Spieletest: Infernal
Einsam bellt der Höllenhund
Im Kampfgetümmel liegt die Kontrolle dagegen ganz beim Spieler. Dem Antichristen über die Schulter blickend, ballert man mit Handfeuerwaffen und festen Geschützen auf Mönche oder Agenten, die zwar genau zielen und mehrheitlich Deckung suchen, für erfahrene Spieler aber dennoch keine allzu große Herausforderung sind. Anders sieht es aus, wenn Bossgegner eingreifen und taktische Maßnahmen notwendig machen, die z. B. darin bestehen, im dichten Kugelhagel tragende Gebäudeteile in die Luft zu jagen. Auch das wiederholte Kaputtschießen von Lichtquellen inmitten eines Feuerduells steht an, weil des Teufels Agent im hellen Schein seine Manakräfte verliert. Mit dem Sinken des Manavorrats schwinden wiederum die Möglichkeiten, diabolische Kräfte einzusetzen. Rapide schmilzt der Manabalken, wenn Lennox heilige Gemäuer wie Gotteshäuser betritt.
Psi-Kräfte, Höllenhandwerk und ein Schuss Agentenatmosphäre - das sind die Teufelshörner, an denen sich "Infernal" aus dem Shootermittelmaß zieht. Auch wenn die meiste Zeit geballert wird, sorgen Fingerübungen zum Überwinden von Fallen oder Sicherheitsparcours für bleifreie Spielabschnitte. Die an "Max Payne" erinnernde Steuerung geht glatt von der Hand und die stilistisch ausgeleuchtete 3D-Grafik ist für Überraschungen gut. Allerdings bleibt das Spiel aus Polen ein Spaß für Einzelkämpfer, einen Multiplayermodus gibt es nicht.


