Internet auf dem Mobiltelefon
CeBIT 2007: Mit dem Handy durchs Netz
Mobiles Internet ist eines der Trendthemen unter den Mobilfunkausstellern auf der diesjährigen CeBIT. Da das Surfen mit dem Handy bisher nicht nur umständlich und unübersichtlich war, sondern vor allem auch teuer, war der mobile Internetzugang meist nur Geschäftsleuten vorbehalten. Das soll sich jetzt ändern. Fast alle deutschen Mobilfunkanbieter bringen pünktlich zur CeBIT günstigere Datentarife und jede Menge neue Inhalte für das Surfen mit dem Handy heraus.
Inhaltsverzeichnis
- 1Mit Zeittarifen volumenunabhängig surfen
- 2WAP muss weg: "Richtiges" Internet auf dem Handy
- 3Web 2.0 auf dem Handy
Mit Zeittarifen volumenunabhängig surfen
Selbst wer als Privatanwender lediglich seine E-Mails kurz checken wollte, musste bei den meisten Mobilfunkanbietern und Providern in der Vergangenheit damit rechnen, arm zu werden. Pro 100 Kilobyte wurden schnell 20 Cent und mehr fällig - viel zu viel, um Webseiten mit großen Grafiken oder Ähnlichem zu laden. Mit neuen zeitbasierten Tarifen wollen T-Mobile und O2 die Internet-Verbindung auch über das Handy bezahlbar machen. Neun Cent pro Minute verlangen die beiden Mobilfunkanbieter jeweils - unabhängig von der heruntergeladenen Dateigröße.

T-Mobile: Neun Cent pro Minute für mobiles Internet
Damit wird die mobile Online-Nutzung auch für Privatanwender interessant. Neun Cent pro gesurfte Minute sind zwar immer noch kein Pappenstiel, trotzdem bleiben die Kosten überschaubar, wenn man einmal eben seine Mails checken oder einen neuen Klingelton per UMTS-Verbindung direkt auf das Handy laden möchte. Wer als T-Mobile-Kunde regelmäßig seine E-Mails checkt, kann zudem die so genannte E-Mail Flat buchen: Für knapp vier Euro im Monat können beliebig viele Mails per POP3 von einem beliebigen Mail-Account (zum Beispiel Gmx, Webmail oder Yahoo) abgerufen werden. Dabei werden jedoch nur die Mailtexte auf das Handy übertragen - Dateianhänge bleiben auf dem Server und müssen später mit dem Rechner heruntergeladen werden.

E-Mails checken, Termine verwalten, Notizen speichern: Auf der diesjährigen Cebit zeigen jede Menge Aussteller neue Smartphones mit Dutzenden von nützlichen Funktionen. Deutlicher Trend: Immer kleiner, immer flacher und dabei immer leistungsstärker sind die neuesten Modelle im Smartphone-Bereich.
Mobiles Fernsehen: Einer von T-Mobile, O2 und Vodafone gemeinsam betriebenen Plattform für mobile Fernsehübertragung steht nun nichts mehr im Wege. Das Bundeskartellamt genehmigte das DVB-H-Vorhaben der drei Mobilfunknetz-Betreiber.
Erst letzte Woche hatte Nokia angekündigt, in Deutschland eine Musik-Flatrate für Handys zu starten. Jetzt hat auch Vodafone bekannt gegeben, ebenfalls einen Abodienst zu planen. Im Gegensatz zu Nokia verzichtet Vodafone dabei auf digitales Rechtemanagement. Für voraussichtlich zehn Euro im Monat sollen die heruntergeladenen Songs auf allen Geräten nutzbar sein.
Wenige Tage nach dem Deutschlandstart von Nokias "Comes With Music" hat auch Vodafone die angekündigte Musikflatrate gestartet. Für neun Euro im Monat kann sich der Kunde unbegrentzt viele Songs aufs Handy oder den PC laden. Das Abo kann jeden Monat gekündigt werden. Dann sind die Songs aber nicht mehr abspielbar.
Mit Billigtarifen für Telefonie und SMS geht der neue Mobilfunkanbieter Yukoono auf Kundenfang. Für Gespräche zu anderen Yukoono-Kunden werden Minutenpreise von fünf Cent fällig. Andere Mobilfunk- und Festnetzanschlüsse können ebenfalls günstig erreicht werden.
Im Mobilfunk droht eine Zwei-Klassengesellschaft: Wie im DSL-Geschäft planen Vodafone und T-Mobile auch beim mobilen Internet Aufpreise für höhere Bandbreiten. Das geht aus Medienberichten hervor.
Zwei neue Tarifoptionen für Prepaid-Kunden bietet die Telekom zum 1. Februar 2011 an. Nutzer können für mobiles Surfen dann zwischen einer Tagesflatrate für 99 Cent und einer Monatsflatrate für 9,95 Euro wählen.




