Digitaler Tauschhandel: Filesharing-Netze im Überblick

Azureus: Der Urvater

Die besten Zukunftsaussichten gibt es momentan für das Bittorrent-Netzwerk, denn viele große Firmen und auch Open-Source-Projekte vertrauen auf die gute Verfügbarkeit der Torrent-Downloads. Für den Download einer Datei muss zunächst eine .torrent-Datei heruntergeladen werden. Erst dann startet der Download der richtigen Datei.

Azureus ist mit Abstand der beliebteste Torrent-Client, seine überladene Oberfläche sorgte in der Vergangenheit aber auch für reichlich Kritik. In der jüngsten Version heißt der Client "Zudeo" und hat sich auf Multimedia-Inhalte spezialisiert. Die neue Oberfläche ist einfach gestaltet und lässt sich intuitiv bedienen.

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Im Home-Ordner zeigt Azureus die aktuellen und die fertigen Downloads. In einem anderen Fenster zeigt Zudeo die legalen Downloads.

Neu für einen Torrent-Client ist, dass man Torrent-Dateien direkt aus dem Client öffnen und laden kann. Ähnlich der Sortierung von YouTube zeigt der Client die neuesten Downloadmöglichkeiten an. Darunter finden sich hauptsächlich Filmtrailer, auch in High Definition, aber auch andere legale Videoclips. Eine weitere Parallele zu YouTube ergibt sich aus der Möglichkeit, auch eigene Videos hochzuladen und dort zu tauschen, allerdings erst nach einer Anmeldung.

Externe Torrent-Links können nach wie vor geladen werden, dabei muss dann jeder Anwender wieder selbst auf die Legalität der angebotenen Downloads achten. Wer sicher gehen will, sollte sich an die Anbieter legaler Torrents wenden, zum Beispiel Legaltorrents.com, dort gibt es jede Menge legaler Software-Downloads. Und auch für Freunde gepflegter Live-Musik gibt es eine legale Quelle: bt.etree.org. Auf Bittorrent.com gibt es eine große Sammlung an Spielen, Filmen, Musik und Software. Die Hyperlinks gibt es in der Linkbox.

µTorrent: Tipp der Redaktion

Wer sich nicht für die neuen Zudeo-Funktionen begeistern kann und kein Interesse an High-Def-Trailern und anderen legalen Videodownloads hat, für den bietet sich ein anderer Torrent-Client an: µTorrent. Dabei handelt es sich um ein kleines Portable-Tool mit einem Speicherbedarf von nicht einmal 200 Kilobyte. Der Client bietet alle nötigen Funktionen und belegt dabei nur sehr wenig Systemressourcen.

Im eDonkey2000-Netzwerk ist man am besten mit eMule unterwegs. Das Netzwerk funktioniert im Gegensatz zu Bittorrent mit einer Serverarchitektur, beim Start des Clients muss ein Server ausgewählt werden, über den die Kommunikation mit den anderen Filesharern abgewickelt wird. Mehrere Millionen Nutzer sind Tag und Nacht online und bieten alles an, was es auf dem Computer zu sehen und hören gibt.

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