Redmonder IPTV auf dem Fernseher und der Xbox 360

CeBIT 2007: "Microsoft TV" macht Mediacenter munter

Dem Internet gehört die Fernseh-Zukunft; darüber ist man sich einig, auch wenn noch keiner so recht mit einem Datum rausrücken will. Verständlich, dass sich auch Microsoft bis dahin im Markt etablieren möchte. Die Lösung aus Redmond lautet "Microsoft TV" - und passt so gar nicht in die bisherige Vorstellung von IPTV. Auf der CeBIT wurde der Schleier ein wenig mehr gelüftet.

Xbox 360
Die Xbox 360: Bald Teil des "Connected Entertainment".

Inhaltsverzeichnis

  1. 1IPTV: Definitionen sind Ansichtssache
  2. 2IPTV aus Redmond: Microsoft TV (Klick vergrößert).
  3. 3Firmeninterne Funktionsfülle
  4. 4Zukunft: Microsoft TV auf der Xbox 360 (Klick vergrößert).
  5. 5Multimediale Zukunftsmusik: Die Xbox 360

IPTV: Definitionen sind Ansichtssache

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"Zuerst sollte erläutert werden, was aus Sicht von Microsoft IPTV genau ist, denn es geistern eine Menge Beschreibungen durchs Netz", leitet Elena Branet ein. Als Senior Marketing Manager von Microsoft TV ist ihr folgende Unterscheidung wichtig: "Das Streaming von Filmen am PC und Anschauen im Browser ist für uns nicht IPTV, sondern Internet-Video. Microsoft versteht unter echtem IPTV eine TV-Lösung mit Set-Top-Box, interaktiven Elementen und einem Video-on-Demand-Angebot - alles angeboten durch den Internet Service Provider."

Microsoft TV nutzt also das Internet Protocol, die Daten werden aber in eine Box gespeist und der Computer bleibt außen vor. Bei solch einer Nischendefinition verwundert es nicht, dass Microsoft TV in Deutschland bisher nur bei T-Home genutzt wird. Microsoft stellt allerdings keine Komplettlösung zur Verfügung, sondern versteht das IPTV als Baukastensystem; Anbieter, die Microsoft TV nutzen möchten, picken sich aus der Palette an Möglichkeiten die gewünschten Funktionen heraus.

Microsoft TV

IPTV aus Redmond: Microsoft TV (Klick vergrößert).

Und diese ist breit gefächert: "Connected Entertainment" ist das Schlagwort, der Kunde soll sich zu Hause sein individuelles Fernsehprogramm basteln können. Bisher würden laut Branet TV-Services nur nach Sender-Angebot in Relation zum Preis ausgewählt. Jetzt ist das Netzwerk Garant für eine Vielzahl an weitergehenden Möglichkeiten, ein herkömmlicher Tuner ist nicht mehr notwendig. Microsoft TV wird in die Set-Top-Box des jeweiligen Anbieters integriert, der permanente Rückkanal soll interaktive Elemente attraktiv machen.

Firmeninterne Funktionsfülle

Der Digital Video Recorder ermöglicht zeitversetztes Aufnehmen von Sendungen und Filmen, auch mehrere simultane Aufzeichnungen sind möglich: "Nur die eigene Bandbreite beschränkt, wie viele Sender gleichzeitig gespeichert und geguckt werden", erklärt Hilke Panzner Fredheim, zuständig für die Implementierung von Microsoft TV in das T-Home-Angebot. Nach ihren Angaben schlagen normale Inhalte mit 1,5 bis 1,8 Megabit pro Sekunde zu Buche, HD-Filme liegen zwischen sieben und neun Megabit.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internetfernsehen hier.

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