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29.03.2007
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Drucker: Die richtige Papierwahl und Druckkosten

Dirk Ellenbeck

Druck-Kosten

Die Kosten für den Ausdruck einer Seite oder eines Fotos hängen auf den ersten Blick vom Preis des Papiers sowie der Tintenpatronen, des Toners oder der Farbkassetten ab. Doch selbst wenn zwei Tintenpatronen mit der gleichen Tintenmenge für unterschiedliche Drucker gleich teuer sind, können die Druckkosten unterschiedlich sein.

Seitenpreis: Ausschlaggebend ist die Effizienz eines Druckers. Gemeint ist damit, wie viele Seiten sich mit einer Tintenpatrone oder mit dem Toner drucken lassen und was diese Seite dann tatsächlich kostet. Zudem muss in die Berechnung der Druckkosten auch der Preis für den Drucker mit einbezogen werden. Ein teureres Modell mit günstigeren Verbrauchskosten rechnet sich erst bei einer gewissen Menge von Ausdrucken im Jahr. Umgekehrt können höhere Verbrauchskosten bei wenigen Ausdrucken trotzdem im Endeffekt günstiger sein, weil der Drucker selbst weniger Geld gekostet hat.

Das Marktforschungsunternehmen SpencerLab hat in einer Studie ermittelt, das bei Tintenstrahldruckern für knapp einhundert Euro von Hewlett Packard, Lexmark, Canon und Epson die reinen Tintenkosten für den gemischten Druck von schwarzweißen und Farbseiten im Durchschnitt zwischen sechs und neun Cent liegen. Bei Multifunktionsgeräten auf Basis eines Tintenstrahldruckers von Canon, Dell, Epson und Hewlett Packard sind die Kosten für die Tinte pro Seite mit sieben bis zehn Cent nur wenig höher.

Weniger Tinte für mehr Ausdrucke

Jeweils am günstigsten waren Farbdrucker von Hewlett Packard, da diese die Tinte am effizientesten nutzen. Noch nicht berücksichtigt in dieser Studie sind allerdings die neuen Multifunktions-Tintenstrahldrucker, die der Hersteller Kodak vor kurzem angekündigt hat. Ausdrucke der Kodak-Drucker sollen bis zu 50 Prozent günstiger als die von allen bisherigen Tintenstrahldruckern sein. Möglich wird dies durch deutlich günstigere Preise für die Original-Tinte und durch ein besonders effizientes Druckverfahren, das dafür sorgt, dass deutlich mehr Seiten mit einer Patrone gedruckt werden können.

Zu Preisen zwischen 200 und 300 Euro sollen die Drucker voraussichtlich im 2. Quartal auf den Markt kommen. Netzwelt wird dann die Qualität des Druckers und die Kosten einem genauen Test unterziehen. Bei Farb-LED-Druckern liegen die Verbrauchskosten für eine farbige Seite bei 13 Cent und für den Ausdruck eines Fotos im Format 10 x 15 cm bei 28 Cent. Der Druck einer Textseite kostet hingegen nur 1,42 Cent.

Alternative Tinte: Gemessen am Inhalt der Tintenpatronen ist Tinte von den Druckerherstellern bislang teurer als Parfum. Das wird sich vermutlich ändern, sobald Kodak mit seinen neuen Druckern auf den Markt kommt und die Tinte deutlich günstiger anbietet als andere Hersteller. Ob diese dann nachziehen und ebenfalls die Preise für ihre Tinte senken, wird sich zeigen. Als Alternative bietet sich bis dahin ja auch Tinte von Fremdherstellern an.


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