Die verschiedenen Druckverfahren
Eher exotisch: Gel- und Thermosublimationsdrucker
Der Hersteller Hewlett-Packard setzt bei teureren Farblaserdruckern dagegen auf Tonerkassetten mit einer jeweils integrierten Bildtrommel. Die vier Bildtrommeln sind übereinander angeordnet. Dies ermöglicht deutlich höhere Druckgeschwindigkeiten, da das Papier beim Druck vertikal an allen Tonerkassetten mit den integrierten Bildtrommeln vorbeiläuft. Die verschiedenen Farbtoner werden nacheinander direkt auf das Papier aufgetragen, der sonst nötige Zwischenschritt über das Transferband wird überflüssig.
Ähnlich wie Laserdrucker funktionieren auch LED-Drucker. Statt eines Lasers wird die Bildtrommel hier von LEDs belichtet, die dafür sorgen, dass die Bildtrommel nur an den Stellen Toner aufnimmt, an denen das Papier auch bedruckt werden soll. Beim so genannten Single-Pass-Verfahren werden dabei die vier Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz in nur einem Durchgang gedruckt. Bis zu 24 Seiten pro Minute lassen sich so in Farbe drucken. Weil das Papier bei diesem Farbdruckverfahren nicht gebogen oder gerollt werden muss, lassen sich auch schwere Papiere wie Kartons und andere Medien bedrucken.
Gel-Drucker: Sie werden bislang nur vom Hersteller Ricoh angeboten. Statt Tinte drucken sie mit flüssigem Gel, das nicht vom Papier aufgesaugt wird, sondern zwischen den Faserschichten des Papiers hängen bleibt. Die Druckqualität ist schlechter als bei anderen Farbdruckverfahren und die Geschwindigkeit liegt etwa auf dem Niveau von Tintenstrahldruckern.
Thermosublimationsdrucker: Speziell für den Druck von Fotos im typischen Postkartenformat von 10 x 15 cm werden kleine portable Thermosublimationsdrucker von verschiedenen Herstellern angeboten. Die Heizelemente des Druckkopfs versetzen bei einer Temperatur von bis zu 400 Grad Celsius Wachs in den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) aus einer Farbkassette in den gasförmigen Zustand und dampfen es so auf ein spezielles Papier auf.
Durch die Vermischung der Farben können die Drucker jeden beliebigen Farbton - insgesamt 16,8 Millionen Farben - darstellen. Da kein Raster beim Drucken entsteht, ist die Qualität der Ausdrucke sehr hoch. Ganz ähnlich funktionieren auch Thermotransferdrucker. Hier wird durch Hitze die Farbe von einem Farbband, das aus einem Trägermaterial und einer gefärbten Wachsschicht besteht, abgelöst und auf Papier übertragen.






