforderung. Die Farbe der Schrift und des Hintergrundes können in den Eigenschaften des Fensters eingestellt werden.
Navigation
Für die Navigation durch die Ordnerstruktur auf der Festplatte reichen ein paar wenige Befehle. Zunächst der Befehl 'cd' für "change directory". Das Kommando lässt sich auf verschiedene Arten einsetzen, einmal in Verbindung mit einer Pfadangabe: zum Beispiel 'cd programme', daraufhin wechselt die Ansicht in den Ordner Programme. Über 'cd..' gelangt man eine Ebene zurück und 'cd\' führt unmittelbar zurück in das Root-Verzeichnis des Laufwerks. Zusammen mit dem Befehl 'dir', der alle Ordner der aktuelle Ebene anzeigt, gelangt man an jeden Ort der Festplatte.
Sollten einmal zu viele Dateien und Ordner in einer Ebene vorhanden sein, sodass bei der Anwendung des DIR-Befehls nur noch die letzten Dateien der langen Liste angezeigt werden, helfen einige Parameter für eine bessere Übersicht: "dir/w" teilt die Ergebnisse in Spalten auf, so passt mehr Inhalt auf eine Seite, und "dir/p" zeigt jeweils nur eine Seite an. In Verbindung mit einem weiteren Parameter lassen sich auch gezielt Dateien suchen. 'dir |find "txt"' zeigt beispielsweise alle TXT-Dateien im aktuellen Ordner an.
Kopieren, erstellen und löschen
Natürlich können auch neue Ordner erstellt, Dateien gelöscht und kopiert werden. Mit dem Kommando "md [Pfad]" (make directory) wird ein neuen Ordner erstellt. "Erase [Datei]" oder "del [Datei]" löschen eine Datei und "rd [Pfad]" löscht leere Ordner. Mit dem Befehl "copy" werden Dateien kopiert. Ein Beispiel für die Kopie einer Datei auf Diskette: "copy c:\programme\firefox.exe a:\firefox.exe" - Zuerst wird der Quellpfad genannt und direkt dahinter der Zielpfad.
Netzwerkeinstellungen
Der wohl meistverwendete Befehl in der Eingabeaufforderung ist "ipconfig". Er zeigt alle Netzwerkeinstellungen auf einen Blick, darunter vor allem die aktuelle IP-Adresse des Rechners im Netzwerk und den Gateway. Bei Problemen mit einer Netzwerkverbindung sollte hier der erste Weg hingehen. So ist es auch möglich, die Verbindung zwischen zwei Rechnern im Netzwerk zu prüfen und zwar über das Kommando "ping IP-Adresse". Beispiel: "ping 192.168.0.14".
Der Ping gibt die Zeit an, die ein genormtes Datenpaket für die Strecke zum Zielsystem und wieder zurück benötigt (Klick vergrößert).
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