Durchdacht: Geschützte Hotspots für die Community
WLAN-Sharing im Test: Sicheres Sofanet
Drahtloser Internetzugang, am besten überall: WLAN-Communities machen es möglich. Mit über 100.000 Hotspots hat sich das Netzwerk des spanischen Betreibers FON wie ein Lauffeuer um den Globus verbreitet. Sicherheitstechnisch ist FON allerdings nicht die erste Wahl. In Sachen Abhörsicherheit trumpft der Frankfurter Anbieter Sofanet auf. Der ist bisher aber noch ein zartes Flämmchen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Voneinander abhängig: Gewinnbeteiligung und Kosten
- 2Einrichten und nutzen
- 3Kabellose Sicherheit
- 4Zweimal freie Hardware-Wahl
- 5Router hinter Router
- 6Das Benutzerkonto, wenn alles funktioniert (Klick vergrößert)
- 7Ein Router allein
- 8Schwachpunkt Verfügbarkeit
Dass Sofanet weit weniger bekannt ist, mag vor allem an Werbung und subventionierter Hardware liegen: Während Betreiber FON Internet-Größen wie eBay, Google und Skype zu seinen Unterstützern zählen kann und den Community-Router La Fonera günstig unter die Leute bringt, ist Sofanet auf sich allein gestellt und hat mit dem Vertrieb der Router nichts zu tun. Doch das ist für den Kunden auch vorteilhaft.
Voneinander abhängig: Gewinnbeteiligung und Kosten
Wer per Wireless-LAN surfen will, muss zahlen oder sich aktiv am Aufbau des Hotspot-Netzwerks beteiligen. Da verhalten sich Sofanet und FON ganz ähnlich. Schon das bloße Aufstellen eines Hotspots ohne Gewinnbeteiligung honorieren beide Anbieter: Bei FON erhält der Nutzer kostenfreien und unbegrenzten Zugang zu allen FON-Hotspots, bei Sofanet gibt es pro Monat ein Gigabyte Freivolumen für die Sofanet-Hotspots. Dieses Freivolumen wird selbst dann zur Verfügung gestellt, wenn sich der Hotspot-Betreiber am Gewinn beteiligen lassen möchte.
Wie hoch die Gewinnbeteiligung ausfällt, bestimmt der Hotspot-Betreiber selbst: Anders als bei FON kann er die Provision stufenweise auf bis zu 150 Prozent anheben - dann wird es aber für den Mitsurfer teurer. Benötigt ein Hotspot-Betreiber mehr Freivolumen als das kostenfreie Gigabyte pro Monat, kann er dieses zusätzlich erwerben. Genaue Preise zeigt die folgende Tabelle.
| Die Sofanet-Preise im Überblick | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tarife für | Hotspot-Betreiber | Gastnutzer (Mitsurfer) | Sofalink DSL (Prepaid-DSL) | |||
| Inklusivvolumen | 10 GB | 500 MB | 6 GB | 500 MB | 10 GB | 1 GB |
| Gültigkeit | 6 Monate | 3 Tage | 3 Monate | 1 Tag | 3 Monate | 3 Tage |
| Preis | 10 | 1 | 15 - 37,50 | 1 - 2,50 | 5 | 1 |
| Nutzbarkeit | An allen Sofanet-Hotspots | Am eigenen Anschluss | ||||
Wer mit dem WLAN-Sharing weder als Hotspot-Betreiber noch als Gastnutzer irgend etwas zu tun haben möchte, kann Sofanet auch als günstigen DSL-Provider mit Prepaid-Tarifen einsetzen. Dann reicht auch ein einfaches DSL-Modem, um ins Netz zu kommen.
Einrichten und nutzen
Die Anmeldung bei Sofanet unterscheidet sich kaum von den Anmeldeverfahren anderer Webdienste. Allerdings muss ein erstes Gigabyte Freivolumen für einen Cent gekauft werden. Dieser sagenhafte Preis dient in erster Linie dazu, via Paypal eine Bestätigung der Nutzeridentität zu erhalten. Sobald das Sofanet-Konto eingerichtet ist, kann der Zugangs-Client heruntergeladen werden. Alternativ steht der Verbindungsaufbau via DFÜ-Netzwerk unter Windows zur Verfügung. Anleitungen für den Mac oder Linux gibt es ebenfalls.


Der mobile Internetzugang über WLAN ist für viele Besitzer eines Mobiltelefons, PDAs oder Handhelds eine interessante Alternative zu den teuren Surf-Tarifen der Mobilfunknetzanbieter. Diese Idee haben sich nun auch mehrere Initiatoren von WLAN-Projekten zu Eigen gemacht und wollen innerhalb der kommenden vier Jahre im Ruhrgebiet den größten Hotspot Deutschlands entstehen lassen. "HotSpot Ruhr" arbeitet dabei mit der spanischen FON-Community zusammen.
Der neue Router des WLAN-Sharing-Projekts Fon bietet bereits viele Zusatzfunktionen wie zum Beispiel den Zugriff auf Up- und Download-Dienste. Programmierer können für die "Fonera 2.0" eigene Anwendungen schreiben.
Wer einen Internet-Anschluss bei Hansenet bucht, erhält die dazugehörige Hardware ausschließlich als Leihgabe. Dafür kann der Kunde die Geräte im Rahmen der Vertragslaufzeit kostenlos nutzen. Im Falle der Kündigung verlangt Hansenet die Hardware zurück. Die Versandkosten für alle Router betragen 9,90 Euro.
Unter der Marke "O2 DSL" bietet der Münchner DSL-Provider lediglich zwei Modelle zur Wahl. Die vergleichsweise einfach ausgestattete Router-Modem-Kombinationen "O2 DSL Router Classic" erhält der Kunde kostenlos, während der Anbieter für das WLAN-fähige Gerät "O2 DSL Router Comfort" 29,99 Euro verlangt.
Der Asus WL-330N3G passt in jede Hosentasche und wird bei Bedarf auch zum mobilen Hotspot im Auto. Für gerade einmal 40 Euro bietet sich der WLAN-Router auch als Repeater zur Erweiterung des Heimnetzwerks an.
Die Deutsche Telekom ist der größte Anbieter öffentlicher Hotspots in Deutschland. Mit dem Netzmanager ist die Anmeldung noch einfacher als über den Browser, sodass Nutzer unterwegs schneller ins Netz kommen.




