Wer bietet was?
DSL-Extras der Provider: Sonst noch etwas?
DSL-Tarife & -Provider
Der harte Konkurrenzkampf im DSL-Markt bringt für die Verbraucher Gutes: günstige Preise für Internet und Telefonie. Die umfangreichen DSL-Pakete bieten so viel Bandbreite wie noch nie.
Doch die Angebote der Provider sind nicht immer leicht zu überschauen, denn die Provider überschütten ihre Kunden mit so vielen Zusatzleistungen, dass mancher den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Damit die Wahl nicht in der berühmten Qual endet, nimmt Netzwelt Ihnen die Arbeit ab. Wir haben Zusatzleistungen, die über DSL-Leitungen angeboten werden, unter die Lupe genommen: E-Mail, Fastpath, Homepage-Dienste.
Netzwelt nahm in den Vergleich auch das Internet-Protokoll-Fernsehen, also IPTV, mit auf. Das liegt daran, da dieser seit wenigen Jahren angebotene Dienst ebenfalls über das Internet-Kabel erhältlich ist. Zumindest in der Theorie. Denn noch spielt IPTV in Deutschland bislang keine große Rolle: Alice teilte netzwelt mit, man habe zurzeit 30 000 IPTV-Kunden (Stand: März 2009). Arcor veröffentlicht bislang überhaupt keine IPTV-Kunden-Zahlen. Das deutet auf nichts berauschendes in diesem Segment hin. Die letzten von der Telekom bekannten Zahlen liegen bei rund 500 000 IPTV-Abonnenten (Stand: Dezember 2008). Zum Vergleich: In Frankreich haben bereits 8,5 Mio. Haushalte IPTV abonniert (Stand: Juni 2008). Dennoch sehen Experten in IPTV große Wachstumspotentiale für den künftigen Fernseh- und Filmkonsum in Deutschland.
Andere Extras wie etwa Handy-Flatrates oder vergünstigte Telefontarife für Auslandsgespräche bleiben bei diesem Vergleich außen vor. Grund: Sie haben mit dem Internet-Anschluss nichts zu tun.
Ausgangssituation für den netzwelt-Vergleich ist eine Internet -und Telefonflatrate mit einer Geschwindigkeit bis zu 6000 Megabit pro Sekunde.
Wichtig: Die Bandbreite einiger Anbieter berücksichtigen wir hier nicht, da diese Provider in allen DSL-Tarifen ein identisches Basispaket für E-Mail und Webhosting anbieten.
Als Vergleichsbasis wählt Netzwelt die in dem jeweiligen DSL-Angebot enthaltenen kostenlosen E-Mail-, Domain- sowie Fastpath-Dienste. Die Konkurrenten der Telekom haben wir mit ihren Komplett-Angeboten in den Vergleich aufgenommen. Das sind DSL- und Telefonie-Pakete, für die kein Telekom-Anschluss notwendig ist. Die Leistungen der Provider haben wir in einem PDF-Dokument zusammengefasst, das zum Herunterladen bereitsteht.
Inhalt
- E-Mail: Massig Platz für die elektronische Post
- Fastpath: Extra für Gamer
- Homepage: Ich im Netz
- IPTV: Fernsehen über die Internet-Leitung
E-Mail: Massig Platz für die elektronische Post
Heutzutage hat kaum ein Nutzer nur noch eine E-Mail-Adresse: Das Geschäftliche wird sorgfältig von der privaten Kommunikation getrennt, Kontakte aus dem In- und Ausland erhalten unterschiedliche eMail-Fächer. Nicht zu vergessen: Ein Postfach für unerwünschte Werbe-Mails, auch Spam genannt.
Wer sich auf diese Art im Internet bewegt, hat die Qual der Wahl. Die Provider bieten alle mindestens ein Postfach mit mehreren Alias-Adressen an. Das dürfte den meisten Nutzern vollkommen genügen. Wer mehr Mail-Service benötigt, sollte bei Arcor oder 1&1 vorbei schauen. Sie stellen ihren Kunden maximal 20 eMail-Adressen (Arcor) bzw. 50 (1&1) zur Verfügung.
Schicke Bilder von der vergangenen Geburtstagsparty, oder die PowerPoint-Präsentation aus dem Meeting verschlingen gerne mal einige Megabyte. Da wären manche alten eMail-Fächer in die Knie gegangen. Super, dass die Provider hierfür mittlerweile immer mehr Platz zur Verfügung stellen. 20 Megabyte inklusive Anhang sind häufig Standard. Für den normalen Nutzer ist das mehr als ausreichend.
Mit besonders viel Datenmaterial lassen sich Mails bei Alice und 1&1 (je 100 MB) befrachten.
Doch nicht nur das Versenden von Fotos macht mittlerweile per eMail Spaß, auch das einfache Abspeichern im eMail-Fach wird zum Vergnügen. Immer mehr Provider stellen umfangreichen Speicherplatz zur Verfügung.
Dennoch gibt es große Unterschiede. Der maximale Online-Speicherplatz reicht von 50 Megabyte bei Freenet und Strato bis hin zu 50 GB bei Alice. Einige Provider bieten unterschiedlich viel Speicherplatz für Mail und Daten.
Fastpath: Extra für Gamer
Viele Gamer schwören auf einen Dienst, der sich Fastpath nennt. Das kommt nicht von ungefähr. Denn diese Technologie ermöglicht schnelle Reaktionszeiten, die sich in vielen Spielen positiv auswirken kann. Um Fastpath zu ermöglichen, bedienen sich die Provider eines Tricks: Sie schalten das so genannte Interleaving ab. Das ist eine Methode zur Fehlerkorrektur bei der DSL-Übertragung. Durch das Interleaving werden Daten mit einer höheren Signallaufzeit gesendet. Dieses soll sicherzustellen, das die übertragenen Daten komplett beim Adressaten ankommen. Mit Fastpath wird die Latenzzeit verringert – vor allem für das flüssige Spielen in Online-Games ein sinnvoller Zusatzdienst.
Fastpath bietet kaum ein Provider kostenlos an. Eine Ausnahme ist Arcor. Das Unternehmen spendiert diesen Dienst für die ISDN-Telefonie fast gratis. Allerdings ist zu beachten, das für den ISDN-Anschluss „Komfort Classic“ bzw. „Komfort Plus“ zusätzlich vier Euro im Monat fällig werden.
Bei Versatel, O2, Hansenet und der Deutschen Telekom gibt es auch Fastpath. Jedoch kassieren diese Provider mindestens einen Euro pro Monat hierfür. Wem das auf Dauer zu teuer ist, der kann sich bei Versatel durch die Einmalzahlung von pauschal zehn Euro vom nervigen Dauerabo freikaufen.
Links zum Artikel
- DSL 6000-Angebote im Vergleich
- DSL-Aktionen der Komplettanbieter
- DSL-Aktionen im Überblick
- Übersicht: DSL-Extras
Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
Neues Thema eröffnen
Naja ein Punkt ist nicht zu 100% richtig unzwar kostet der Fastpath Dienst bei der Telekom nur was wenn man einen DSL 6000 Anschluss oder geringer hat. Hat man den Call and Surf comfort Plus (DSL 16.000) ist Fastpath mit enthalten.
"Mit Fastpath wird die Latenzzeit verringert – aufwändige Grafiken in Spielen können so schneller geladen werden."
Das zeugt nicht gerade von Kompetenz des Autors...
nach oben




