Krieg, Aliens und Mörder auf unserem Planeten
Google Earth: Die Erde als Spielplatz
Fabian Parusel
Auf den verschiedenen Stationen, die der Spieler auf der Suche nach Gary Eggersons Mörder anfliegt, werden ihm grafische und schriftliche Rätsel gestellt. Die Lösungen derselben führen Stück für Stück zum wahren Mörder. Trotz der simplen Gestaltung bietet das virtuelle Detektivspiel gute Unterhaltung. Für den optimalen Spielgenuß sollte in den Optionen von Google Earth, unter dem Reiter "Allgemein", der Haken bei "Webergebnisse in einem externen Browser anzeigen" entfernt werden.
3D-Games in Google Earth
Nicht alle Spiele in Google Earth beziehen sich auch auf die Globus-Funktion der Software. Seit neuestem gibt es auch Anwendungen, die sich an der 3D-Engine bedienen, mit der auch die dreidimensionalen Gebäude in den Städten erzeugt werden. So gibt es zum Beispiel ein kurzweiliges Schachspiel: Das Spielfeld wird in Manhatten oder einem anderen beliebigen Ort angezeigt und auf der Website lassen sich Spieler aus aller Welt für eine Partie Schach finden.
Schach spielen vor dem Ufer Manhattans (Klick vergrößert)
Mit Google Earth hat das kleine Schachspiel natürlich wenig zu tun, aber es zeugt davon, welche Möglichkeiten der Online-Globus in Zukunft bieten könnte. Vielleicht wird es eines Tages möglich sein, einen Avatar durch das 3D-Abbild unserer Welt zu bewegen. So lange das noch Zukunftsmusik ist, müssen wir uns mit kleinen Spielereien à la 3D-Chess erfreuen. Google gab allerdings bereits bekannt, dass an einer Schnittstelle gearbeitet wird, die es ermöglicht, die Steuerung des Planeten besser für Spiele und andere Anwendungen zu nutzen.
Google Earth trifft die Realität
Noch ist es nur ein Konzept, aber die Idee ist groß. Julian Bleecker hat ein Verfahren ausgearbeitet, das Google Earth mit der Realität verbinden soll und orientiert sich an dem Spieleklassiker Schiffeversenken. Der Urheber beschreibt seine Idee so: Ein Spieler positioniert seine Flotte in der virtuellen Umgebung und ein zweiter Spieler versucht, die Schiffe in der realen Welt zu finden. Bewaffnet mit einem GPS-fähigen Handy läuft er durch die Stadt und "schießt", wenn er glaubt, an der richtigen Stelle zu sein. Über ein Phyton-Skript schickt das Handy die Koordinaten an das Spiel und er bekommt mitgeteilt, ob er einen Treffer landen konnte.
Links zeigt sich die Vision von Julian Bleecker und seiner neuen Version von Schiffeversenken und rechts ein Bild vom Action-Geografie-Quiz Mars sucks! (Klick vergrößert).
Angriff vom Mars
Ein Geografie-Quiz der besonderen Art haben die Entwickler von destinsharks.com entworfen. Die Bildschirm der Globus-Software wird zum Raumschiff mit großem Fenster. Ziel ist es, die Raumschiffe der Aliens, die sich auf der Erde befinden, zu orten und abzuschießen. Die Raumschiffe sind solange versteckt, bis das Zielkreuz auf das gesuchte Land zeigt. Einzige Hilfe zur Ortung des Feindes sind textliche Informationen über das jeweilige Land, die in einem kleinen Monitor eingeblendet werden. Wird das Ziel nicht rechtzeitig gefunden, gibt es keine Punkte.
Such mich!
Anspruchsvoll, aber unspektakulär gibt sich das Spiel eines Weblogs namens googleearthing.com. Bei diesem Spiel wird ein Bild von irgendeinem Ort auf der Welt gepostet und es hat zum Ziel, die Koordinaten dieses Ortes herauszufinden. Die Lösungen finden sich meist in den Kommentaren des entsprechenden Eintrags. Ähnliche Spiele in verschiedenen Schwierigkeitsgraden gibt es auch auf anderen Websites, zum Beispiel auch auf der größten deutschsprachigen GE-Community-Site googleerde.de. Dort im Forum finden sich solche Such-und-Find-Spiele in den unterschiedlichsten Kategorien.
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