Webradio bequem aufzeichnen
Radiotracker: Tausende Songs legal aus dem Netz laden
Christoph Scholl
Bis zu 100 Sender parallel aufzeichnen
Bevor der große "Start"-Button zum Beginn der Aufnahmen geklickt werden kann, muss noch ein Genre gewählt werden, aus dem sich Radiotracker eine bestimmte Anzahl von Webradiosendern heraussucht, um diese parallel aufzuzeichnen. Zur Auswahl stehen dabei knapp 80 völlig unterschiedliche Genres. Von Pop, Rock und Alternative über Techno und House bis zu Klassik sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.
Alternativ dazu können auch eine Reihe von Favoritensendern angelegt werden, die sich dann permanent aufnehmen lassen. Je nach Internetverbindung kann zusätzlich noch eine Begrenzung der parallel aufzuzeichnenden Sender festgelegt werden. Bis zu 100 Webradios kann Radiotracker gleichzeitig auf die Festplatte bannen. Je nach Bandbreite der Sender dürfte dies jedoch kaum eine DSL-Leitung mitmachen. So sind standardmäßig erst einmal fünf parallele Sender eingestellt - bei insgesamt rund 14.000 zur Verfügung stehender Radiostreams sicher ein guter Anfang.
Nach einem Klick auf den "Start"-Button beginnt die Aufnahme und die eingestellten Sender werden auf die Festplatte gerippt. Im Hintergrund werden die in den Streams abgespielten Songs herausgefiltert, auf eine einheitliche Lautstärke gebracht und auf Wunsch mit einer Einblendung am Anfang sowie am Ende des Musikstückes versehen. Auch die ID-Tags sowie die Albumcover können bei Bedarf automatisch ergänzt werden.
Platinum-Version mit Musiksuche
Radiotracker ist in zwei verschiedenen Versionen erhältlich. Für knapp 20 Euro ist das Programm in der so genannten "Premium"-Ausführung zu haben. Alle oben genannten Features sind in dieser Version enthalten. Hinzu kommt noch ein separates Playermodul, welches die gerippten Songs aus den Radiosendern organisieren, abspielen und auf CD brennen kann.
Wer etwas tiefer in die Tasche greift, bekommt für zehn Euro mehr die "Platinum"-Edition von Radiotracker. Diese hat alle Features der "Premium"-Ausführung an Bord, bringt jedoch zusätzlich noch eine aktive Musiksuche mit. Damit ist es möglich, beispielsweise einen Künstler direkt einzutippen und nachzuschauen, ob entsprechende Musikstücke gerade von einem der 14.000 Radiosender abgespielt werden. Ist dies der Fall, startet die Aufnahme automatisch. Im netzwelt-Kurztest klappte die Suche nach verschiedenen Bands reibungslos - je nachdem wie ausgefallen die Künstler waren, dauerte es allerdings ziemlich lange, bis die ersten Songs auf der Festplatte landeten. Immerhin ist das Suchsystem in der "Platinum"-Edition einfach, schnell und auch für Computer-Laien gut zu verstehen.
Fazit: Leicht verständlich, schnell und unkomliziert
Wer sich nicht lange in eine Software einarbeiten will und lediglich ein Tool sucht, mit dem man schnell und einfach Musik aus Webradiosendern aufzeichnen kann, ist bei Radiotracker an der richtigen Adresse. Auch unerfahrene PC-Nutzer finden sich schnell auf der übersichtlichen Oberfläche zurecht und können durch eine einfache Bedienung sowie gut erklärte Programmoptionen schnell mit dem Rippen der Online-Streams beginnen. Besonders für weniger versierte PC-Nutzer ist Radiotracker deshalb sehr gut geeignet.
Einziger Knackpunkt: Mit einem Preis ab 20 Euro aufwärts ist die Software nicht gerade ein Schnäppchen. Konkurrenz-Programme wie ClipInc oder RadioRipper sind zwar in der Bedienung nicht ganz so einfach, dafür jedoch gratis und bieten einen ähnlichen Leistungsumfang. Der Kauf von Radiotracker lohnt sich deshalb nur für Nutzer, die besonderen Wert auf eine aufgeräumte Oberfläche, eine einfache Bedienung sowie auf die netten Zusatzfeatures wie Musikplayer und CD-Brenner-Tool legen. Für diese User dürfte Radiotracker ein Rundum-Sorglos-Paket sein, mit dem jede Menge Songs aus dem Netz gerippt werden können.
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