Rainer Witzgall von den AntiVir-Machern im Gespräch
CeBIT 2007: Avira im Interview - "Wir glauben, die Gesellschaft sicherer machen zu können"
Moritz Zielenkewitz
Viren sind ein Dauerbrenner: Kaum ist die eigene Erkältung abgeklungen, hat es den Computer erwischt. Virenscanner gehören deshalb längst zur Grundausstattung eines jeden PCs. Aber wie akut ist die Bedrohung durch Schädlinge wirklich und welchen Stellenwert haben Viren in Zukunft? Avira im netzwelt-Interview.
Im Rahmen der CeBIT 2007 sprach netzwelt mit Rainer Witzgall, Executive Vice President der Avira GmbH. In einem anderen Interview sprach netzwelt mit Michael Klatte von Bitdefender.
netzwelt: Herr Witzgall, mit welchen Programmen schützen Sie eigentlich Ihren Privatrechner?
Rainer Witzgall: Ich habe Windows XP zu Hause und da läuft natürlich die Security Suite von Avira. Die bietet umfassenden Schutz auch vor Spy- und Adware und in der neuesten Version sogar vor Rootkits.
netzwelt: Grundsätzlich sind Antivirus-Programme ja immer darauf beschränkt, auf Ausbrüche neuer Viren zu reagieren. Welche Möglichkeiten gibt es, bereits im Vorfeld wirkungsvollen Schutz zu ermöglichen?
Witzgall: Das ist tatsächlich ein großes Problem in unserer Branche, das kann man ruhig so zugeben. Die Reaktionszeiten nach den Aubrüchen werden immer kleiner und haben durch die Verbreitung im Internet dramatisch zugenommen. Auch die Absichten sind heutzutage in höchstem Maße kriminell. Was wir jetzt versuchen, ist proaktiv mögliche Gefahren zu erkennen - wir nennen das Heuristik. Unsere Software versucht anhand des Verhaltens von Dateien abzuschätzen, ob diese schädlich für das System sein könnten - und zwar schon bevor sie als Malware bekannt werden.
netzwelt: Zero-Day-Exploits sind nach wie vor eine große Bedrohung. Wie können Virensignaturen gegen die traditionellen Bedrohungen noch schneller an den Kunden gebracht werden?
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