Neue Laufzeitumgebung für Widgets und Offline-Applikationen
Adobe Apollo: Die Schnittstelle zwischen Web und Desktop
Software
Adobe hat vor wenigen Tagen den offiziellen Startschuss für sein Apollo-Projekt gegeben. Diese neue Laufzeitumgebung soll es Entwicklern ermöglichen, Web-basierte Programme auch jenseits des Browser-Fensters auszuführen. Beginnt damit der Krieg um die Zukunft des Desktops - oder droht Adobe ein Spielfilm-würdiges Desaster?
Ein schlichter RSS-Reader, ein Google Maps-Mashup, ein Programm zum spielerischen Herummalen auf dem eigenen Desktop: Besonders weltbewegend sind sie nicht, die Demo-Programme, die Adobe Mitte März gemeinsam mit seiner neuen Apollo-Plattform veröffentlichte.
Trotzdem glaubt der Software-Riese fest daran, Entwickler von Widgets und Web-Anwendungen für Apollo begeistern zu können. Langfristig sollen damit dann auch Endnutzer in den Genuss zahlloser Apollo-Applikationen kommen. Doch was um alles in der Welt ist Apollo eigentlich genau?
Apollo im Detail
Apollo basiert auf Code des Webkit-Projekts, das ursprünglich als Basis für Apples Safari-Browser entwickelt wurde. Adobe nutzt diese Browser-Komponente, um Entwicklern ein einfaches Gestalten ihrer eigenen Programme zu ermöglichen. So reichen bereits grundlegende Kenntnisse im Umgang mit HTML, um die Oberfläche einer Apollo-Anwendung zu definieren. Zusätzlich aufgepeppt werden können diese Programme mit Ajax und Flash.

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Apollo will die Schnittstelle zum Web werden.
Ein Apollo-Programm ist jedoch mehr als nur ein bisschen Webseiten-Code, der in einem eigenen Browser ausgeführt wird. Apollo-Anwendungen werden auf dem System eines Anwenders installiert und haben danach auch Zugriff auf die dort vorhandenen Daten. So lassen sich damit zum Beispiel lokale Fotos oder Adressen verwalten, ohne dass diese zuvor auf einen Server geladen werden müssen.
Demo-Stadtpläne und Desktop-Widgets
Adobes Demo-Anwendungen geben einen erste Eindruck davon, was mit dieser Kombination aus Web und lokalen Daten möglich ist. So lassen sich mit dem auf Google Maps basierenden Programm Maptacular theoretisch Adressen aus dem eigenen Adressbuch per Drag-und-Drop auf Google Maps lokalisieren. In der Praxis ist das Programm bisher noch auf einige mitgelieferte Adressen beschränkt. Zielgruppe dieser Demos sind eben Entwickler, nicht Endnutzer.
Jetzt sind Sie dran.
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