HTCs Antwort auf die Music-Edition-Handys der Konkurrenz
Smarte Jukebox: Musik-Handy HTC P3350 im Test
Der PDA-Phone Spezialist HTC beliefert T-Mobile und Co. und hat sich mittlerweile auch unter eigenem Namen in Deutschland ein recht stabiles Standbein aufgebaut. Für noch mehr Standfestigkeit soll das P3350, welches ganz auf multimedialen Inhalt ausgerichtet ist, sorgen. Die Chancen stehen gut: Das kompakte Touchscreen-Handy kommt mit Windows Mobile 5.0, übernimmt den Job einer Digitalkamera und sorgt dank FM-Radio auch dann noch für Beschallung, wenn die MP3-Sammlung mal zum Halse raushängt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Prototyp: Bereits tadellos verarbeitet
- 2Sonderbar aber wunderbar: Navigation per Rad und Trackball
- 3Hereinspaziert: Musik, Videos und Bilder im Medien-Hub
- 4Haste Töne: Radio-Kost oder Individual-Beschallung
- 5Kleines Auge, große Wirkung: Gute Bilder ohne Autofokus
- 6Für jeden Tag: Klein, stark, smart
Neben den multimedialen Aspekten bietet das P3350 alles, was in ein Mini-Microsoft-Tool gehört. Fürs Managen und Anschauen von Microsoft Office-Dokumenten stehen die abgespeckten Versionen von Word, Excel, PDF und Powerpoint bereit. Das integrierte WLAN-Modul bedient den Internet Explorer und das Chat- und E-Mail-Programm Pocket MSN. Fernab von lokalen Drahtlosnetzwerken zieht das P3350 die Handbremse an: Mit angrenzenden UMTS-Netzen kooperiert es nicht.
Prototyp: Bereits tadellos verarbeitet
HTC stellte netzwelt ein Vorserienmodell zur Verfügung, die Verarbeitungsqualität liegt dennoch bereits auf hohem Niveau. Hier wackelt und rappelt nichts. Das Display ist in einen metallischen Rahmen eingefasst, während der Rest des Gehäuses mit einer Soft-Touch-Oberfläche versehen ist. Somit schmeichelt das mit 58 x 107 x 16 Millimetern kompakte Telefon der Handinnenfläche, ohne ihr dabei mit einem Gewicht von 123 Gramm auf Dauer lästig zu werden.

Kein aufregendes Design,
aber sehr gut verarbeitet und angenehm "handy".
Das 2,8 Zoll große Display leuchtet auf maximaler Stellung mit inbrünstiger Kraft und bleibt demzufolge in allen hellen Umgebungen, bis hin zum wolkenlosen Sommertag, stets gut ablesbar. Für die Displaygröße ist die QVGA-Auflösung ausreichend. Wer sich an kleineren Grafik-Treppchen nicht stört, wird HTC die Sparmaßnahme verzeihen. Der sicheren Bedienung tut der Verzicht auf ein VGA-Display keinen Abbruch.
Sonderbar aber wunderbar: Navigation per Rad und Trackball
Primär steuert sich ein Smartphone über den berührungsempfindlichen Bildschirm. Wenn ein Smartphone aber den "Handy"-Alltag bestehen will, muss es sich auch mit einer Hand bedienen lassen. HTC hat hierfür das Rad nicht neu erfunden, sich aber von ihm inspirieren lassen. Dabei kann der Hersteller nicht leugnen, einen kleinen aber intensiven Blick auf Apples iPod geworfen zu haben, zu ähnlich ist das Bedienkonzept per Rad.
Der taiwanesische Hersteller setzt jedoch auf ein mechanisches Rad, das im Vorserienmodell noch etwas locker sitzt. Das Rädchen gibt mittels eines fühlbaren Klicks vorbildlich Rückmeldung, die jedoch insgesamt wertiger ausfallen könnte. Wir hoffen, dass HTC hier noch nachbessert und das Steuerrad etwas steifer auslegt. Pioniergeist beweist der Hersteller mit dem innenliegenden Trackball, der auch zur Bestätigung von Funktionen dient und in einem edlen Blau erleuchtet, sobald er zum Einsatz kommt.
Links zum Thema
- HTC Europa
- Sony Ericsson P990i im Test
- T-Mobile Ameo im Test
- Nokia N91 Music Edition im Test
- Sony Ericsson W710i im Test
