Neues vom Online-Globus
Google Earth: Berlin in der dritten Dimension
Fabian Parusel
Es gibt wieder Neuigkeiten vom Online-Globus Google Earth: Berlin zeigt sich seit März dreidimensional und erlaubt den Zutritt zum Reichstag und zum Olympiastadion, Australier jagen das Google-Flugzeug und Barcelona und Venedig haben bessere Bilder erhalten.
Berlin in 3D
Der Berliner Senat hat die Popularität von Google Earth erkannt und die Initiative ergriffen. Anhand von vorhandenen 3D-Modellen wurde ein Plugin für den beliebten Online-Globus Google Earth entwickelt, mit dem große Teile der Stadt in drei Dimensionen betrachtet werden können. Rund zehn Prozent der Stadtfläche wurde auf diese Weise bearbeitet.
GE3d
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Das bedeutet, dass 44.000 Berliner Gebäude nun auch von der Seite zu sehen sind, darunter auch der neue Hauptbahnhof und der Reichstag. Die Fassaden der wichtigsten Gebäude wurden abfotografiert und zentral gespeichert, wobei sie in unterschiedlicher Detaillierung aufgenommen wurden. Die meisten in der kleinsten Qualitätsstufe LOD1 (Level of Detail1). Insgesamt 40 Gebäude liegen in detaillierter Architekturdarstellung (LOD3) vor. Bei diesen Gebäuden werden neben der reiner Fassaden-Grafik auch noch architektonische Merkmale wie Erker und Säulen angezeigt.
Impressionen aus der Hauptstadt
Darüber hinaus sind fünf Gebäude Berlins in der höchsten Darstellungsstufe (LOD4) zu sehen. Diese fünf Gebäude können sogar virtuell besichtigt werden. Bei den fünf Gebäuden handelt es sich um das Reichstagsgebäude, den neuen Berliner Hauptbahnhof, die DZ-Bank am Pariser Platz, das Sony-Center und das Olympiastadion. Für die Darstellung der 3D-Objekte ist allerdings ein starker Rechner notwendig.
3D-Objekte in Berlin (Klick vergrößert)
Die Eindrücke aus der Hauptstadt zeigen kein hundertprozentiges Abbild Berlins, vermitteln jedoch einen durchaus realistischen Eindruck. Nicht jede der mehr als 40.000 Hochhausfassaden wurde extra fotografiert, nur rund 800 Berliner Fassaden wurden abgelichtet. Per Zufallsgenerator wurden die Bilder dann auf die vielen Hochhäuser verteilt. Um die 3D-Gebäude in Google Earth überhaupt sehen zu können, muss ein Plugin installiert werden, den Link dazu gibt es wie immer in der Linkbox.
Mehr 3D-Modelle
Nicht nur Berlin hat sich um eine 3D-Kartierung bemüht, auch die Fachhochschule in Bochum will einigen Gebäuden im Ruhrgebiet eine weitere Dimension bescheren. Im Rahmen des Projekts Zeitreise-Ruhr erarbeiten Forscher aus Bochum, Wesel und Dessau 3D-Modelle kulturell wichtiger Gebäude. Darüber hinaus sollen Karten der Vergangenheit als Overlay in den Online-Globus integriert werden. Zum Start des Kulturhauptstadtjahres 2010 soll das Projekt fertiggestellt sein, bislang sind lediglich einige Beispiele in Google Earth zu sehen:
Ein Klick auf die oben stehenden Links führt Sie direkt zu den 3D-Modellen innerhalb von Google Earth, sofern das Programm installiert ist.
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