Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung
Gesundheit: Gefahr aus dem Laserdrucker?
Drucker
Bei alten Dieselmotoren ist die Problematik bekannt, doch nun wollen uns auch im Büro Feinstäube an den Kragen. Aus Laserdruckern und Kopierern strömen sie in die Büroluft und setzen sich in den Atemwegen fest. Ist der Platz direkt neben dem Laserdrucker demnach der gefährlichste Ort im Büro? Netzwelt ist der Problematik auf der Spur und klärt auf.
Feinstaub in der Disko...
...wäre eigentlich ein guter Titel für ein House-Album, stattdessen schaffte es der Satz auf die Titelseite eines großen deutschen Boulevard-Blattes. Und jetzt sollen uns die Feinstäube auch noch bis ins Büro verfolgen. Schon im Jahre 2002 fand die Zeitung Öko-Test heraus, dass die Toner im Laserdrucker Feinstäube ausstoßen, darunter auch krebserregende Stoffe. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wollte es genau wissen und gab eine Studie in Auftrag, die ermitteln sollte, ob von Laserdruckern Gefahr für die menschliche Gesundheit ausgeht.
Insgesamt untersucht die Studie 69 Angestellte an 63 Büroarbeitsplätzen, der Abschlussbericht der Untersuchung wird im Sommer diesen Jahres erwartet. Doch auch schon während der Studie ließen sich die ersten Schlüsse ziehen, sagt Philipp Karch, Umweltexperte beim Brachenverband BITKOM: "Die Zwischenberichte zur BfR-Studie sind ein weiterer Hinweis, dass moderne Laserdrucksysteme auch unter realen Anwendungsbedingungen ein hohes Maß an Benutzersicherheit bieten". Die Hersteller sind nach der EU Richtlinie 1999/45/EG außerdem dazu verpflichtet, die Emissionen ihrer Laserdrucksysteme regelmäßig messen zu lassen. Dabei müssen die Ergebnisse unter den strengen deutschen, europäischen und US-amerikanischen Arbeitsplatzgrenzwerten liegen.
Keine Hinweise auf eine Gefährdung
"Es liegen bisher keine wissenschaftlich fundierten Hinweise vor, dass es durch den Betrieb moderner Laserdrucker und -kopiergeräte in Arbeits- und Wohnräumen zu einer erhöhten, gesundheitsrelevanten Belastung durch Toner, flüchtige organische Verbindungen und andere Stoffe kommt. Der Anteil von Laserdruckern und -kopierern an der Staubbelastung in Innenräumen ist eher unbedeutend. Deutlich größer ist der Eintrag von Staub aus der Außenluft und durch andere Aktivitäten wie beispielsweise Tabakrauchen und Staubsaugen", fasst der Toxikologe am Hygiene-Institut des Ruhrgebiets Professor Dr. U. Ewers zusammen.
Bei Partikeln zwischen zehn und 1.000 Nanometern Durchmesser konnte zwar eine Emission festgestellt werden, doch übersteigt die Konzentration auch beim Dauerbetrieb nich den MAK-Grenzwert, der die Feinstaubkonzentration bezeichnet, der ein Mensch bis zu acht Stunden ausgesetzt sein kann, ohne dass gesundheitliche Folgen zu erwarten sind. Tabakrauch bleibt demnach die größte Belastung für die Gesundheit im Büro.
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:schmunze: da wird in einem Kommentar auf einen vorherigen Beitrag nur mal kurz das Wort Feinstaub erwähnt
:schrifts:schon erscheint ein Redaktionsbeitrag zu dieser Problematik.
:ideen: Der Ansicht des Bundesinstituts für Risikobewertung kann ich mich durchaus anschliessen.
Dies setzt jedoch auch die fach- und sachgerechte Umgangsweise mit den Gerätschaften voraus. :bloederp:
Bei stärker genutzten Geräten sollte man jedoch das regelmässige Lüften des Raumes nicht vergessen, da während des Fixiervorganges mittlere Mengen Ozon freigesetzt werden. Überaus schädlich soll auch dies nicht sein - empfindliche Zeitgenossen vertragen es jedoch nicht und reagieren mit Kopfschmerz und Unwohlsein :ohnmacht:
Hallo,
was hat das BfR denn heraus gefunden? Soweit ich das mit bekommen habe,
daß beim Druckbetrieb jede Menge Feinstäube (Nanopartikel, welche lungengängig sind) in die Raumluft gelangen, welche sich selbstverständlich mit der Anzahl der Drucker multiplizieren.
Nun ist Toner auf Grund seiner Inhaltsstoffe wie Nickel, Blei, Cadmium, Kobalt (u.a. wurde in verschiedenen Tests auch das krebserregende Organozinn gefunden), sicherlich nichts was man unbedingt inhalieren sollte, es aber zwangsläufig tut, weil man ja schließlich seine Brötchen verdienen muß.
Doch während das BfR die Bevölkerung vor Zimt warnt, spielt man das Thema Toner eher herunter. Selbst beim Thema Allergien wird Toner nicht erwähnt, Knoblauch hingegen schon.
Honi soit qui mal y pense.
Das Hersteller und deren Intressenvertreter, daß Problem leugnen (dies ohne auch nur den geringsten Beweis für die Ungefährlichkeit vorweisen zu können) versteht sich wohl von selbst, es geht ja schließlich um Geld.
Was sind da schon ein paar Menschen, die krank werden, Krebs haben und noch dazu ihre Arbeit verlieren? Gewisse Reibungsverluste gibt es ja schließlich immer.
Zum Thema Umgang mit Laserdruckern - die Realität in deutschen Büros sieht nicht so aus, daß Geräte in anderen Räumen aufgestellt werden (würde viel zu viel Zeit kosten die Prints zu holen) auch werden die Geräte nicht gewartet, der Techniker kommt erst wenn nichts mehr geht.
Da es jedoch mit der stetigen Zunahme von Laserdruckern und der beharrlichen Weigerung der Hersteller hier etwas zu ändern naheliegt, daß es auch diejenigen einmal trifft, die behaupten das Toner vollkommen harmlos ist. Halte ich es mit dem Kaiser: "schaun mer a mol, dann seng mer scho".
Die Herren in den oberen Etagen wird es hier bei (ich will im Zusammenhang mit Krebs oder anderen schweren Erkrankungen, daß Wort leider nicht ge-brauchen), denn die haben ja ihre Hiwis die für sie drucken.
gez. Rumpelstilz :mad:
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