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22.03.2007
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Chipgigant im Gespräch

CeBIT 2007: Intel-View - "Wir streben an, gut zu sein"

Benjamin Schnitzler

netzwelt: Intels verkürzte seine Produktzyklen und wird am 22. April angeblich wieder stark an der Preisschraube drehen. Strebt Intel etwa die Alleinherrschaft auf dem Prozessormarkt an?

Hans-Jürgen Werner: Wir streben an, gut zu sein. Das haben wir mit Core 2 und Core 2 Quad gezeigt glaube ich, und den Chipsets auf der anderen Seite, egal ob im mobilen, Desktop- oder Server-Bereich. Wir möchten die Technologieführerschaft haben, wir möchten die sein, die das Ganze nach vorne treiben. Wir versuchen, auch in der Produktion führend zu sein und sind momentan circa ein Jahr vor jeglicher Konkurrenz. Mit 65-Nanometer-Fertigung in diesem Volumen, mit 45 Nanometer angestrebt für Ende des Jahres.

Daraus resultiert, dass wir alle zwei Jahre eine neue Architektur vorstellen und diese dann im Folgejahr verkleinern werden. Was wiederum erlaubt Energie zu sparen, bei gleichzeitiger Erweiterung des Funktionsumfangs. Die Herstellung erlaubt mir natürlich eine gewisse Preisflexibilität, die wir aber schon seit Jahren nutzen. Das werden wir weiterhin an den Kunden weitergeben. Ob das jetzt schon im April passieren wird oder im Mai, das sei mal dahingestellt.

AMD: "Ernstzunehmender Mitwettbewerber"

netzwelt: Wie stehen Sie zu AMD?

Hans-Jürgen Werner: Wir betrachten es so: AMD ist ein ernstzunehmender Mitwettbewerber, im Rahmen seiner Möglichkeiten überaus agil und treibt uns an. Und uns treibt es dazu, einfach schnell zu sein. Wir müssen vernünftige Produkte rausbringen und können es uns nicht leisten, irgendwo auszuruhen. So agieren wir jetzt.



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Stärkere Penryn-Prozessoren: "Erst einmal
einen Board-Wechsel durchführen"

netzwelt: Weshalb sollte jemand, der bereits einen Core 2- oder Quad-Core-Prozessor von Intel besitzt, auf den Penryn-Nachfolger umsteigen?

Hans-Jürgen Werner: Er müsste erst einmal einen Board-Wechsel durchführen. Penryn wird ihm erheblich mehr Leistung geben, egal ob er spielt, rendert oder viele Dinge parallel macht. Man wird den Unterschied merken, aber es wird nicht mehr Energie verbraucht. Und das ist schonmal ein guter Grund.

netzwelt: Was treibt die Prozessorentwicklung stärker an, Spieltrieb oder Alltagsnutzen?

Hans-Jürgen Werner: Alltagsnutzen in extremster Form momentan. Nehmen wir zum Beispiel die Centrino-Technologie für Notebooks: Wir haben mit der Zeit gelernt, dass die Leute am Anfang nur auf Leistung aus waren. Sie haben weder WLAN benutzt noch sonst irgendwas. Dann kam ein bisschen das Thema Batterie ins Rennen. Wenn sie heute die Leute fragen, dann sagen die, es gibt mehrere Faktoren. Wireless LAN ist ein Muss, Batterielaufzeit muss da sein, schließlich will ich ja unterwegs sein. Und Leistung will ich auch haben und schick soll es sowieso aussehen. Heute bin ich dort angelangt und muss es aber auch immer wieder erfüllen.


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