Adobe Apollo: Die Schnittstelle zwischen Web und Desktop
Konkurrenz von Microsoft und Firefox
Praktischer wird es dagegen bei Yourminis.com. Yourminis bietet seinen Nutzern bereits seit geraumer Zeit Flash-basierte Widgets für ihr MySpace-Profil oder ihre Web-Startseite an. All diese Widgets lassen sich ab sofort dank Apollo auch direkt auf dem Desktop ausführen - und zwar ganz ohne störendes Browser-Fenster.
Adobe ist nicht die einzige Firma, die sich derzeit an einer Verschmelzung von Web und Desktop versucht. So arbeitet Microsoft unter dem etwas sperrigen Projektnamen "Windows Presentation Foundation / Everywhere" an einer ganz ähnlichen Initiative.

Viele Software-Entwickler haben zudem damit begonnen, ihre Programme auf Code des Mozilla-Projekts aufzubauen. Mozillas XUL-Umgebung, auf der auch Firefox basiert, erlaubt wie Apollo die Gestaltung von Programm-Oberflächen mit HTML und Javascript. Unter anderem basieren die Musik-Software Songbird und der Video-Player Democracy auf XUL.
Auch bei traditionellen Software-Entwicklern wächst das Interesse an derartigen Lösungen. So gaben die Entwickler des Instant Messaging-Clients Trillian vor kurzem bekannt, dass sie an Möglichkeiten arbeiten, Trillian als Web-Client jenseits des Browsers laufen zu lassen.

Für Firmen wie Trillian könnten Apollo oder auch Microsofts Lösung somit sehr interessant sein. Adobe scheint sich schon jetzt auf einen langen Konkurrenzkampf vorzubereiten. So gab die Firma im Herbst 2006 bekannt, die Entwicklung von Apollo-Software mit bis zu 100 Millionen Dollar fördern zu wollen.

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